Finanzbuch-Autor Michael Brückner plaudert aus dem Nähkästchen

Schufa-Score verbessern und was jeder über die Schufa wissen sollte

Ob Konto, Kredit, Handy- oder Leasingvertrag: Wer über ein schlechtes Schufa-Profil verfügt, hat in der Regel schlechte Karten.

Doch welche Daten sammelt diese geheimnisumwitterte Auskunftei? Wann müssen negative Eintragungen gelöscht werden? Und vor allem: Was kann man tun, um sein Schufa-Score zu verbessern? Diese und weitere Fragen beantwortet unser folgender Beitrag.

Frage des eigenen Standpunktes: Daten-Monster oder Schutzfunktion?

Für die einen ist sie ein regelrechtes Daten-Monster, das rund drei Viertel aller Deutschen mit zum Teil sehr sensiblen Informationen erfasst hat.

Die anderen schätzen sie als verlässliche Auskunftei über die Bonität von Kunden, um Forderungsausfälle zu vermeiden und die Bürger letztlich auch vor Überschuldung zu bewahren: Die Schufa Holding AG ist umstritten – und wird von manchen gefürchtet.

Kein Wunder, denn eine schlechte Schufa-Auskunft kann ausreichen, um einem Kunden einen Dispokredit oder einen Handy-Vertrag zu verweigern. Und vom mysteriösen Scorewert können die Konditionen bei einer Baufinanzierung abhängen.

Mit einer positiven Schufa-Auskunft auf der Grundlage eines guten Scorewertes hingegen haben Sie gute Aussichten auf günstigere Konditionen und einen relativ einfachen Zugang zu Krediten.

Geheimnisumwitterter Scorewert

So geheimnisumwittert die Ermittlung des Scorewertes auch sein mag, so einfach erscheint seine Interpretation. Er gibt schlicht und einfach an, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie Ihren Kredit pünktlich und vollständig zurückzahlen.

Das heißt, bei einem Scorewert von beispielsweise 98 Prozent beträgt das Risiko eines kompletten oder teilweisen Forderungsausfalls für die Bank lediglich zwei Prozent.

Das bedeutet der Schufa-Score wirklich!

Insofern ist der Scorewert in etwa vergleichbar mit den Bonitätsratings, mit denen Unternehmen und Staaten bewertet werden. Deutschland zum Beispiel hat mit AAA (Triple A) die höchste Bonitätsnote, Griechenland wies angesichts eines sehr hohen Kreditrisikos im Mai 2015 nur noch die Note Caa2 und damit Ramschniveau auf (Quelle: Moody’s).

Sagen Sie selbst: Welchem potenziellen Kreditnehmer würden Sie eher ein Darlehen geben – einem höchst zuverlässigen Schuldner, der pünktlich Tilgungsraten und Zinsen überweist, oder aber einem Schuldner kurz vor der Insolvenz?

Sicher eine rhetorische Frage. Um überhaupt noch an Geld zu kommen, muss der schlechte Schuldner seinen Gläubigern erheblich höhere Zinsen zahlen – die sogenannte Zitterprämie. Es ist also grundsätzlich im Interesse jedes Schuldners, ein positives Rating oder einen entsprechenden Scorewert aufzuweisen.

Die gute Nachricht: Sie können Ihr Schufa-Image gezielt optimieren, wenn Sie ein paar Hinweise beachten und Fallen umgehen. Auch eine aktuell eher mittelmäßige Schufa-Auskunft lässt sich dadurch innerhalb von ein paar Monaten aufpolieren.

Doch schauen wir uns zunächst an, wer eigentlich hinter der Schufa steckt und für welche Daten sich diese „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“, wie der volle Namen des Unternehmens lautet, interessiert.

Zunächst: Die Schufa ist keine Behörde, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen in Form einer Aktiengesellschaft. Zu den Aktionären gehören Banken, Sparkassen, Handelsunternehmen und andere Dienstleister, die von der Schufa Informationen zur Bonität Dritter bekommen.

Welche Daten werden gespeichert?

Gespeichert werden bei der Schufa zunächst allgemeine Angaben zu Ihrer Person. Dazu gehören zum Beispiel die aktuelle und frühere Adressen, Ihr Geburtsort und Ihr Geburtstag.

Im zweiten Register befinden sich schon sensiblere Daten, wie etwa Ihre Bankverbindungen, Kreditkarten, Leasingverträge sowie Daten über laufende oder abbezahlte (!) Kredite.

Im dritten Register wird es dann richtig brisant. Dort sind alle Informationen über Zahlungsstörungen gespeichert. Dazu zählen geplatzte Schecks, Mahnverfahren, Insolvenzen, Eidesstattliche Versicherungen (früher „Offenbarungseid“) und Vollstreckungsbescheide. Wer hier einen negativen Eintrag aufweist, hat lange Zeit ziemlich schlechte Karten.

Arbeitet auch das Finanzamt mit der Schufa zusammen?

Was passiert mit Steuerschulden? Da die Finanzämter keine Vertragspartner der Schufa sind, erfolgt bei Schulden beim Fiskus kein Eintrag.

Das kann sich aber im Fall einer Kontopfändung schnell ändern. Dann nämlich meldet die Bank den Vorgang. Auch wenn ein Steuerbürger eine Eidesstattliche Versicherung abgeben muss, erfährt die Schufa davon.

Konten und Kredite auch bei schlechter Schufa-Auskunft

Aber auch bei einem Worst Case hat man einen Anspruch auf ein Girokonto – allerdings nur auf Guthabenbasis, das heißt, es darf nicht überzogen werden.

Grundlage hierfür ist die freiwillige Selbstverpflichtung der Geldinstitute im Zentralen Kreditausschuss vom 20. Juni 1995. Die Sparkassen wiederum sind in vielen Bundesländern aufgrund der Sparkassengesetze sogar verpflichtet, allen ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen.

Ein negativer Schufa-Eintrag muss auch nicht unbedingt den Weg zu einem Kredit versperren. Wer bei deutschen Instituten abblitzt, kann sein Glück zum Beispiel bei der Liechtensteiner Sigma-Bank probieren. Sie macht die Kreditvergabe nicht von der Schufa abhängig, sondern beurteilt die Bonität der Kunden nach anderen Kriterien.

Girokonto und Kredit trotz negativer Schufa möglich!

Nachteile: Erstens sind die Zinsen deutlich höher als zum Beispiel bei einer Direktbank und zweitens vergeben die Liechtensteiner vor allem nur kleinere Darlehen.

Anleitung: So verbessern Sie Ihren Schufa-Score

1. Schritt: Kostenlose Selbstauskunft anfordern

Bevor Sie Ihr Schufa-Profil optimieren, müssen Sie wissen, was der Big Brother der Auskunfteien über Sie gespeichert hat.

Nichts einfacher als das: Sie haben nach Paragraph 34 Bundesdatenschutzgesetz das Recht, einmal pro Jahr eine kostenlose Eigenauskunft anzufordern. Ganz gleich, ob Sie als deutscher Staatsbürger im In- oder Ausland leben und in Deutschland Konten unterhalten oder dort zum Beispiel Online-Geschäfte abwickeln.

Das Formular zur Bestellung dieser Eigenauskunft können Sie sich unter folgendem Link in Deutsch, Türkisch und Englisch herunterladen:

www.meineschufa.de/index.php?site=11_3_1

Füllen Sie dieses Formular vollständig aus (Vorsicht: Im unteren Kasten nicht die Option „Alternativ: Bestellung Bonitätsauskunft“ ankreuzen, sonst entstehen Kosten) und senden Sie es zusammen mit einer Kopie Ihres Personalausweises (Vorder- und Rückseite) per Post an folgende Adresse:

Schufa Holding AG, Postfach 102566, 44725 Bochum.

Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit müssen dem Formular eine Kopie ihres Reisepasses und eine Kopie der Meldebescheinigung beifügen.

2. Schritt: Akribisch prüfen, gegebenenfalls widersprechen

Sobald Sie Ihre Selbstauskunft erhalten haben, prüfen Sie akribisch die dort enthaltenen Daten. Vor allem sollten Sie natürlich auf eventuell vorhandene negative Merkmale achten.

Wichtig: Die Schufa ist verpflichtet, falsche Informationen in Ihrem Profil umgehend zu löschen oder zu korrigieren.

Falls Sie unrichtige Eintragungen entdecken, wenden Sie sich möglichst umgehend an die Schufa. Legen Sie dar, welchen Sachverhalt Sie beanstanden und begründen Sie dies. Verweisen Sie abschließend auf Ihren gesetzlichen Widerrufsanspruch.

Wird die Löschung nicht vorgenommen, obwohl Sie überzeugt sind, im Recht zu sein, empfiehlt es sich, einen Anwalt einzuschalten und Ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.

Schadensersatz bei Folgen von Falschauskunft möglich

Eventuell stehen Ihnen dann sogar Schadenersatzansprüche wegen der Gefährdung Ihrer Kreditwürdigkeit und Nachteilen für Ihren Erwerb und Ihr Fortkommen nach Paragraph 824 Abs. 1 BGB zu. Doch soweit muss der Streit erst gar nicht eskalieren. In den meisten Fällen werden fehlerhafte Eintragungen sofort korrigiert.

Was aber, wenn negative Einträge enthalten sind, die zu Recht bestehen?

Dann bleibt nur noch, die Löschung nach Ablauf bestimmter Fristen abzuwarten. Denn die Schufa darf Negativ-Merkmale nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag speichern. Grundsätzlich kann die Löschung solcher Einträge erst nach Ablauf des dritten Jahres nach dem relevanten Vorgang erfolgen. Allerdings gibt es eine Reihe von Ausnahmen:

  • Normalerweise bleiben Kredite bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der vollständigen Rückzahlung gespeichert.

    Bei Kleinkrediten bis 2000 Euro ist mitunter jedoch eine frühere Löschung möglich, sofern die Schulden getilgt sind. Sollte ein solcher Kleinkredit noch in Ihrem Schufa-Profil enthalten sein, bitten Sie einfach um eine vorzeitige Löschung. Schon dadurch verbessert sich Ihr Scorewert.

  • Angaben über Anfragen (zum Beispiel bei der Eröffnung eines Girokontos) werden nach zwölf Monaten gelöscht. Die Schufa darf sie jedoch bereits nach zehn Tagen nicht mehr in Auskünften bekannt geben.
  • Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften muss die Schufa nach drei Jahren löschen, sofern die Forderungen komplett beglichen sind. Daten aus den Schuldnerverzeichnissen (Eidesstattliche Versicherung, Haftbefehl zur Erzwingung einer Eidesstattlichen Versicherung) werden ebenfalls nach drei Jahren gelöscht.

Wichtig: Kontrollieren Sie die Datenlöschung, indem Sie einmal pro Jahr die erwähnte Selbstauskunft anfordern. Denn nach Erkenntnissen der Verbraucherzentrale Bremen bleiben häufig veraltete Daten im Bestand.

Das Schufa-Profil gezielt verbessern

Was können Sie aber tun, um sozusagen proaktiv Ihr Schufa-Image und Ihren Scorewert zu verbessern? Wie genau dieser Scorewert von der Schufa ermittelt wird, bleibt ein gut gehütetes Geschäftsgeheimnis. Sogar der Bundesgerichtshof hat diese Geheimniskrämerei in einem Urteil vom 28. Januar 2014 ausdrücklich abgenickt.

8 Tipps zum Verbessern des Schufa-Scores

Dennoch haben in vertraulichen Gesprächen mit dem Autor viele erfahrene Banker und Schuldnerberater aus dem Nähkästchen geplaudert und einige Tipps verraten, wie man seinen Schufa-Basisscore optimieren kann:

  1. Unterhalten Sie nicht mehr Girokonten als unbedingt erforderlich. Wechseln Sie nicht unnötig mit Ihrem Girokonto von Bank zu Bank.
  2. Kündigen Sie unnötige Kreditkarten.
  3. Nutzen Sie bei Kreditkarten nicht die Teilzahlungsfunktion, obwohl manche Banken ihren Kunden diese Option wegen der vergleichsweise hohen Zinsen gern aufschwatzen.
  4. Nehmen Sie Ihren Dispokredit nur sehr kurzfristig in Anspruch.
  5. Ein hoher Dispo-Rahmen erhöht zwar Ihre Bonitätseinschätzung, aber nur, wenn Sie ihn nicht oder nur sehr selten in Anspruch nehmen.
  6. Vermeiden Sie mehrere Kreditanfragen, vor allem bei der Baufinanzierung. Informieren Sie sich stattdessen in entsprechenden Vergleichsportalen im Internet über die Konditionen.
  7. Verlieren Sie nicht den Überblick über Ihre Handyrechnungen.
  8. Zahlen Sie Ihre Rechnungen pünktlich (bei seriösen Geschäftspartnern empfiehlt sich das Lastschriftverfahren).

Wenn üble Geschäftemacher mit der Schufa drohen

Unseriöse Geschäftemacher – zum Beispiel die Betreiber der berühmt-berüchtigten „Abofallen“ im Internet – drohen gern mal mit einer Meldung an die Schufa, wenn sich ihre Opfer nicht bereitwillig abzocken lassen.

Dem hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 19. März 2015 jetzt einen Riegel vorgeschoben. Im konkreten Fall drohte ein Inkassounternehmen einem Kunden mit einer Mitteilung an die Schufa, sollte dieser die Zahlung weiter verweigern.

Dabei handelt es sich um eine sogenannte Einmeldung. Dadurch werde der Kunde unzulässig unter Druck gesetzt, urteilten jetzt die BGH-Richter (AZ: I ZR 157/13). Unternehmen müssten ihre Kunden ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Einmeldung durch „einfaches Bestreiten“ der Forderung gegenüber dem Gläubiger oder dem Inkassounternehmen verhindert werden könne.

Werde die Forderung vom Kunden bestritten, sei die Drohung mit einer Einmeldung rechtswidrig und unter Umständen sogar strafbar.

Neuer Ergänzungsartikel veröffentlicht!

Je nach dem wo Sie aktuell stehen, kann dieser Artikel für Sie eine Lösungsidee sein ► Schufa-Score steigt wieder: Kredit verbessert Schufa.

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Michael Brückner hat mehr als 60 Fachbücher, teil unter eigenen Namen teils als Ghostwriter veröffentlicht. Die meisten seiner Bücher haben mit Geld in den verschiedensten Formen zu tun ⇒ hier klicken um mehr erfahren!

Die drei besten Girokonten!

61 Kommentare zu “Schufa-Score verbessern und was jeder über die Schufa wissen sollte”

  1. Jonas sagt:

    Toller Artikel! Wird die Schufa auch über meinen Kreditrahmen auf Kreditkarten (z. B. bei der DKB VISA-Card) informiert? Falls ja, wirkt sich ein hoher Verfügungsrahmen günstig oder ungünstig auf den Schufa-Score aus?

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    • Gregor sagt:

      Das hängt von der Bank / Kreditkartengesellschaft ab. Wenn ich in meine eigene Schufa schaue, melden einige Anbieter die maximale Kreditlinie und andere nicht:

      Bildschirmfoto von Kreditlinien auf Kreditkarten bei der Schufa

      Bei der DKB sieht man lediglich, das eine Kreditkarte besteht, aber nicht die Höhe der Kreditlinie. So ist es auch bei der Comdirect Bank.

      Barclaycard und die ING-DiBa habend die Kreditlinie gemeldet.

      Ob die Höhe Auswirkung auf den Score-Wert hat, weiß ich nicht. Die Schufa ist da sehr zurückhaltend mit Auskünften.

      Für mich persönlich spricht eine hohe Kreditlinie dafür, dass die vergebende Bank den Kunden als bonitätsstark einschätzt.

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      • Sebastian sagt:

        Hallo Jonas, hallo Gregor,

        diese Aussage kann ich leider so nicht stehen lassen. Man könnte es natürlich positiv bewerten das die Bank einen Kreditrahmen bzw. Dispositionskredit einräumt. Fakt ist allerdings dabei, dass sich diese Kreditrahmen bei einer Bonitätsprüfung negativ auswirken, da der Kunde diese „Geldpuffer“ jederzeit und ohne weitere Prüfung in Anspruch nehmen kann. Somit muss man davon ausgehen das die monatliche Belastung ohne neuen „Kreditvertrag“ entsprechend höher zu bewerten ist (unabhängig von der eigentlichen Inanspruchnahme). Der Kunde hat rechnerisch gesehen weniger Geld im Monat zur Verfügung um einen Ratenkredit zu bedienen.

        Desweiteren empfehle ich nicht die Löschung von abgezahlten Altkrediten. Ein abgeschlossener Kredit hat positive Auswirkung, da die Zahlungsmoral positiv nachgewiesen wurde.

        Fixtives Beispiel:
        Stellen Sie sich vor ein Bekannter hat Geldsorgen und kommt zu Ihnen um sich abermals 1000€ von Ihnen zu leihen, dies hat er bereits 3x gemacht und dabei jedesmal wie abgesprochen alles pünktlich zurückgezahlt.
        Jetzt kommt ein weiterer Bekannter zu Ihnen und fordert ebenfalls 1000€, sie wissen nicht ob er immer seine Rechnungen sofort zahlt, ob er sie überhaupt zahlt oder wie generell seine Zahlungsmoral ist.
        Wem würden Sie eher das Geld leihen?

        Unter dem Strich rate ich jeden, den Verfügungsrahmen nur soweit auszuweiten wie benötigt wird (max. 1,5 Monatsgehälter). Dabei stellt sich sowieso die Frage ob man aktuell noch einen Disporahmen benötigt, da die Dispozinsen und die Überziehungszinsen jeweils bei 7,5% (DKB) liegen.

        Viele Grüße
        Sebastian

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        • Gregor sagt:

          Interessante Gedanken!

          Um bei der DKB anzufangen: Obwohl die Zinsen seit kurzem bei der DKB für den Dispo und für Verletzungen des Disporahmens gleich sind, empfiehlt es sich immer im Rahmen zu bleiben. Das heißt notfalls die Kreditlinie zu erhöhen.

          Die Bank ist nämlich jederzeit berechtigt Lastschriften zu stornieren, wenn der Dispo überzogen ist … und dann würden ganz andere Problem auftauchen.

          Soweit ich richtig informiert bin, werden getilgte Kredite sowieso nach 3 Jahren aus der Schufa gelöscht. Das macht ja auch Sinn. Schließlich verändert man sich im Leben und welchen Informationswert hat es, wenn man sieht, dass Herr XY 1995 seinen Kredit pünktlich zurückgeführt hat 😉

          Und zum ersten Punkt: Ja, da gibt es verschiedene Sichtweisen und glücklicherweise ist genug Platz, dass jeder seine Eigene vertreten darf 🙂

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  2. MX sagt:

    Wieviele Girokonten kann man problemlos haben und ab wann wird es problematisch?

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    • Alexander sagt:

      Diese Frage würde mich auch interessieren. Ich besitze aktuell zwei Girokonten laut der Schufa (mein eigenes Girokonto bei der Consorsbank und ein Gemeinschaftskonto mit meiner Freundin bei der comdirect).

      Seitdem ich das Gemeinschaftskonto habe wurde ich auch minimal schlechter bewertet (-1%) obwohl das Gemeinschaftskonto kein Dispo oder sonstiges hat. Finde ich auch blöd wenn Guthabenkonten in der Schufa stehen. Ich würde gerne ein Konto bei der DKB eröffnen wegen dem VISA Sparen aber noch ein Konto in der Schufa (dann wäre es Nr. 3) wäre vermutlich ein hoher Verlust meines Scores.
      PS: Ich habe keine Kreditkarte, nur noch ein Handyvertrag steht in der Datenbank.

      Mich würde es interessieren, was andere so für Erfahrungen haben und ob Girokonten ohne ein Schufa Eintrag existieren.

      Gruß
      Alex

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      • Alexander sagt:

        Nach ein paar Erkundigungen bei Banken habe ich was erfahren. Die Mehrheit der Banken beurteilen bis insgesamt zwei Girokonten als okay aber ab dem 3. Girokonto (egal ob mit oder ohne Dispositionskredit) wird es überdurchschnittlich als Negativ angesehen auch wenn der Score sehr gut ist.

        Die DKB meinte bei mir, es ist kein Problem als zusätzliches Konto zum sparen aber das er mir den Hinweis gegeben hat wegen der Schufa und ein DKB Konto ohne Schufa Eintrag ist generell nicht möglich.

        Also als Hinweis für jeden, nicht zu viele Girokonten in der Schufa stehen haben.

        Gruß
        Alex

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    • J.F. sagt:

      Derzeit habe ich ein Girokonto bei der DKB (Gehaltskonto, Dispo etwa 4000€), eins bei der comdirect (Dispo 1000€), ein Notfallkonto bei der ING-DiBa (Dispo 500€).

      Zwei Kreditkarten bei der DKB (eine für Ausgaben, eine als Sparkonto), eine mit 1000€ Limit bei der comdirect, eine bei der ING-DiBa, eine PayVIP (Limit 1000€) für Fremdwährungszahlungen, eine Payback American Express (um Vodafone-Mobilfunkverträge mittels DM-10-Prozent-Gutscheinen aufzuladen).

      Außerdem wurde mir kürzlich eine Barclaycard New VISA ausgestellt. Diese wird lediglich für berufliche Reisekosten verwendet (Tanken und Hotel).

      Tagesgeldkonten bestehen bei der Sberbank (mittels Kontopfändungserklärung nutze ich ein Unterkonto als verzinstes Mietkautionskonto), bei der Consorsbank (aktuell 1,0% p.a. Zinsen), sowie bei der Commerzbank (ursprünglich wollte ich die Sparcard für Bargeldeinzahlungen am Automaten nutzen, jedoch wurde mir eine solche Karte bisher nicht ausgestellt – ich werde mal in der Filiale nachfragen, ob es eine Möglichkeit zur Einzahlung gibt).

      Von der AmEx werde ich mich voraussichtlich trennen, da ich sie eigentlich nicht brauche bzw. sie sich mMn negativ auf den SchuFa-Scire auswirkt.

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      • Gregor sagt:

        Cool! Vielen Dank für diese Aufstellung. Sieht sehr smart aus!

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        • J.F. sagt:

          Jetzt habe ich insgesamt 8 Kreditkarten.
          SCHUFA-Score vom 30.06.16 aktuell bei 94,xx%.

          Nicht gerade berauschend, aber ich denke, ich kann ihn wieder nach oben korrigieren, wenn die Karten erst mal im Einsatz sind und sich eine Zeit lang bewährt haben.

          Heute war ich in der Commerzbank-Filiale, die Sparcard wird nun ausgestellt (Es lag ein Sperrvermerk vor, die Bankmitarbeiterin wusste aber nicht, warum).
          Nun kann lästiges Kleingeld kostenlos an Commerzbank-Automaten eingezahlt werden. Somit wird das Limit der drei kostenlosen Bareinzahlungen/Jahr bei der Tochter Comdirect „umgangen“.

          Damit die Bank dennoch kein „Verlustgeschäft“ mit mir macht, lasse ich wenige hundert Euro als Sockelbetrag auf dem Konto. Der darüberhinausgehende Betrag wird auf ein anderes Konto mit besseren Zinskonditionen übertragen.

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          • Nico sagt:

            Unter 95% ist ein schlechter Schufa-Wert. Reduziere dringend deine nicht benötigten SparCards, Kreditkarten und Girokonten. Meine Empfehlung:
            – DKB Konto und 2 KK behalten
            – Comdirekt Konto als Zweitkonto behalten.
            – PAYVIP-KK behalten (keine Fremdwährungsgebühr)
            – IngDiba Konto und KK kündigen!
            – AMEX kündigen!
            – Zweite DKB (Spar-) KK den Kreditrahmen auf 0 senken!
            – BarcleyCard: Auf deine Firma laufen lassen (nicht auf deinen Namen)
            – Schufa-Selbstauskunft beantragen und überprüfen!
            – Für eine SparCard oder Festgeld entscheiden!

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            • J. F. sagt:

              Kurzes Update:

              Der Score wurde am 01.10.2016 neu berechnet und ist auf 95,5x % angestiegen.

              (Das sagt jedoch noch nicht viel aus, denn dieser Wert wird an kein Unternehmen übermittelt; die jeweiligen spezifischen Bankenscores kann ich erst wieder 2017 abfragen). Das bei Smava hinterlegte Banken-Rating liegt bei F, vermutlich von der Schufa übermittelt.

              Da ich demnächst wohl keine Finanzierungen nötig habe, ging ich zusätzlich folgendes Score-Risiko ein:

              1.) Rahmenkredit bei der ING-DiBa > 10.000 €
              2.) Aufnahme Ratenkredit i.H.v. 1000 €, vermittelt durch smava. Zu einem effektiven Jahreszins von 0,00%. Das Geld wird im Wertpapierdepot angelegt (dividendenausschüttende Konsumaktien).

              Ich vermute mal, der Score wird sich erst mal verschlechtern (besonders aufgrund der 1000€ Ratenkredit).

              Ist mir aber aus oben genanntem Grund wurscht.

              Neues werde ich hier mitteilen.

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            • Gregor sagt:

              Klasse 🙂 Da bin ich ebenfalls gespannt!

              Zu dem Rahmenkredit (wie zusätzlicher Dispo) haben wir hier eine separate Seite: https://www.deutscheskonto.org/de/kredit/dispo/ – lässt sich aus Ihrer Erfahrung etwas für nachfolgende Leser ergänzen? Vielen Dank für Ihr tolles Engagement!

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            • J.F. sagt:

              Update: Ich habe keine der Kreditkarten entfernt. Zu oben genannter Auflistung sind nun folgende SCHUFA-Einträge hinzugekommen (Berechnungsdatum 02.01.2017):

              – 1000€ Ratenkredit über 36 Monate
              – 12500€ Rahmenkredit
              – Das Tagesgeldkonto der DKB wird als Kreditkarte gelistet
              (damit insgesamt 7 Kreditkarten bei der SCHUFA gelistet)

              Der Basisscore ist auf 95,73% *angestiegen*.

              Zu den relevanten Branchenscores kann ich erst was schreiben, wenn mir die schriftliche Auskunft nach BDSG vorliegt.

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  3. Uwe sagt:

    Wirkt sich z.B.eine Zahlung vom PayPalkonto über Lastschrift negativ auf das Scoring aus ? -oder sollte eine PP Zahlung nur mit Guthaben erfolgen ?
    Danke vorab

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    • Alexander sagt:

      Hallo Uwe,

      PayPal Zahlungen wirken sich meiner Erfahrung nach nicht Negativ auf dem Score der Schufa aus. Ich benutze PayPal seit 2012 und mehr als die einmalige Identitätsfeststellung und Bonitätsprüfung (für das auflösen der PayPal Limts bei Zahlungseingänge) stand nie was in der Schufa.

      Die einmalige Prüfung steht in der Schufa, wird aber nach 12 Monate wieder gelöscht. Das ist kein Dauer Eintrag.

      Gruß
      Alex

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    • Nico sagt:

      PayPal (oder auch Google)- „Konten“ und Zahlungsdienstleistungen sind meines Wissens nach nie negativ für die Schufa! Weil es ja keine „echten Konten“ nach dem Bank Gesetz sind, sondern Zahlungsdienstleister zwischen deinem „echten Konto“ z.B. bei der DKB und einem Händler. Bei mir ist PayPal noch nicht mal in der Schufa drinnen gewesen, obwohl ich es Jahrelang benutzt habe! Anders sieht es natürlich auf der Händlerseite aus, die können Meldungen machen, also auch mit PayPal pünktlich zahlen!

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  4. Ced sagt:

    Wie sieht es eigentlich mit Handyverträgen und deren Auswirkung auf den Schufascore aus?

    Noch eine kurze Ergänzung. Im Text heißt es:
    „Die Sparkassen wiederum sind in vielen Bundesländern aufgrund der Sparkassengesetze sogar verpflichtet, allen ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen.“
    Seit dem 19.06.2016 gilt dies für alle Banken.

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    • J.F. sagt:

      Ich hatte zeitweise bis zu 8 Mobilfunkverträge gleichzeitig laufen (darunter etwa Schublädenverträge, oder Datenverträge mit effektiv 0 € monatlichen Kosten bzw. Gewinn – dank einmaliger Auszahlung).

      Den SCHUFA-Score hatte ich nur einmal jährlich abgefragt, war jetzt nie so schlecht, dass ich etwa Probleme bekommen hätte.

      Die Kreditwürdigkeit reichte zumindest für einen 6000€-Kredit (inzwischen abbezahlt, positiver Eintrag in der SCHUFA steht noch).

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    • Nico sagt:

      Es kommt darauf an, welche Handyverträge du hast. Prepaid Handys sind nie negativ (weil du ja keinen Zahlungsausfall haben kannst; ähnlich wie bei prepaid Kreditkarten). Einen Handyvertrag zu haben auch nicht. Mehrere Handyverträge im Sinne von Geräte abbezahlen und / oder Flatrates sind negativ und seinen daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen ist extrem negativ!

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  5. Scholle sagt:

    Die Schufa scheint die Adresse recht stark zu priorisieren.
    Ich habe niemals einen negativen Eintrag gehabt auch noch nie eine Mahnung o.ä. erhalten.

    Habe zwei Giro-Konten. Eines bei der DKB mit 7000 Euro Dispo ausgewiesen, das andere bei den IngDiba ohne Dispo und ein Rahmenkredit von 14 000 Euro sowie einen Handyvertrag bei mobilcom.

    Bei einem festen Gehalt von 3400 Euro/Monat frage ich mich wie ein Score von 84% zustande kommen kann?!

    Es sind sonst keine weiteren Einträge in der schufa vorhanden…

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    • Scholle sagt:

      3400 sind Netto!

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    • Gregor sagt:

      Interessant! Vorsichtig gefragt: Um welche Adresse handelt es sich denn? (ohne die jetzt hier zu posten) 😉

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      • Scholle sagt:

        klar poste ich nicht meine Adressen 😉
        Also das einzige was ich damals öfters gemacht habe, war, dass ich die Adresse von meinen Eltern zwischendurch mal für Kreditanfragen verwendet habe. Das bedeutet das ich 3 letzte Adressen in der Schufa stehen habe. Ich habe mal gelesen, dass ein häufiger Umzug sich negativ auswirkt. Aber so stark? In der Eigenauskunft wurde ich fast überall mit stark gefährdend eingestuft.

        Mir ist rätselhaft wie dies sein kann, selbst bei kleinen Rechnungskäufen(2-300 Euro) von zB Klarna wurde damals meine Anfrage abgelehnt.

        Frage hier ist natürlich auch, ob ich langsam mir rechtlichen Beistand holen sollte. Denn ich finde das manchmal schon nervig. Mittlerweile versuche ich es auch gar nicht mehr sondern zahle direkt, aber warum auf den Luxus per Rechnung zu bezahlen zu verzichten, wenn man mir sonst nichts anlasten kann.

        Viele Grüße

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      • Scholle sagt:

        Achso, zu den Adressen.
        Zuerst habe ich in einem Hochhaus gewohnt (Geiz lässt grüßen)

        Mittlerweile wohne ich in einer gehobenen Gegend.

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        • Gregor sagt:

          Wenn alle andere Faktoren gleich bleiben, sich aber der Wert erhöht, dann ist es ein starkes Indiz.

          Ein DKB-Konto – jedenfalls zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung – ist mittlerweile auch ein Bonitätsindiz geworden, weil die Bank hier mittlerweile ein großes Augenmerk legt. Aber auch andere Banken sind hier aktiver geworden.

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  6. Uwe sagt:

    Nach dem letzten Scoring ist dieser wieder um 0,25 % gefallen, obwohl sich nichts geändert hat! Kein Handy Vertrag, ein Girokonto (seit über 20 Jahren an gleicher Stelle), keine Kreditkarte. Ein KFZ-Kredit der ordentlich bezahlt wird, kein Umzug. Das soll einer verstehen?!

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    • J. F. sagt:

      Man sollte verstehen, dass die Scores öfter neu berechnet werden, und zwar auf Grundlage der Statistiken sämtlicher bei der Schufa erfassten Personen.

      Und wenn in diesem großen Personenkreis nun in einer Gruppe, der du aufgrund bestimmter Merkmale zugehörst, das Kreditausfallrisiko steigt, dann sinkt dein Score eben – selbst wenn sich an deiner eigenen Datenlage nichts geändert hat.

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  7. Sebastian sagt:

    Sehr interessanter Artikel!

    Obschon niemals(!) Zahlungen verspätet erfolgten, keine Wohnortwechsel vorgenommen wurden, ich (bio-)deutscher Staatsbürger bin, mit fast 5000 EUR netto ein relativ hohes Einkommen habe, nur eine Bankverbindung bei der Sparkasse existiert und die zwei gängigsten Kreditkarten (Visa & Mastercard) vorliegen, wird ein Score von 91% ermittelt.

    Darüber hinaus besitze ich nicht einmal einen Dispo bei der Sparkasse, da ich ihn in meinem Leben nie in Anspruch genommen habe. Das Konto besteht bei etwa 20 Jahren.

    Die Daten wurden über meineSCHUFA premium eingesehen und bestätigt. Es gibt nicht einen einzigen Negativeintrag, dennoch gelte ich als praktisch kreditunwürdig.

    Was kann der Fehler im System sein?

    Veranlasst habe ich inzwischen die Kündigung der Mastercard sowie einer „Breuninger“-Card, die wohl auch über einen Kreditrahmen verfügt.

    Dies muss sich alles um einen schlechten Scherz handeln…

    Ich könnte es verschmerzen, keinen 99,7% zu erhalten, aber einen Wert von 91% erhält man wohl nur, wenn es wirklich zu Zahlungsausfällen kam, was bei mir nicht der Fall ist.

    Allgemeine Frage: Wie bekommt es die Schufa mit, wenn man Kreditkartenrechnungen per Rate zahlt? Meldet dies das KK-Institut jeden Monat?

    Wird auch der Kontostand gemeldet? Dann müssten die „Jungs“ mal ganz entspannt sein… :/

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    • Gregor sagt:

      Spannend!

      Wenn man von einem „Fehler“ sprechen möchte, dann liegt der er im System!

      Die Schufa beurteilt die Wahrscheinlichkeit, das jemand seinen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachkommt anhand des bisherigen Profils auf der – grob gesagt – Kreditseite. Die Guthabenseite wird vollkommen ausgeblendet!

      In Folge dieses Systems kann jemand der seine Autos und seine Möbel seit 20 Jahren immer wieder finanziert, mehrere Konten und Karten im Einsatz sowie regelmäßig im Dispo lebt, einen besseren Schufascore haben als der Millionär mit einem Sparkassenkonto – auch seit 20 Jahren – einer lastenfreien Villa und einem großen Wertpapierdepot.

      Um ein gutes Schufaranking zu haben, muss man wirtschaftlich in Erscheinung treten.

      Zu den allgemeinen Fragen:

      • Bei Kreditkarten ist es üblich, dass der maximale Kreditrahmen sowie Änderungen daran der Schufa mitgeteilt werden.

        Der Kontostand und Zahlungen werden nicht mitgeteilt. Ein größerer Kreditrahmen kann sich tendenziell besser auswirken als ein kleinerer, weil die Schufa davon ausgeht, dass die Kreditkartengesellschaft Sie so einschätzt, dass Sie mit der Größenordnung umgehen können.

      • Kontostände werden nicht gemeldet.

        Auf der Guthabenseite überhaupt nicht, auf der Kreditseite nur, wenn eine Forderung nicht einbringbar war und nach Kündigung der Geschäftsbeziehung noch offen ist.

      Wenn man zu den eher vermögenden Leuten gehört und viel bar bezahlt und sowieso kein Interesse an einem Kredit hat, dürfte für einen der Schufascore unerheblich sein.

      Spannend könnte er werden, wenn man eine Finanzierung plant (z.B. Immobilienerwerb). Banken arbeiten hier zunehmend mit bonitätsabhängigen Zinsen. Das heißt: Der Kredit wird günstiger um so besser die Bonität ist. Allerdings nutzen ebenso immer mehr Banken auch zusätzlich noch andere Auskunftsdienste zur Gesamteinschätzung der Bonität.

      Ausblick: Wir bewegen uns auf ein Zeitalter zu in dem man seine Bonität künftig planen wird. Beispielsweise wird man 18-Jährigen raten welche Konten und Karten sie beantragen sollen und wie diese denn genutzt werden, damit sie mit 30 den perfekte Score haben, um sehr günstig ein Haus zu finanzieren!

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  8. Sebastian sagt:

    Hallo Gregor,

    besten Dank für das schnelle Feedback.

    Leider zähle ich mich nicht zu den Millionären ;-). Daher benötige ich für einen Immobilienerwerb aktuell einen Kredit. Dies ist der Grund, warum ich mich überhaupt mit dem Thema Schufa beschäftige(n muss).

    „Um ein gutes Schufaranking zu haben, muss man wirtschaftlich in Erscheinung treten.“
    – Dies haben mir Bekannte auch bereits vor Jahren gesagt, weshalb ich bereits 3 Mal Käufe bei Elektronikfachmärken im Rahmen einer 0%-Finanzierung erstanden habe – ein gratis Upgrade des Scores. Pustekuchen!

    Wie ich bereits erwähnte, hat meine Recherche ergeben, dass solch negative Scorings nur durch Zahlungsausfälle zu erklären sind. Diese liegen nachweislich nicht vor, weder aktuell noch in der Vergangenheit.
    Empfiehlt es sich in einem solch drastischen Fall juristischen Beistand zu holen oder ist dies gegen die mächtige Schufa ohnehin aussichtslos? Mich kostet das negative Scoring über Jahre gesehen einen Batzen Geld.

    Wenn auch bei Kreditkarten keine Kontenstände gemeldet werden, frage ich ich, wie die Schufa hiervon überhaupt Wind bekommen soll: „Nutzen Sie bei Kreditkarten nicht die Teilzahlungsfunktion, obwohl manche Banken ihren Kunden diese Option wegen der vergleichsweise hohen Zinsen gern aufschwatzen.“

    Weiterhin würde mich noch allgemein interessieren, ob die Schufa Daten hierüber erhebt:

    – Gesundheitszustand
    – Versicherungen
    – Juristische Verfahren
    – Punkte in Flensburg

    Dies betrifft mich zwar nicht, aber bei meiner Recherche habe ich hierzu nichts erfahren. Am Ende wird einem aber der Abschluss einer Lebensversicherung oder eine Knie-OP negativ ausgelegt.

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  9. MX sagt:

    Zu deinem Tipp:
    „Ein hoher Dispo-Rahmen erhöht zwar Ihre Bonitätseinschätzung, aber nur, wenn Sie ihn nicht oder nur sehr selten in Anspruch nehmen.“

    Seit wann wird denn an die SCHUFA gemeldet, wie oft man einen DISPO auch in Anspruch nimmt?

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    • Gregor sagt:

      Vollkommen richtig! In wiefern ein Dispo genutzt wird oder nicht wird nicht an die Schufa gemeldet und hat deswegen auch keinen Einfluss auf das Scoring.

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      • MX sagt:

        Dann verstehe ich aber deinen Tipp irgendwie nicht?

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        • Sebastian sagt:

          Dem schließe ich mich an. Siehe auch mein Kommentar am 21.8.

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          • J. F. sagt:

            Ich schließe mich ebenfalls an.

            Bitte die Tipps entsprechend korrigieren @Gregor.

            Ich vermute sogar, dass eine Nutzung des Dispos den *bankinternen Scorewert* (sofern ein solcher erhoben wird – bei der ComDirect ist das z.B. definitiv der Fall) deutlich erhöht.

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            • Gregor sagt:

              Da es sich nicht um einen Artikel von mir, sondern um einen Gastbeitrag eines Fachmanns handelt, tue ich mich schwer dort reinzuschreiben. Die Fortschreibung (Ergänzung, Erweiterung, Aktualisierung und in dem Fall auch Berichtigung) durch uns smarte Bankkunden via Kommentarfunktion gefällt mir recht gut. Mit der Datumskennzeichnung können neue Leser die Entwicklung und das Beitragen der aktiven Leute gut nachvollziehen. 🙂 Danke für das tolle Engagement!

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  10. Mandy sagt:

    Hallo,

    sehr guter Artikel.
    Hab da jetzt aber auch mal eine Frage. Den Score kann man verbessern in dem man „wirtschaftlich in Erscheinung“ tritt. Wie aber soll jemand wirtschaftlich in Erscheinung treten, der so einen schlechten Score hat, das wirtschaftlich gar nichts möglich ist? Wie kann derjenige seinen Score überhaupt verbessern? Davon habe ich jetzt noch nirgendwo etwas bei meinen Recherchen gelesen. Den Score verbessern, indem man einen Dispo so hoch wie möglich vereinbart. Wenn man ein Guthabenkonto hat, gibt es diese Möglichkeit wahrscheinlich gar nicht. Und wenn man nicht mal auf Rechnung bestellen kann und so seine gute Zahlungsmoral zeigen kann, wie kann da ein Score überhaupt erhöht werden?
    Wie ist es, wenn in einer Partnerschaft/Ehe auch nur einer ein Konto hat und der Partner die Karte des Kontoinhabers nutzt und das über einen Zeitraum von 10 Jahren? Dann tritt diese Person wirtschaftlich überhaupt nicht in Erscheinung. Kann also den Score auch nicht verbessern. Und wie ist es, wenn einer einen Handyvertrag hat und man nutzt für den Partner die Partnerkarte? Dann läuft auch alles nur über eine Person und die 2. kann wirtschaftlich wieder nicht in Erscheinung treten. Was aber, wenn sie die beiden trennen und der eine, der sich 10 Jahre von dem anderen „abhängig“ gemacht hatte, steht nun da, mit einem schlechten Score und kann wirtschaftlich gesehen seinen Score auch niemals erhöhen, oder? Eher wird der Score nach beenden der Partnerschaft noch schlechter, da man ja mit Sicherheit auch umziehen wird. Dieser Kreislauf wird nie enden, wenn nicht einer einem die Möglichkeit gibt, sich wirtschaftlich zu beweisen. Oder? Hmm… Bin schon ganz gespannt auf eine Antwort und wünsche noch eine stressfreie Woche.

    Liebe Grüße,
    Mandy

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    • J. F. sagt:

      Du könntest folgendes versuchen:

      Zunächst bei scorekompass.de anmelden, dort kannst du deinen arvato/Bertelsmann-Scorewert jederzeit abrufen. Oder direkte Abfrage bei Arvato unter Bezugnahme auf Paragraph 34 BDSG.

      Vielleicht ist der dortige Scorewert gut genug, um bei der Fidor-Bank ein Girokonto eröffnet zu bekommen, ggf. samt Smartcard.
      Es erfolgt zunächst keine Schufa-Abfrage und auch kein Schufa-Eintrag.

      Dann nutzt du das Konto erst mal eine Zeit lang (> 12 Monate), sodass die Bank dich einschätzen kann und an dir verdient (durch Kartenumsätze). Ggf. erhältst du die Smartcard erst nach einer gewissen Zeit des regelmäßigen Geldeinganges, am besten Lohn.

      Schließlich kannst du bei Fidor einen Dispositionskredit beantragen (erst dann erfolgt eine Meldung an die Schufa).

      Achte darauf, dass der Dispo relativ hoch ist, das sollte Rückschlüsse auf deine Kreditwürdigkeit erlauben.

      Dann regelmäßig die Schufascores abfragen.
      Ggf. erweitern z.B. durch Abschluss eines Mobilfunk Vertrages, falls benötigt.

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  11. Lars sagt:

    Kann ein zweites Girokonto die Bonität dauerhaft erhöhen?

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    • J.F. sagt:

      Das *kann* durchaus passieren.
      Jedoch würde ich nicht zwangsweise davon ausgehen, dass dieser Zustand dauerhaft ist.

      Maßgeblich ist zum großen Teil, wie sich deine Vergleichsgruppe verhält (andere von der SCHUFA erfasste Personen mit Finanzprodukt/Dienstleisterkombination, gleiche Altersgruppe etc.).

      D.h. der Score trifft eigentlich keine zwangsläufige Aussage über ein Individuum.

      Ändert sich die Zahlungsmoral der Vergleichsgruppe, der du aufgrund ähnlicher Merkmale zugerechnet wirst, ändert sich auch dein Score.

      Jetzt könnte man spekulieren, dass Personen mit zwei Girokonten bewusster mit ihren Finanzen umgehen, interessierter sind und daher auch ihr Finanzleben besser im Griff haben als bspw. Leute, die nie ihr Girokonto wechseln.

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      • duwa sagt:

        Hey J.F. habe mal oben deine Kommentare voll gespannt gelesen, wie sieht es aktuell aus, hast du immer noch 8 Kreditkarten

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  12. Tobias sagt:

    Also müssten (mehrere) RahmenKredite auch einen besseren Schufa Score mit sich ziehen?!
    Da die Schufa Anhand der Höhe ungefähr die Liquidität und Bonität der Person einschätzen kann.
    Wie sind hier die Meinungen, Erfahrungen?

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  13. Rene sagt:

    Ich bin im Oktober 2015 umgezogen, auf meiner Schufaauskunft von 2016 ist dies auch korrekt gemeldet. Die alte Adresse wurde 2007 von Postbank AG gemeldet, die neue Adresse Oktober 2015 auch von der Postbank AG.
    Jetzt habe ich mir für 2017 eine neue Auskunft geholt und da ist mir aufgefallen, dass meine ALTE Adresse von der Postbank im November 2016 erneut gemeldet wurde. Meine richtige Adresse wurde dann wieder bei meiner Selbstauskunft gemeldet, da steht jetzt gemeldet im März 2017 von Verbraucherangabe.
    Laut Schufa sieht es jetzt so aus, als wäre ich im Oktober 2015 umgezogen, dann im November 2016 zu meiner alten Adresse und im März 2017 dann nochmals. Wirkt sich diese Fehlmeldungen negativ auf meinem Score aus und kann ich dies irgendwie berichtigen?

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  14. Frank sagt:

    Hallo!

    Wie häufig bzw. in welchen Intervallen ermittelt die Schufa neue Score-Werte und wie schnell kann man seinen Score-Wert verbessern?

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  15. Frank sagt:

    Wie oft fragen denn die Banken, bei denen man schon ein Girokonto (evtl. auch mit Dispo und Kreditkarte) hat, den Schufa-Score ab?

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    • Gregor sagt:

      Sehr selten. Meistens in Zusammenhang mit Änderungswunschen an der Kreditlinie oder Eröffnung von neuen Produkten wie einem zweiten Girokonto, Einrichtung einer zusätzlichen Kreditlinie, Beantragung eines Kredits.

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  16. Kevin sagt:

    Auch wenn der Artikel schon ein wenig älter ist … ich versuche nun mal meinen Schufa Score ein wenig hoch zu treiben.
    Aktueller stand: Basisscore: 85,40 % von theoretisch möglichen 100 %
    Mal schauen, wie hoch ich den Score getrieben bekomme, verstehen kann ich ihn nicht … da Geld vorhanden ist und ich nie negativ aufgefallen bin.
    Der erste Schritt war 2 alte vermerke anzumerken und das N26 Konto zu kündigen.

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  17. duwa sagt:

    Fidor Bank hat doch keine Wirkung auf Schufa?

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  18. duwa sagt:

    Ich habe bei der Deutschen Bank, ein Giro als Hauptkonto und eine Kreditkarte für 40 Euro, werde bald die KK kündigen.
    Dann Apobank für Studenten, was besseres habe ich nicht gehabt, Giro und Kreditkarte, völlig kostenlos und Bargeldbehebungen an allen Automaten weltweit völlig kostenlos ohne irgendwelche Bedingungen.
    Amex Payback
    Fidor
    Skrill
    Amex, Deutsche Bank wurden der Schufa gemeldet, der Rest habe ich Online nicht gesehen und mein Score war letztens bei 96,0 % und jetzt wollte ich noch DKB und ING-Diba ausprobioeren, meint ihr, es wird irgendwie auf Schufa auswirken?

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  19. René sagt:

    Diese Selbstauskunft kann ich doch theoretisch von jedem Unternehmen anfordern. Hat vielleicht schon mal jemand eine Selbstauskunft von der DKB angefordert oder hat jemand hier Erfahrung?

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    • Gregor sagt:

      Ja, kann man. Die Ergebnisse sind interessant!

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      • Frank sagt:

        Lieber Gregor,
        wie fordere ich eine Selbstauskunft von der DKB an?

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        • Gregor sagt:

          Am besten einen kurzen Brief per Post mit dem Hinweis auf Auskunft nach §34 BDSG, Kontonummer und Original-Unterschrift. In unserem Programm zum Vermögensaufbau, bei dem man ja auch die Bonität aufbaut, stellen wir ein Musterbrief zur Verfügung. Dieses beinhaltet natürlich noch eine besondere Raffinesse.

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