Steuerausländer

Als Steuerausländer wird jemand bezeichnet, der weder seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort noch seinen Wohnsitz in Deutschland hat.

Steuerausländer unterliegen nur einer beschränkten Steuerpflicht (§§ 49 ff Einkommenssteuergesetz). Sie sind grundsätzlich von der Kapitalertragssteuer (Abgeltungssteuer, Solidaritätsbeitrag und Kirchensteuer) auf Zinsen, Dividenden (außer Quellensteuer) und Veräußerungsgewinne befreit.

Steuerausländer sind in Deutschland von den Kapitalertragssteuern befreit.

Steuerausländer sind in Deutschland von den Kapitalertragssteuern befreit.

Wer kann Steuerausländer sein? (Beispiele)

  • Auswanderer, die Deutschland verlassen haben und im neuen Staat einer unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen
  • Handelsreisende, die Deutschland gelegentlich besuchen, aber in ihrem Heimatstaat einer unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen
  • Urlauber, auch wenn sie jeden Sommer in Deutschland verbringen
  • ausländische Investoren, die zwar viel Geld nach Deutschland bringen, aber hier weder leben noch arbeiten
  • Diplomaten und Angehörige ausländischer Truppen

Vorteile für Steuerausländer

Natürlich werden Steuerausländer ihre Kapitalgewinne in ihrem Heimatland versteuern, sofern es dafür eine Steuergesetzgebung gibt. Da es keinen automatischen Steuerabzug zwischen einer Bank in Deutschland und einer ausländischen Finanzbehörde gibt, obliegt es dem Steuerausländer, in seinem Staat im Rahmen seiner Jahressteuererklärung die Gewinne aus Deutschland zu versteuern.

Schnellerer Vermögensaufbau, weil das Geld länger für den Investor arbeiten kann, bevor es im Heimatstaat versteuert wird.

Das passiert regelmäßig im Folgejahr für das Vorjahr. Somit bleibt dem Steuerausländer rund ein Jahr mehr Zeit, um sein Geld für sich arbeiten zu lassen.

An dieser Stelle soll nur kurz darauf hingewiesen werden, dass Deutschland privates Eigentum anerkennt und staatlich schützt (Verfassungsrang).

Es gibt hier ein ausgezeichnetes Bankensystem mit sehr guten Konditionen für Bankkunden, eine hohe Einlagensicherung und weitere Sicherheitsstands bei Wertpapieren. Darüber hinaus ist Deutschland der Hauptmotor der europäischen Wirtschaft.

Als Steuerausländer aktiv werden

Grundsätzlich werden Bankkonten und Wertpapierdepots auf steuerpflichtig eingestellt. Als Steuerausländer muss man aktiv werden und die Bank beauftragen, diesen Status zu ändern.

Versäumt man das, werden Steuern abgeführt, obwohl es nicht sein müsste. Das kommt in der Praxis häufig vor.

Wie weist man seine Eigenschaft als Steuerausländer nach?

Bei einigen Banken wie beispielsweise der DKB genügt oft das Ausfüllen eines Formulars. Manchmal, bei einigen anderen Banken sogar regelmäßig, wird die Vorlage einer Wohnsitzbestätigung durch das Wohnsitzfinanzamt gefordert.

Im Englisch heißt das Certificate of Residence (CoR).

Abschließende Hinweise

Sollte sich Ihr Status als Steuerausländer zum Steuerinländer (oder umgekehrt) ändern, teilen Sie das bitte sofort der Bank mit, sodass Sie weder zu viel noch zu wenig Steuern bezahlen.

In einer Welt, die immer mehr zusammenwächst, wird es bald keinen Platz mehr für Steuerunehrlichkeit geben. Aber man darf Steuervorteile für sich nutzen. Das sollte man auch tun, das ist vom Staat so gewollt, sonst hätte er andere Steuergesetze erlassen.

Bildmaterial: beermedia, arahan, Anatoly Maslennikov und PeJo (alle fotolia.com)

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90 Kommentare zu “Steuerausländer”

  1. Redaktion sagt:

    Aufgrund der Nachfrage haben wir für DKB-Kunden eine Extraseite mit

    • Antrag auf Steuerbefreiung
    • Musterbrief für Steuererstattung

    angelegt.

    Informationen hier abrufen: https://www.deutscheskonto.org/de/dkb/steuerauslaender/

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  2. Jürgen Schneider sagt:

    Ich habe einen Freund in Kapstadt, SA. Der ist kanadischer Staatsbürger, lebte und arbeitete 26 Jahre in Deutschland und ist im Jahr 2008 nach Südafrika ausgewandert. Er erwartet seine deutsche Altersrente von der DRV. Er ist an mich herangetreten mit der Bitte, folgende Frage für ihn zu klären: Wird er in Deutschland mit dieser Rente steuerpflichtig sein?

    Jürgen Schneider

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  3. Heinz sagt:

    Mein Sohn lebt mit seiner Familie seit 4 Jahren als UN-Diplomat in Bahrain und wird hier in Deutschland als Steuerausländer geführt.
    In einem Schreiben der GarantiBank in Düsseldorf wird eine „Pin“ von Bahrain verlangt.
    Frage: Was versteht man darunter?
    Mein Sohn besitzt hier in Deutschland ein eigenes Girokonto, auf dem die Zinsen der GarantiBank überwiesen werden.

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  4. Per Andre sagt:

    Ich bin Steuerausländer und habe ein Depot in einer Deutschen bank. Das Depot enthält Aktienfonds. Es war bisher nicht gerürt aber was würde (steuermässig) passieren wenn ich ein Teil davon verkaufe? Ich habe Pläne etwas abzuheben und etwas in andere Fonds zu investieren.

    //Per

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  5. m.sander sagt:

    Meine Freundin ist Canadierin wohnt in Deutschland und bekommt hier Rente und Betriebsrente. Sie möchte 90.000 Euro
    nach Deutschland überweisen. Muss Sie hier für Aktienerträge Zinssteuer bezahlen?

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  6. Redaktion sagt:

    Wichtiger Hinweis!

    Korrekte Auskünfte auf steuerliche Fragen bedürfen einer absolut hohen Fachkenntnis im Steuerrecht. Das können wir als Bank-Experten nicht leisten.

    Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass wir Dr. Andreas Mayer von der renommierten Kanzlei Menz&Partner gewinnen konnten für:

    • Beantwortung von kurz Fragen per Kommentarfunktion (gebührenfrei)
    • Spezial-Tarif für aufwendige Fragen bzw. für eine Mandantschaft

    Damit die Fragen von Dr. Mayer persönlich beantwortet werden, bedarf es des Postings auf dieser Seite: https://www.deutscheskonto.org/de/experte/andreas-mayer/

    Hinweis für „Sparfüchse“

    Kennen Sie die Formel C+E

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  7. Redaktion sagt:

    Als weiterführende Seite empfehlenswert: http://www.steuerliches-info-center.de/DE/SteuerrechtFuerInvestoren/Unternehmen_Ausland/Abzugsteuern/Kapitalertragsteuer/kapitalertragsteuer_node.html

    (Bundeszentralamt für Steuern)

    Hier gibt es nähere Angaben zu den Ausnahmen bei der Steuerfreiheit für Ausländer bei Dividenden und Einnahmen aus Genussrechten.

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  8. L.Horn sagt:

    Ich lebe seit 2010 in Afrika, habe Aktien bei denen Kaptitalertragssteuern uns Soli abgezogen werden.
    Ich habe eine deutsche Postanschrift. Wo kann ich mir die abgezogenen Steuern wiederholen. Bzw. wie gehe ich vor.

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  9. Dr. Andreas Mayer sagt:

    Sehr geehrter Herr Horn,
    Einzelheiten bzgl. dem Erstattungsverfahren finden Sie unter folgendem Link des Bundeszentralamts für Steuern:

    http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Kapitalertragsteuerentlastung/Kapitalertragsteuerentlastung_node.html

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  10. JHe sagt:

    Obwohl ich bei meiner deutschen Bank als Steuerausländer (ich lebe und arbeite in der Schweiz) geführt werde, werden mir bei einigen Erträgen Kap.st. und Soli abgezogen. Woran liegt das?

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    • Tanja sagt:

      Hey, hey. Wir kennen Ihre Bank nicht. Bitte besprechen Sie das direkt mit Ihrer Bank!

      Bei den von uns favorisierten Banken DKB und Comdirect klappt das super.

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  11. Rose Hurley sagt:

    Einen schönen Abend wünsche ich allen.

    Ich bin Österreicher, lebe in Irland und bin Freelancer.

    Mein Honorar wird auf mein Konto bei einer Sparkasse in Deutschland angewiesen und obwohl es keine Auslandsüberweisung für meinen Deutschen Auftraggeber ist, werden mir direkt 20 Prozent (15 Prozent Kapitalertragssteuer und 5 Prozent Soli) abgezogen.

    Ist das richtig so.

    Vielen Dank für eine Antwort im Voraus.

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    • Redaktion sagt:

      Das ist mehr als komisch, denn solche Steuersätze haben wir in Deutschland nicht.

      Abgesehen davon entsteht allein weil ein Bankkonto in Deutschland genutzt wird keine Steuerpflicht.

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  12. Rose Hurley sagt:

    Vielen Dank für die Antwort.

    Ich habe nochmals nachgefragt bei meinem Auftraggeber. Folgendes wird einbehalten, weil ich in Irland und nicht in Deutschland lebe. Obwohl ich ein Deutsches Konto habe und es keine Auslandsüberweisung für meinen Auftraggeber ist, da er in Deutschland ansässig ist. Er meint, er müsse das einbehalten weil ich im Ausland wohne, egal ob er an ein Deutsches oder Ausländisches Konto überweist.

    Einbehalten wird automatisch von meinem Honorar:

    „Wir müssen die Quellensteuer in Höhe von 15 % (§ 50a Abs. 2 Satz 1 Alt. 1 EStG) zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag einbehalten und an das deutsche Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abführen. Hierfür ist quartalsweise eine Anmeldung an das BZSt abzugeben“.

    Mir kommt das etwas eigenartig vor.

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  13. A.. sagt:

    Hallo und guten Abend,
    ich bin Deutscher und habe meinen ständigen Wohnsitz in Luxembourg – d.h in Deutschland abgemeldet.
    Ich werde nun eine Immobilie verkaufen, welche vermietet war und sich noch in der 10jährigen Späkulationsfrist befindet.
    Muss ich diesen Gewinn in Deutschland versteuern, wenn ja mit welchem Steuersatz?
    besten Dank vorab
    A..

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  14. Helga Leichtfried sagt:

    Kann ich als Österreicher mit Wohnsitz in Österreich bei der DKB ein Konto beantragen bzw. eröffnen?

    Herzlichen Dank im Voraus!

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  15. Nadine Lière sagt:

    Guten Tag,

    Ich habe einige Fragen bezüglich meiner Tätigkeit als bildende Künstlerin.
    Ich bin gebürtige Deutsche, lebe und arbeite aber in Frankreich. Ich bin in Frankreich als Künstlerin angemeldet und besitze keinen Wohnsitz in Deutschland. Gerade habe ich mich für einen Kunstmarkt in Deutschland angemeldet. Muss ich für meine verkauften Werke in Deutschland Steuern und Sozialleistungen bezahlen oder reicht es, wenn ich die Einnahmen in meiner französischen Steuererklärung angebe?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
    Mit freundlichen Grüßen,

    Nadine Lière

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  16. Kato sagt:

    Wo und wie muss ein Europäer mit deutscher und französischer Nationalität und Wohnsitz in Frankreich seine Erträge aus deutschen Konten versteuern?
    Würde mich über konkrete Informationen freuen!

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  17. GiGi sagt:

    Mein Freund ist Algerier mit Wohnsitz und Festanstellung in Kuwait. Deutschland besucht er (mit Visum) für insg. 5-6 Wochen im Jahr. Er hat vor kurzem ein Girokonto bei der GLS-Bank in München eröffnet. Kann er dort unbegrenze Summen auf seinem unverzinsten Girokonto vorhalten ohne steuerpflichtig zu werden, oder gibt es dafür Obergrenzen? Wenn ja, welche? Gilt dann das gleiche, wenn er ein Tagesgeldkonto eröffnet?

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    • Redaktion sagt:

      Das Eröffnungen und das Halten von Bankkonten in Deutschland von einer Person, die sich üblicherweise nicht in Deutschland aufhält, lässt keine Steuerpflicht entstehen. Zinsen werden in voller Höhe (ohne Abzug der Abgeltungssteuer) auf dem Konto gutgeschrieben, wenn der Status „Steuerausländer“ bei der Bank hinterlegt ist.

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  18. Rose D. sagt:

    Hallo! Eine Frage: wenn ich als Auslandsresident zurückkehre nach Deutschland und dann meine Ersparnisse in der Schweiz deklariere, wie wird sowas besteuert? Danke.

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  19. Andreas Mayer sagt:

    Hallo,
    In diesem Fall sind Sie in Deutschland wieder unbeschränkt steuerpflichtig und werden mit ihrem gesamten Welteinkommen einschliesslich der Einkünfte aus der Schweiz hier normal besteuert.
    Gruss
    Andreas Mayer

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  20. Peter Moeller sagt:

    Hello
    Bezueglich Steuerauslaender fordert die DKB einen auslaendischen Wohnsitznachweis. Da ich staendig reise bin ich nirgends gemeldet. Was kann ich da machen?

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    • Juan Maragall sagt:

      Hallo Herr Moeller,
      Wenn Sie keinen Wohnsitz und auch keinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben und auch nirgendwo anders einen Wohnsitz haben und sich in keinem Land länger als 183 Tage aufhalten,sollte in Ihrem Reisepass, statt der Bezeichnung Wohnsitz, die Bezeichnung Aufenthaltsort angegeben sein.
      Sie können die Änderung bei jeder passaustellenden Behörde in Deutschland beantragen. Wenn Ihr „Passamt“ damit Probleme hat, verweisen Sie auf § 4 PassVwV(4.1.9.5.)
      Ob Sie sich Ihre Bank-Post an eine deutsche Adresse oder an eine ausländische Adresse schicken lassen, Sie bleiben Steuerausländer. Sie unterliegen auch nicht der Meldepflicht nach der Zins-Informationsverordnung (ZIV). Soweit die juristische Seite.
      Jetzt brauchen Sie nur noch einen Mitarbeiter bei der Bank, der sich in den Grundkenntnissen, des deutschen Steuerrechts (ohne deutschen Wohnsitz – besteht nur beschränkte Stuerpflicht) auskennt. Das könnte schwierig werden.
      Sagen Sie mir bitte Bescheid, wenn die DKB oder eine andere Bank mit Ihrem Anliegen zurechtgekommen ist.
      Freundliche Grüße

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      • Petersen sagt:

        Vielen Dank für den hilfreichen Kommentar, der auf auf mich zutrifft, als Eigentümer einer dt. Kapitalgesellschaft.
        Wenn ich den Nachweis führe und so Steuerausländer bin, wie wird dann meine EK Steuer gehandhabt?

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  21. Expat sagt:

    Vielen Dank fuer den hilfreichen Artikel.
    Ich deutsche Staatsangehoerige und Mitarbeiterin der Vereinten Nationen (zur Zeit in New York) und damit hinsichtlich meines Gehalts von der Steuerpflicht befreit und reiche in den USA keine Steuererklaerung ein. Zudem besitze ich noch ein Girokonto und zwei Tagesgeldkonten in Deutschland. Hinsichtlich der Ertraege von diesen Konten zahle ich bisher Kapitalertragssteuer. Auf Nachfrage beim steuerlichen Info-Center wurde mir mitgeteilt, dass ich keine Steuererklaerung in Deutschland einreichen darf bzw. in Deutschland gezahlte Steuern erst nach Vorlage meines amerikanischen Steuerbescheids zurueck fordern kann. Einen solchen Steuerbescheid kann ich aber gar nicht beibringen, da ich aufgrund meiner Taetigkeit fuer dir Vereinten Nationen von der Entrichtung der Einkommenssteuer befreit bin.

    Wann kann bzw. muss ich tun, um sicher zu stellen, dass ich weder zu viel noch zu wenig Steuern zahle.

    Ich spiele momentan mit dem Gedanken zur Verwaltung meines noch in Deutschland befindlichen Kapitalvermoegens ein Depot zu eroeffnen (zum Erwerb von ETFs). Ist dies so ohne weiteres moeglich ohne einen staendigen Wohnsitz in Deutschland?

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    • Gregor sagt:

      Das ist eine spannende Frage und die Organisation des Ganzen wird vermutlich nicht besonders einfach sein.

      Leute, die eine Adresse in den USA angeben, dass muss noch nicht ein mal der steuerliche Wohnsitz sein, bekommen kein Wertpapierdepot eröffnet. Das ist nicht nur bei deutschen Banken der Fall. Das gilt für die meisten europäischen Länder. Die Handlungen von Politik und Verwaltung rund um US-FACTA haben in den letzten Jahren zu diesem Ergebnis geführt.

      Die Herausforderung für Sie wird es sein, eine Bank zu finden, die sich die Zeit nehmen möchte zu verstehen, dass Sie zwar vermutlichen einen Wohnsitz in den USA haben aber weder hier noch dort einer Steuerpflicht unterliegen. Für ein Girokonto wird das am einfachsten Funktionieren. Tagesgeldkonto auch, aber die Behandlung von Wertpapierdepots ist schon komplexer.

      Die Regelung von Einzelfällen ist für eine Bank entweder mit den heutigen programmieren Prozessen nicht möglich oder sehr teuer. Zudem kauft sich eine Bank damit stets Risiken ein (was Banken nicht besonders mögen). Vielleicht Fragen Sie bei sich im Kollegenkreis, welche Bank empfehlbar ist? Es kann sein, dass es spezialisierte Abteilungen für Personal aus diesen Behörden gibt. Ist sogar sehr wahrscheinlich! Unsere Spezialität sind deutsche Direktbanken. Diese konzentrieren sich vornehmlich auf standardisiertes Massengeschäft.

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  22. hans123123 sagt:

    Ich lebe seit 6 Jahren in Vietnam und werde einen Freelancer Job bei einer deutschen Firma beginnen.
    In Deutschland bin ich seit 2009 abgemeldet und demnach meines Verständnisses nicht mehr steuerpflichtig.

    Die Idee ist, dass ich eine monatliche Rechnung aus Vietnam an den deutschen Auftraggeber sende und dieser die Rechnung dann auf mein Deutsches Konto begleicht. Ist dies so einfach möglich?

    Die Frage ist nun wie ich eine Rechnung nach Deutschland stellen kann ohne in Vietnam (geschweige denn in Deutschland) Steuerhinterziehung zu begehen.

    Ich bin in Vietnam steuerpflichtig.

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    • Gregor sagt:

      Ja, das funktioniert gut und wird tausendfach am Tag praktiziert. Zum Steuerrecht in Vietnam kann ich natürlich nichts sagen, aber wenn Sie sich an internationale Standards halten wie Rechungsaussteller, Rechnungsempfänger, Leistungsbeschreibung, Leistungszeitraum, Datum, Steuernummer (Vietnam) dürfte nichts schief gehen 😉

      Sollte ihrem Rechnungsempfänger irgendetwas nicht gefallen, wird er es schon sagen.

      Nur zur Sicherheit: In Deutschland fällt keine Steuer an, weil Sie (Ihr Geschäft) sich im Ausland befindet und Sie die Dienstleistung im Ausland erbringen und auch sonst nicht der deutschen Steuerpflicht unterliegen (entnehme ich mal so der Anfrage). Im Übrigen begründet weder die Staatsbürgerschaft noch ein Bankkonto eine Steuerpflicht in Deutschland.

      Wünsche viel Erfolg mit Ihrem Business!

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      • hans123123 sagt:

        Hallo Gregor,

        besten Dank für die fixe und fundierte Antwort.

        Der Auftraggeber befindet sich in Deutschland und ich als Auftragnehmer sende eine Rechnung als Privatperson nach Deutschland. Ich verfüge über eine Vietnamesische Steuernummer.

        Ich verstehe Ihre Antwort so, dass praktisch der Bruttowert der Rechnung auf mein deutsches Konto überwiesen werden kann und ich dann selbst für die Besteuerung in Vietnam Sorge trage.

        Viele Grüße

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        • Gregor sagt:

          Wie vorhin geschrieben, kann ich keine Auskunft zum Steuerrecht in Vietnam geben 🙂 In vielen Ländern ist es aber so, dass Außengeschäfte nicht der Umsatzbesteuerung unterliegen. Hier kann aber ein auf internationales Steuerrecht spezialisierter Steuerberater einer bessere Auskunft geben. Wenn ja, bräuchte man nämlich keine VAT berechnen und diese würde auch nicht an den vietnamesischen Staat abgeführt werden. In dem Fall wäre die Brutto und Netto gleich auf der Rechnung.

          Die Gewinne des Geschäftsbetriebs – oder sonstige landestypische Abgaben – werden ausschließlich in Vietnam besteuert.

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  23. Veronika sagt:

    Guten Tag,

    Hier habe ich sehr viel hilfreiches erfahren – danke! habe aber dennoch zwei Fragen;

    1) Gibt es ein allgemeine gueltiges Formular „Steuerauslaendererklaerung“
    Bin auf kein Formular gestoßen, sondern auf ihre Seite.

    2) Reicht das italienische „certificato di residenza“ als Wohnsitznachweis aus?

    Ich bin langjaehrige Kundin der Hypovereinsbank und als ich ihnen meine neue itali. Adresse mitgeteilt habe ,haben sie mir mitgeteilt das sie diese Erklaerungen benoetigen.

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    • Redaktion sagt:

      Zu 1) Jede Bank macht ihre eigenen Formulare (falls welche überhaupt angeboten werden).

      Zu 2) Bitte fragen Sie ihre Bank. Als exterene Redaktion können wir nicht wissen, welche der mehr als 1.000 Banken in Deutschland welche internen Spielregeln haben. Lediglich bei den von uns dauerhaft beobachten Banken haben wir mittlerweile so einen Erfahrungsschatz, dass wir uns trauen definitive Aussagen zu machen.

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  24. Florian sagt:

    Hallo,
    ich bin in IT steuerpflichtig. Wenn ich nun Dividenden von deutschen Unternehmen bekomme ( BMW z.B. ) dann wird mir die ganze Kapitalertragssteuer und der Sol.zuschlag abgezogen. Wieviel kann ich davon in IT anrechnen lassen. Ich meine was von 15% gelesen zu haben ?

    Vielen Dank und Grüße

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    • Andreas Mayer sagt:

      Hallo Florian,
      nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Italien darf Deutschland auf Dividenden 15 % Quellensteuer einbehalten, auf Zinsen 10 % Quellensteuer. Sofern von der Bank zunächst mehr abgezogen wird, wird Ihnen dies auf Antrag vom Bundeszentralamt für Steuern erstattet.
      Gruß
      Andreas Mayer

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      • Florian sagt:

        Hallo Andrea,

        vielen Dank für die Antwort. Also kann ich 15% anrechnen in Italien und die 10% hole ich mir wieder zurück vom Bundeszentralamt für Steuern. habe ich das so richtig verstanden ?

        Viele Grüße

        FLorian

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  25. Stefan sagt:

    Guten Tag Zusammen,
    ich lebe und arbeite seit Jahren in Ungarn mit Wohnsitz und ungarischem Arbeitsvertrag, bin hier steuer und sozialpflichtig. In Deutschland habe ich meinen Bausparvertrag aufgelöst und die Bonuszinsen wurden mit Abgeltungssteuer, Solizuschlag und Kirchensteuer besteuert. Welche Möglichkeit habe ich als „Steuerausländer“ die Steuern zurückerstatten zu lassen?
    Vielen Dank
    Grüße
    Stefan

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  26. Paul sagt:

    Gelte ich schon als Steuerausländer, nur weil ich in den USA geboren bin, aber seit meinem 3. Lebensjahr in Deutschland wohne (nunmehr seit 50 Jahren) und nur den deutschen Pass Besitze? Meine Bank meint neuerdings, dass es so ist. Was ist da zu tun Jetzt?

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    • Gregor sagt:

      Lol! Am besten zu einer von Deutschlands besten Banken wechseln: https://www.deutscheskonto.org/de/besten-girokonten/ – dort können Sie sicher sein, dass man Sie mit solchen Dingen nicht belästigt.

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      • Paul sagt:

        Na, da wäre ich mir aber nicht so sicher. Die DKB hat mir bereits abgesagt, Kunden, die zwar Deutsche sind, aber in Amerika geboren, können kein Depot eröffnen…unfassbar und rechtlich sehr fragwürdig in meinen Augen!

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        • KarlOtto sagt:

          Rechtlich fragwürdig ist daran nichts. Niemand ist verpflichtet, mit dir einen Vertrag zu schließen. Das wird bei „Deutschlands bester Bank“ während des Anmeldevorgangs ja auch unmissverständlich geschrieben:

          DKB-Broker Prüfung

          Wir bitten um Verständnis, dass für US-Personen sowie Personen mit steuerlicher Ansässigkeit in Großbritannien, Australien, Kanada und Japan keine DKB-Broker-Depots eröffnet werden können.
          Die Inhalte dieser Internetseiten richten sich ausschließlich an deutschsprachige Interessenten, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt insbesondere in Deutschland, einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union mit Ausnahme von Großbritannien oder einem Mitgliedstaat der Europäischen Freihandelsassoziation (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) haben.

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  27. Melanie sagt:

    Guten Tag,
    ich lebe seit 3 Jahren in der Schweiz und bin in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. Ich habe derzeit noch Festgeld in Deutschland bei verschiedenen Banken liegen und KAP wurde abgeführt da sie bei Auslandsummeldung eine Kündigung/Auflösung des Kontos vorgenommen hätten. Nun habe ich gelernt dass ich diese Steuer nicht über die Steuererklärung zurückbekommen kann. Wie kann ich die gezahlte KAP zurückbekommen? Was ist genau zu tun?

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  28. Erik Sommer sagt:

    Hallo alle,
    Danke für ein intressantes Forum. Ich habe einige Fragen:

    Ich bin in Finnland wohnhaft, deutscher Staatsangehöriger und lebe nur aus Einkommen von Kapital (finnisches Privatunternehmen). Ich möchte mir jetzt eine Wohnung in Hamburg kaufen – nur für Selbstnutzung und für meine Tochter, so etwa 12-15 Wochen pro Jahr.

    Kann es sein, das die deutschen Steuerbehörden mich für wohnhaft in Deutschland sehen und dafür mein Einkommen in Finnland besteuern könnten?

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  29. Tom sagt:

    Guten Tag,

    Ich bin nun soweit dass ich von meinen Kapitalerträgen leben kann. Nun bereite ich alles vor um nach Malta umzuziehen. Eigentlich würde ich nur reisen aber das gibt Probleme mit den Banken. Ich hätte dann 2-3 Depots in Deutschland sowie eins in den Niederlanden. Kann ich in Deutschland dennoch unter Umständen auf Dividenden/Kursgewinne in Deutschland besteuert werden? In Deutschland kein Einkommen/Wohnung/Verträge etc. ( komplett die Zelte abgebrochen)

    Besten Dank im Voraus

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  30. Markus sagt:

    Guten Tag,

    ich bin vor über einem Jahr in die USA ausgewandert. Trotzdem komme ich für gelegentliche Worktrips nach Deutschland (2017 werden es ingesamt 13 Wochen sein). Ich arbeite auf Rechnung. Mein erster Trip liegt hinter mir und mir wurde die Einkommenssteuer und der Soli von meiner Rechnung abgezogen. Da ich offenbar versäumt habe, einen Antrag auf Steuerbereiung zu stellen. Wo, wie, was konnte mir aber niemand so richtig beantworten. Ich werde hier in den USA jetzt erneut Steuern bezahlen müssen. Wie kann ich das für meine zukünftigen Trips vermeiden? Wo muss ich solch einen Antrag stellen/wie heißt dieser Antrag?

    Vielen Dank im Voraus

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  31. James Turner sagt:

    Hallo,

    ich habe die englische Staatsangehörigkeit; lebe seit über 50 Jahren in Deutschland und habe hier immer gearbeitet. Beziehe eine kleine Rente von England. Bin ich in England oder in Deutschland steuerlich ansässig?
    Vielen Dank.
    James

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  32. Marion sagt:

    Hallo.
    Ich lebe in Paraguay und bin nicht mehr in Deutschland gemeldet.
    In Deutschland habe ich jetzt ein Mietshaus.
    Wie und wo werden diese Mieteinnahmen versteuert?

    Vielen Dank im Voraus.
    MfG

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    • Sebastian sagt:

      Mieteinnahmen aus Deutschland sind immer in Deutschland steuerpflichtig. Steuerausländer müssen höchstens 25% abführen, können bei geringerem Verdienst auch die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland beantragen mit den Konsequenzen, dass man von den Freibeträgen und geringeren Eingangssteuersätzen Gebrauch machen kann.

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  33. Ralf H sagt:

    Guten Abend an alle Interessenten, Expats und Steuerausländer,
    bei der DKB hat es eigentlich immer gut funktioniert als Steuerausländer geführt zu werden. Nach einer Wohnsitzänderung nach Saudi Arabien vor ca. 6 Monaten wurden mir überraschend und ohne Angabe von Gründen alle Konten, Giro & Depot, gekündigt. Auskünfte hat die DKB beharrlich verweigert. Nun gut…
    Also bin ich zur ComDirect umgezogen. Das verlief problemlos bis zum ersten Termin einer Dividendenausschüttung. Nachdem die ComDirect Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag abgeführt hatte, wurde mir auf meine Reklamation folgendes mitgeteilt:

    „Sie werden bei comdirect bereits als Steuerausländer geführt.
    Steuerausländer sind in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. …
    Veräußerungsgewinne sowie alle Zinserträge werden ohne Abzug von Steuern gutgeschrieben. Dividenden von in Deutschland ansässigen Kapitalgesellschaften werden mit vollem Steuerabzug (Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag) versehen. Somit ist der Steuerabzug in diesem Fall korrekt erfolgt.“

    Soweit ich weiss, ist diese Antwort aber FALSCH und steht im direkten Widerspruch mit der Aussage auf dieser Seite, ganz oben
    Hat vielleicht jemand aus dem Forum (oder die Redaktion) noch einen Tipp wie das richtig gestellt werden kann? Oder haben sich die Vorschriften geändert?
    Vielen Dank

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    • Siebenbuergener Sachse sagt:

      Hallo Ralf,

      seit dem ich Steuerauslaender bin, hatte ich nach der ersten Dividendenausschuettung dieselbe Frage an meine Bank. Die Aussagen hier oben im Forum ueber Steuerauslaender, sind etwas vereinfacht dargestellt und geben den Sachverhalt der Dividenden fuer in Deutschland ansaessige Kapitalgesellschaften nicht korrekt wieder. Somit hat deine Bank leider Recht, wie du hier im folgenden Text ganz unten im letzten Absatz fuer Steuerauslaender nachlesen kannst.

      Mit besten Gruessen

      https://www.steuernetz.de/lexikon/welche-kapitalertraege-der-abgeltungsteuer-unterliegen

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      • Ralf sagt:

        Ganz herzlichen Dank für die Auskunft!

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      • Georg sagt:

        Ich hoffe das kann jemand nochmals auführlich erläutern.
        Also wenn ich Steuerausländer bin und inländische Aktien in meinem deutschen Depot halte, dann zahle ich 15% Quellensteuer auf meine Dividende. Habe ich nur ausländische Aktien in meinem Depot, zahle ich dann Quellensteuer? Bitte um Antwort.

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  34. Robert Bloom sagt:

    Guten Tag,
    hätte da auch mal eine Frage zum Thema Steuerausländer. Ich habe einen Wohnsitz in Deutschland, bin aber mehr als 183 Tage im Ausland (Ägypten). Ich habe ein Einkommen (Lizenzgebühren aus Erfindungen) in Deutschland, die das Unternehmen, von dem ich die Lizenzgebühren erhalte auch vorab -wie Einkommenssteuer- versteuert. Zusätzlich habe ich aber auch Zinserträge in den Baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen), die ich nachträglich in meiner Einkommenssteuer angebe und diese dann auch mit 25% Kapitalertragsteuer versteuere, sowie ein Depot bei der DKB mit Aktienfonds, bei denen ich natürlich auch Dividenden erhalte und Kursgewinne realisiere. Wäre in meinem Fall nun der Tatbestand des Steuerausländers ebenfalls gegeben? Für die Antwort danke ich schon mal im voraus.

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    • Redaktion sagt:

      Möchten Sie wirklich einen Tipp von einem Banking-Portal? Unser Rat: Lassen Sie sich individuell auf Ihre Situation von einem Steuerexperten mit Schwerpunkt internationales Steuerrecht beraten. Das wäre eine gute Investion bevor Sie wegen eines „Tipps aus dem Internet“ in Schwierigkeiten geraten. 🙂

      VN:F [1.9.22_1171]
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  35. U.Berrouet sagt:

    Guten Tag,
    Ich bin Deutsche, aber lebe und arbeite seit 20 Jahren in Frankreich, bin somit Steuerausländer.
    Eine vererbte Investition aus Deutschland hat mir einen Veräusserungsgewinn in 2014 beschert, der jetzt erst berechnet wurde, in 2018.
    Das deutsche Finanzamt fordert nun von eine Steuererklärung in D für das Jahr 2014 zu machen und den Gewinn als „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ anzugeben.
    Wenn ich das in Deutschland tue, dann wird meine damalige Einkommensituation nicht niteinbezogen, ist das rechtens?

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  36. Hildegard sagt:

    Guten Tag,

    ich arbeite seit fast 4 Jahren in Luxemburg. Jetzt habe ich meinen Wohnsitz in Deutschland aufgegeben und bin zu meinem Freund nach Luxemburg gezogen. Jetzt verlangen die Banken von mir, dass ich meinen Steuerausländerstatus ändere, also ab sofort Steuerausländer bin.
    Was passiert aber dann mit meinem Aktiendepot bei einer deutschen Bank und mit den da enthaltenen steuerfreien Kursgewinnen bei einem möglichen Verkauf?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

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  37. Stefan sagt:

    Hallo,

    Können Sie eine kostengünstige (!) Bank benennen, die für Steuerausländer mit Wohnsitz Brasilien Konto bzw Depot für ETF Sparplan eröffnet? Bei comdirekt und onvista erhielt ich abschlägige Bescheide hierzu.

    Danke!

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    • anam sagt:

      Da bleibt eigentlich nur die DKB. Ich lebe seit ein paar Jahren in Südkorea und hatte das gleiche Problem. Die comdirect lehnt Anträge aus Nichteuropäischen Ländern grundsätzlich ab (was Dich aber nicht abhalten sollte, es trotzdem zu versuchen, schließlich hat sie ein hervorragendes etf Angebot). Danach bleibt dann für Auslandsdeutsche nur noch die DKB übrig, die ja auch ein gutes etf Angebot hat und darüber hinaus eine exzellente Bank ist. Bei der Eröffnung verlangt die DKB eine Bestätigung Deiner Adresse im Ausland, also bei Dir Deine Anschrift in Brasilien. Bei mir war damals meine Hausbank in Korea dabei hilfreich. Viel Erfolg!

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      • Stefan sagt:

        Hallo anam,

        Besten Dank für Dein Feedback. Ich habe gestern via Internet einen Antrag bei DKB gestellt. Bin gespannt , wie es weiter geht. Werde das Forum auf dem Laufenden halten.

        Besten Gruß aus Brasilien!

        Stefan

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        • Andreas sagt:

          Hallo Stefan,

          falls die DKB nicht mitspielt könntest du es bei Flatex.at, oder Flatex.de probieren. Die Gebührenstruktur wäre günstiger als das Depot bei der DKB.

          Bei der Kontoeröffnung kannst du Brasilien als Meldeadresse angeben. Weitere Infos könntest du ggbf beim Broker direkt erfragen.

          LG Andreas

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    • Sabine sagt:

      Dazu habe ich eine ganz andere Frage: Warum möchten Sie unbedingt deutsche EFT-Sparpläne bei deutschen Banken besparen (gilt auch für den Euro-Raum)?- Wenn der Euro crasht, kann die EZB den Handel mit solchen ETF’s aussetzen bis sich die Lage beruhigt hat. Dumm nur, dass sie dann weniger wert sind, nur weil man nicht rechtzeitig verkaufen konnte.

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      • Stefan sagt:

        Hallo Sabine,

        Internationale bzw weltweise ETFs sind in Brasilien nur schwer bzw. Nur zu sehr hohen Bank-/ Depotgebühren zu bekommen. Ausserdem möchte ich zukünftige Wechselkursrisiken der brasilianischen Währung gegenüber USD/EUR kostengünstig reduzieren. Bessere Ideen?

        Besten Gruss aus Brasilien!

        Stefan

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  38. Hildegard sagt:

    Guten Tag,

    ich bin deutscher Staatsbürger und arbeite seit Jahren in Luxemburg. Jetzt habe ich meinen Wohnsitz in Deutschland aufgegeben und bin nach Luxemburg gezogen. Meine Hausbank in Deutschland (Sparkasse) und die DKB (Kreditkarte) verlangen jetzt von mir, dass ich meinen Steuerausländerstatus ändere, also ab sofort Steuerausländer bin.
    Was passiert aber dann mit meinem Aktiendepot bei der Sparkasse und mit den darin enthaltenen steuerfreien Kursgewinnen bei einem möglichen Verkauf der Aktien?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

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    • KarlOtto sagt:

      Liebe Hildegard, auch wenn Sie jetzt schon zum zweiten Mal fragen:
      Möchten Sie wirklich einen Tipp von einem Banking-Portal? Unser Rat: Lassen Sie sich individuell auf Ihre Situation von einem Steuerexperten mit Schwerpunkt internationales Steuerrecht beraten. Das wäre eine gute Investition bevor Sie wegen eines „Tipps aus dem Internet“ in Schwierigkeiten geraten. 🙂

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  39. Sarah sagt:

    Guten Tag,
    ich bin Deutsche, lebe und arbeite aber seit 6 Jahren in der Schweiz (habe auch noch nie in Deutschland gearbeitet). Ich möchte nun gerne ein Aktien- bzw. ETF-Depot einrichten und frage mich ob ich angehalten bin dieses in der Schweiz zu eröffnen. Wenn ich es in Deutschland eröffne, müsste ich die Steuern dafür in der Schweiz abführen, oder? Ich kann nicht sicher herausfinden, was da der richtige und günstigste Weg wäre und hoffe Sie können mir helfen.

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  40. Walter Schmid sagt:

    Ich bin namibischer Staatsbürger und lebe in Namibia. Da mein Vater Österreicher war und meine Mutter Deutsche, habe ich neben einem namibischen Pass auch einen österreichischen Pass. Meine Fragen:
    a) kann ich als Namibier in Deutschland ein Girokonto und ein Depotkonto eröffnen?
    b) kann ich beides online führen?
    c) werde ich als Steuerausländer besteuert?
    d) oder bleiben die Kapitaleinkünfte (Kursgewinne, Kursverluste, Dividenden, Zinsen) steuerfrei, weil ich Steuerausländer bin.
    e) Bei welchen Banken sind Kontoeröffnungen nach a) möglich?
    Für eine Beantwortung meiner Fragen – auch einzelner Fragen – wäre ich sehr dankbar. Da ich in Namibia lebe, kann ich nicht nach Deutschland kommen, um mich zu informieren. Vielen Dank.
    Walter

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    • Gregor sagt:

      Hallo Walter,

      a) ja, wenn Sie eine Bank finden, die Ihnen das ermöglicht (es gibt keine deutschen Banken, die in Afrika nach Kunden suchen)
      b) ja, das ist Standard in Deutschland
      c) nein, außer so etwas wie Quellensteuer – das liegt in der Natur der Sache
      d) siehe c)
      e) am einfachsten wird es wohl hier sein: https://www.deutscheskonto.org/de/dkb-kontoeroeffnung-trick/ … aber ich muss zugeben, dass deutsche Banken in den letzten Jahren zurückhaltender geworden sind, was Kontoeröffnungen aus dem Ausland betrifft. Man schaut genauer hin. Das heißt prinzipiell ist eine Kontoeröffnung / Depoteröffnung möglich, ist aber stets eine Einzelfallentscheidung der Bank bzw. des Bankcomputers. Viel Glück!

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      • Walter Schmid sagt:

        Lieber Gregor,
        vielen Dank für die Antwort. Vielleicht wurde ich falsch verstanden. Denn
        a) ich möchte bei einer deutschen Bank Girokonto und Depotkonto eröffnen.
        b) und das sollte ich ja von Namibia per Internet verwalten können (Käufe, Verkäufe usw.).
        c) und ich könnte dann ja wohl in meinem Postfach dann die Dokumente abrufen und in Namibia ausdrucken.
        Klar: mir schwebt dabei durchaus vor, das Konto bei der DKB zu eröffnen. Wenn ich weiß, wie ich das bewerkstelligen soll.
        Herzliche Grüße
        Walter

        PS:
        für diesen4Schriftverkehr nutze ich
        meine deutsche Mailadresse

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        • Gregor sagt:

          Hier geht es zum Online-Antrag ► http://www.dkb.de/privatkunden/broker (der Kontoeröffnungsprozess ist ziemlich selbsterklärend, sonst gerne fragen unter den verlinkten Artikel)

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          • Walter Schmid sagt:

            Lieber Gregor,
            vielen Dank für die letzte Mail. Diese (indirekte) Antwort ist klar, der Link auch, ich werde es einfach probieren. Alles Weitere wird sich ergeben. Ich habe ja schließlich zwei Möglichkeiten (Namibia, Österreich).
            Freundliche Grüße
            Walter Schmid

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  41. Thomas sagt:

    Guten Tag

    Wenn ich in Deutschland respektive in Lörrach als Schweizer eine Immobilie kaufe und vermiete gilt dann für mich ebenfalls ein Freibetrag bezüglich der Einkommenssteuer oder muss ich den Gesamtbetrag der Mieteinkommen vollumfänglich innerhalb von der Gemeinde Lörrach versteuern?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüsse

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    • Sebastian sagt:

      Im Normalfall findet eine Steuerausscheidung statt. Beispiel:

      Einkommen DE = 50k (20%)
      Einkommen CH = 200k (80%)
      => Einkommen total = 250k

      Berechnung der Steuerschuld:

      Steuern DE auf 250k = 100k
      Steuern CH auf 250k = 50k

      Steuerausscheidung:

      Zu bezahlen DE = 20% Steuerschuld = 20k
      Zu bezahlen CH = 80% Steuerschuld = 40k

      Frage aber lieber selber beim Finanzamt nach, es kann sein, dass es noch Tricks gibt. (Ein Trick ist, die Immobilie auf eine Firma zu kaufen, dann kann man mit Dividenden noch spielen.)

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    • stefsch sagt:

      In D muß man in der Gemeinde eigenlich nichts versteuern, wenn man von der Grundsteuer „B“ mal absieht. An die Gemeinde gehen meistens auch die Grundbesitz-Abgaben für Straßenreinigung, Abwasser, Müll usw.
      Wie man als Schweizer eine Einkommensteuererklärung (für die Mieteinahmen) macht, weiß am Besten das nächstliegende Finanzamt…da gibt es bestimmt ein Doppelbesteuerungs(-Verhinderungs)-Abkommen mit der Schweiz.

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  42. Igor sagt:

    Hallo ..wennSteuerauslaender in Deutschland Immobilie besitzt..und verkauft. Muss er den Spekulationssteuer zahlen und wo ? Wenn ja ..wie kann man dies umgehen ?

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    • Sebastian sagt:

      Schau bitte das DBA an. In den meisten Fällen werden Immobilien am Ort der Immobilie versteuert und nicht am Ort des Inhabers. Dies gilt zum Beispiel auch für Mieteinkünfte, Investitionen in Rennovationen oder USt. bei Rennovationen und Bau.

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  43. Manfred sagt:

    Guten Tag zusammen,

    ich bin Deutscher und lebe seit knapp 2 Jahren in der Schweiz. Ich besitze ein Depot in Deutschland (Sbroker) inklusive Dividendeneinkünften & Kursgewinnen. Zudem habe ich weiterhin auch eine deutsche Adresse (da mir der Sbroker ansonsten das Depot kündigen würde – Steuerausländerschaft bei ihnen nicht möglich).

    Gibt es in diesem Fall die Möglichkeit, jährlich die in Deutschland gezahlten Steuern über die Steuererklärung in der Schweiz zurückzufordern? Wenn ja, in voller Höhe?
    Ich würde somit in Kauf nehmen, jedes Jahr erneut die Steuern zurückfordern zu müssen ohne meinen Wohnsitz in Deutschland abzumelden, damit mein Depot nicht gekündigt wird.

    Ueber hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank vorab und viele Grüsse

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  44. daniel sagt:

    Guten Tag Manfred,

    dafür sehe ich zwei Möglichkeiten.
    1. Du suchst Dir eine Bank, die auch Depots für Leute mit Wohnsitz in der Schweiz anbieten, wie z.B. comdirect. Damit könntest Du Deinen Wohnsitz in Deutschland aufgeben.
    2. Du erkundigst Dich bei der kantonalen Steuerbehörde oder einem Treuhänder dazu. Da ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland besteht, erwarte ich, dass Du keine Doppelbesteuerung erfahren solltest.

    Freundliche Grüsse

    Dniel

    VA:F [1.9.22_1171]
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  45. Sebastian sagt:

    Lieber Manfred

    Schau mal hier nach:
    https://www.cash.ch/news/top-news/ausland-aktien-wie-fordere-ich-steuern-auf-auslaendischen-dividenden-zurueck-1095541

    1. Du kannst 15% der Steuer in der Schweiz anrechnen lassen.
    2. Du kannst 85% erstatten lassen, dies muss aber in Deutschland die Depotbank machen.

    Ich würde dir empfehlen einen anderen Broker zu suchen.

    Grüsse
    Sebastian

    VA:F [1.9.22_1171]
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  46. Nane sagt:

    Guten Tag Herr Mayer,
    ich lebe seit Febr. 2018 in den USA und habe dieses Jahr (2019) meine noch verbleibende Fondsgebundene Rentenversicherung in Deutschland verkauft.
    Obwohl ich denen mitgeteilt habe, dass ich in den USA steueransässig bin (W9 Formular) und kein Bezug zu D habe, haben diese beim Verkauf Kest und Soli an das deutsche Finanzamt abgeführt. Ihre Begründung war, dass ich ja ein deutsches Konto (DKB) für die Übeweisung angegeben hab und eine öst. Adresse (von meinen Schwiegereltern, um die POst schneller zu bekommen).
    Nun meine Frage, war das rechtens, dass Sie Kest und Soli an das dt. Finanzamt abgeführt haben obwohl ich ihnen das W9 Formular geschickt hab/ dass ich in USA steueransssig bin?
    Und die wichtigere Frage, wie kann ich mir die KEst und Soli zurückholen als Steuerausländer?
    Der eine Link, den Sie weiter oben angeführt haben, hat leider einen 404 Fehler.

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!

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  47. Britta sagt:

    Hallo,
    wir leben seit mehreren Jahren in China. Unser Wohnsitz in D ist abgemeldet, mein Mann zahlt aber über seinen Arbeitgeber teilweise Steuern in D. Können wir für unsere Kinder die Abgeltungssteuer auf Bausparzinsen und normale Zinsen von Tagesgeldkonten oder Depots (hauptsächlich inländische Aktien) zurückfordern? Der Freibetrag wurde nicht ausgeschöpft. Geht das auch rückwirkend für mehrere Jahre (Steuererklärung wurde jedes Jahr gemacht)?
    Vielen Dank für Ihre Antworten im Voraus.

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • Sebastian sagt:

      Hallo Britta

      Ich glaube nicht, dass dies der richtige Ort ist, für Steuerthemen dieser Art. Dafür sollten Sie einen Steuerberater kontaktieren.

      Abgesehen davon, was soll „teilweise Steuern bezahlen“ bedeuten? Also entweder bezahlt man sie doch oder eben nicht. Ohne Wohnsitz in D ist man ja auch nicht steuerpflichtig.

      Weiter ist nicht klar, warum Abgeltungssteuern erhoben werden, wenn kein Steuerwohnsitz besteht. Das müsste ja auch geklärt werden.

      Mein Geheimtipp in diesem Fall: Rufen Sie einfach beim Finanzamt an, die wissen oft sehr gut Bescheid und dies auch kostenlos. Beratung machen die nicht, aber wenn Sie fragen: „Hallo, wie kann ich XY zurück fordern?“ dann bekommen Sie oftmals sehr schnell die korrekte Anweisung oder eben die Antwort, dass es nicht möglich ist. Weitere Tipps, wie es doch geht, dürften Sie aber nicht erhalten, da die Beamten eben keine Beratung machen dürfen.

      Ich hoffe, dies hilft. Geniessen Sie China!h

      VA:F [1.9.22_1171]
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  48. stefsch sagt:

    Dies ist KEIN Steuerberatungsforum! Bei solch komplexen Steuerkonstellationen kann man das auf keinen Fall (auch ohne mehr Details: leben die Kinder auch in China oder in D?) verbindlich online klären.
    1. wenn der Freibetrag in D nicht ausgeschöpft wurde, wurden auch keine Steuern gezahlt und können/müssen auch nicht erstattet werden.
    2. sollte der Freibetrag in Zukunft überschritten werden (die Einkünfte aber nicht mehr als ~9000€/Jahr betragen), könnte man für die Kinder auch eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim FA beantragen

    VA:F [1.9.22_1171]
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