Alles, was man wissen muss:

Internationale Überweisungen

von Christian Funke

Im Zusammenhang mit internationalen Überweisungen gibt es Mythen, Unklarheiten und massig Begriffe, die gerne durcheinandergewürfelt werden. Am Ende stehen oft hohe Kosten die nicht hätten sein müssen.

Ohne genaues Wissen ist es schwierig dafür zu sorgen, dass der Empfänger einen exakten Betrag erhält, selbst wenn man bereit ist, die Gebühren zu übernehmen.

Diesen Artikel zu lesen, wird gut investierte Zeit sein, denn Sie sehen auf einer Seite alle wichtigen Informationen zusammengefasst, für die andere eine lange kosten- und erfahrungsintensive Zeit benötigen.

1. SEPA / EU-Zahlungsdiensterichtlinie

Zunächst schauen wir uns die „SEPA“ (Single Euro Payments Area) an, den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dieser umfasst alle Länder der EU + EWR (Island, Norwegen, Liechtenstein) + Schweiz + Monaco + San Marino. (Details im Glossar am Ende dieser Seite).

Die EU-Zahlungsdiensterichtlinie legt fest, dass eine „SEPA-konforme-Überweisung“ nicht mehr kosten darf als eine vergleichbare Inlandsüberweisung.

Solche Überweisungen sind also nicht, wie oft behauptet, per Definition kostenlos. Sie sind nur meistens kostenlos, weil die meisten Bankinstitute im SEPA-Raum Inlandsüberweisungen kostenlos anbieten.

Die Zahlungsdiensterichtlinie gilt nicht in allen SEPA-Ländern, sondern ist nur in den EU/EWR-Ländern verbindlich. Zwar wenden manche nicht-EU Banken die Richtlinie freiwillig an, aber das hilft nicht wenn die Empfängerbank in einem EU-Land die Richtlinie auf nicht-EU-Banken nicht anwendet. Dazu später mehr.

Um der Zahlungsdiensterichtlinie zu genügen, muss eine Überweisung „SEPA-konform“ sein!

Es müssen alle folgenden Bedingungen eingehalten werden:

  • Das Ausgangskonto muss in einem beliebigen EU/EWR-SEPA-Land in Euro geführt werden
  • Das Zielkonto muss in einem beliebigen EU/EWR SEPA-Land in Euro geführt werden
  • IBAN und BIC müssen genutzt werden
  • Die Überweisung muss auf Euro lauten
  • Als Kostenteilung muss „SHA“ gewählt werden

Die Kostenteilung sorgt für die meiste Verwirrung

Bei klassischen Auslandsüberweisungen muss man zwischen „OUR“, „SHA“ oder „BEN“ wählen:

  • OUR = (our = „unsere“) = Absender zahlt alle Gebühren
  • SHA = SHAre = Absender und Begünstigter zahlen jeweils die Gebühren ihrer eigenen Banken
  • BEN = BENificiary pays all cost = der Begünstigte zahlt alle Gebühren

Viele Banken bieten inzwischen ein separates SEPA-Formular an, auf dem die „SHA“-Gebührenteilung bereits vorausgewählt ist bzw. gar nicht mehr zur Auswahl steht.

Manche Banken nutzen jedoch für SEPA-Überweisungen und andere Auslands­überweisungen ein und dasselbe (Online-)Formular. Hier muss man bei der Kostenteilung SHA auswählen, sonst wird es teuer. (Eine Interpretation möglicher Gründe für solche Formulare wäre zwar spannend, aber hier nicht weiter zielführend.) Immerhin ändern immer mehr Banken hier die Vorgehensweise zu Gunsten der Kunden.

Hält man alle Bedingungen ein, kostet eine Überweisung genauso viel wie eine Inlandsüberweisung, was in den meisten Fällen „kostenlos“ entspricht.

Negative SEPA-Ausnahme!

Das Wörtchen „vergleichbare“ Inlandsüberweisung hat es in sich, ist aber nur in „nicht-Euro-SEPA-Ländern“ relevant: Überweist man innerhalb eines „nicht-Euro-SEPA-Landes“, z.B. innerhalb des Vereinigten Königreiches, in Euro, ist das durchaus eine exotische Fremdwährungstransaktion, welche sich die Banken gerne bezahlen lassen, und zwar sowohl eingehend als auch ausgehend!

Diese Euro-Transaktion gilt hier als SEPA-Basis und „vergleichbar“. Im Ergebnis kosten hier SEPA-Überweisungen oftmals hohe Gebühren, selbst wenn sie allen Vorschriften entsprechen. Wenn man dafür sorgen möchte dass ein exakter Betrag ankommt, muss man diese Gebühren vorher in Erfahrung bringen.

Karte mit Euro- und SEPA-Ländern

rot/blau = SEPA | blau = Euro-SEPA-Land | rot = nicht-Euro-SEPA-Land

Positive SEPA-Ausnahme

In einigen „nicht-EU/EWR/Euro-SEPA-Ländern“ (z.B. in der Schweiz) wird die Zahlungsdiensterichtlinie oft freiwillig und großzügig angewendet:

So wenden die meisten Schweizer Banken die Richtlinie freiwillig an, und bestehen nichtmal darauf, dass das Konto in Euro geführt werden muss.

Die Bank rechnet dann zu ihrem eigenen Wechselkurs um, woran sie im Zweifel immer noch einiges verdient.

Immerhin wird man so wenigstens gebührentechnisch nicht über den Tisch gezogen. Um zu erfahren wie es ist, muss man sich vorher bei jeder individuellen Bank schlau machen.

Umgekehrt akzeptieren die meisten Banken in der EU/EWR Überweisungen aus der Schweiz als „SEPA-Konform“ und schreiben diese gebührenfrei gut.

Eine unschöne mir bekannte Ausnahme ist die PSD-Bank. Hier wird kleinkariert darauf hingewiesen, dass man in Sachen Schweiz nicht an die Zahlungsdiensterichtlinie gebunden ist, und entsprechend Gebühren verlangt werden können.

Rechtlich korrekt, kundenfreundlich geht jedoch anders.

Zusammenfassung SEPA:

  • Überweist man von einem Euro-SEPA-Land in ein anderes, ist eine korrekt ausgefüllte SEPA-Überweisung in den meisten Fällen, jedoch nicht zwingend, kostenlos.
  • Betrifft eine SEPA-Überweisung mindestens ein nicht-Euro-SEPA-Land, kann eine korrekt ausgefüllte SEPA-Überweisung kostenlos sein, aber dies ist selten. Es lauern viele Stolpersteine.

2. „Normale“ Internationale Überweisungen

Jede internationale nicht-SEPA Überweisung über Banken kommt einem Spießrutenlauf gleich.

In vielen Fällen hat man als Absender einer Überweisung den Wunsch eine Rechnung oder Ähnliches zu bezahlen. Dabei möchte man einen exakten Betrag beim Empfänger eingehen lassen und wahrscheinlich auch einen Verwendungszweck (Rechnungsnummer o.ä.) angeben.

Diese einfachen Vorgaben hat die Bankenwelt weitgehend nicht umgesetzt!

Die häufigsten Probleme (und wie man Sie umgeht)

  • Man gibt einen Verwendungszweck an, aber dieser erscheint beim Empfänger nicht. Stattdessen stehen oftmals kryptische Zahlen oder interne Namen von Auslandsabteilungen der Bank im Verwendungszweck, so dass der Empfänger die Zahlung nicht zuordnen kann.
  • Man überweist mit Kostenvorgabe „OUR“, so dass der Empfänger eigentlich den vollen Betrag erhalten sollte. Trotzdem passiert es, dass Korrespondenzbanken Gebühren vom Überweisungsbetrag einbehalten und der Empfänger weniger bekommt als vorgesehen. Im schlimmsten Fall muss man dann wegen geringer Fehlbeträge eine neue (ungewisse) Auslandsüberweisung tätigen und erneut Gebühren berappen.
  • In einem mir bekannten Extremfall sollte ein „kleiner“ Betrag überwiesen werden, um etwas „Kleines“ zu bezahlen. Dem Empfänger wurden für die Gutschrift mehr Gebühren abgezogen als der eigentliche Betrag, so dass effektiv sowohl Absender als auch Empfänger anschließend beide weniger Geld hatten als vorher. Sarkastisch könnte man anmerken: Immerhin hat der Absender Zahlungsbereitschaft signalisiert.
  • Obwohl man denkt die Kosten durch Auswahl von SHA zu überblicken (man hat sich bei der eigenen und der Empfängerbank schlau gemacht), entstehen unvorhergesehene, zusätzliche Kosten durch Korrespondenzbanken. Ob diese bei SHA an den Absender oder den Empfänger durchgereicht werden, ist oft unklar.
  • Die Dauer von solchen Auslandsüberweisungen ist völlig unvorhersehbar, garantiert ist nur dass nichts garantiert ist.
  • Geht etwas schief, empfehlen Banken „Nachforschungen“. Diese sind zeitraubend, teuer und der Ausgang erneut ungewiss. Zwar kenne ich persönlich keinen einzigen Fall in dem Geld endgültig verschollen war, aber von langwierigen, nervenaufreibenden Prozeduren habe ich schon öfters gehört.
  • Zu guter Letzt ist der Umrechnungskurs den man erhält meist nicht sonderlich transparent. Oftmals wird gar kein Umrechnungskurs angezeigt, es wird nur ungeniert der Mittelkurs als „Referenz“ angezeigt und im Kleingedruckten darauf hingewiesen dass dies nicht der Kurs ist den man effektiv erhalten wird.

Lösungsideen für smarte Bankkunden!

Dieses Geschäftsfeld wurde daher von spezialisierten „Auslands­zahlungs­verkehrs­firmen“ revolutioniert und bereits in anderen Artikeln hier im Spezialportal besprochen, daher hier nur einige Links:

3. Zusammenfassung Auslandszahlungen

Drei verschiedene Zahlungen müssen unterscheiden werden:

  • SEPA-Zahlung von Euro-Land zu Euro-Land: Diese kann meistens einfach und kostenlos über die hauseigene Bank abgewickelt werden.
  • SEPA-Zahlung, bei der mindestens ein nicht-Euro-Land beteiligt ist: Mögliche Gebühren in Erfahrung bringen, ansonsten auf einen der genannten Dienstleister ausweichen.
  • Für jede nicht-SEPA-Auslandsüberweisung (also auch zwischen SEPA-Ländern, aber in einer anderen Währung als Euro) sollte man aus genannten Gründen einen der aufgeführten Dienstleister in Anspruch nehmen und die hauseigene Bank links liegen lassen.

Abkürzungen/Glossar

  • SEPA – Single Euro Payment Area – Einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum
  • SEPA-Länder: EU + EWR (Island, Norwegen, Liechtenstein) + Schweiz + Monaco + San Marino
  • EU-Zahlungsdiensterichtlinie – Gesetz, welches im EU/EWR Raum die Banken zur Einhaltung bestimmter Gebühren und Fristen anhält
  • „Nicht-Euro-SEPA-Länder“: Alle SEPA-Länder, die den € (noch) nicht als Währung eingeführt haben (Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Island, Norwegen, Liechtenstein, Schweiz)
  • Auffällige nicht-SEPA-Länder: Obwohl mit dem UK verbandelt: Jersey, Guernsey, Isle of Man; obwohl mit Dänemark verbandelt: die dänischen Färöer-Inseln und Grönland; obwohl der Euro als Währung genutzt wird: Kosovo, Montenegro, Andorra und Vatikanstadt
  • Auffälliges „trotzdem“ SEPA-Land: Gibraltar
  • IBAN – International Bank Account Number („Kontonummer“)
  • BIC – Business Identifier Code („Bankleitzahl“)
  • OUR, BEN, SHA – die Kostenanweisungsarten sind im Artikel erklärt

Über den Autor

Christian Funke (Autor)

Christian Funke hat in seinem Leben schon viele Konten und Karten ausprobiert und ist stets daran interessiert optimale Lösungen für unterschiedliche Bankkunden-Anforderung zu entwickeln.

Beispielsweise wie man ein Bankkonto mit einer Kreditkarte und einer günstigen Auslandsüberweisung kombinieren kann.

Aber auch exotische Bankideen kommen in seinem Leben vor, wie beispielsweise seine Erfahrung und veröffentlichte Anleitung, wie man ein Bankkonto in Singapur eröffnet.

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15 Kommentare zu “Internationale Überweisungen”

  1. Martin sagt:

    Hallo Christian,

    Danke für deinen Beitrag.

    Deine Aussage mit der Schweiz als positive Ausnahme würde ich so nicht unterschreiben.
    Mal angenommen jemand mit einem deutschen Konto verkauft etwas bei ebay. Der Käufer bezahlt von einem schweizer Konto in Euro. Dann gibt es einige deutsche Banken die bei Geldeingang Gebühren abziehen nur weil die Überweisung aus der Schweiz kommt, z.B. PSD-Banken.

    Ich glaube dass der deutschen Bank egal ist ob das schweizer Absende-Konto ein EURO- oder ein Frankenkonto ist. Sie kann es ohnehin nicht feststellen.

    Gruß
    Martin

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    1
    • Christian Funke sagt:

      Wenn die Zahlung von einem Schweizer CHF-Konto kam, darf die deutsche Bank die Gebühren beliebig festlegen. Ich glaube allerdings (ebenfalls) nicht, dass die deutsche Bank die Kontowährung bei der Absendebank überprüfen kann.

      Wenn die Zahlung von einem Schweizer Euro-Konto kam, wäre eine Gebühr nur zulässig, falls alle eingehenden Überweisungen eine Gebühr kosten. Das kann wohl ausgeschlossen werden.

      Praktisch würde ich folgendermaßen vorgehen: Bei der deutschen Bank anfragen, warum die Gebühr berechnet wurde. Ausschliesslich wenn die Antwort lautet „das Absendekonto ist ein CHF-Konto“ oder „weil der Überweisungsbetrag in CHF angewiesen war“ würde ich die Sache auf sich beruhen lassen.

      Lautet die Antwort „weil die Überweisung aus der Schweiz kam“, würde ich der Gebühr zunächst bei der Bank mit Hinweis auf die SEPA-Regeln widersprechen. Falls das nicht fruchtet würde ich eine Beschwerde bei der Bundesbank und beim Ombudsman beim Bundesverband deutscher Banken einreichen.

      Last-but-not-least würde ich in diesem Fall die Bank wechseln.

      VA:F [1.9.22_1171]
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  2. Martin sagt:

    Hallo Christian,

    SEPA ist erstmal nur ein „technischer“ Standard.

    Innerhalb der SEPA-Länder (da ist Schweiz dabei) sieht SEPA die Kostenteilung Share vor, also Abesender übernimmt seine Kosten und der Empfänger seine Kosten.

    Bist Du sicher dass SEPA vorsieht dass eine EINGEHENDE Überweisung aus einem anderen SEPA-Land nicht mehr kosten darf wie eine eingehende Überweisung des eigenen Landes?
    (man darf übrigens nicht davon ausgehen dass eingehende ÜW innerhalb Deutschlands immer kostenlos sind, z.B. Firmenkonten zahlen nach Buchungsposten, sprich auch für eingehende ÜW)

    Das andere Thema, das noch im Raum steht und nicht vermischt werden darf, ist die EU Preisverordnung.
    Diese setzt die Nutzung von SEPA voraus, regelt aber sonst nur Gebühren. Und zwar für ausgehende ÜW.
    Und sie gilt auch nur für EWR-Länder, wo die Schweiz nicht dabei ist.
    Konsequenz: Eine Überweisung von Deutschland in die Schweiz ist nicht reguliert, sprich die kann „beliebig“ kosten, egal welche Währung und egal ob SEPA genutzt wurde oder nicht.

    Dritter Punkt, Dein Beispiel mit Großbritannien:
    Hier muss man erst einmal unterschieden welche Währung Start- und Zielkonto haben, und ob ausgehende Überweisungen beim Startkonto ohne Berücksichtigung einer Währungskonvertierung Geld kosten.
    Wurden Dir tatsächlich Gebühren für die Überweisung berechnet oder doch nur für die Währungsumwandlung(en)?

    Annahne: Inlands-ÜW in England zu anderem GBP-Konto in England sind kostenlos
    Meine Interpretation:
    GBP-Konto –> EURO-ÜW –> GBP-Konto = Gebühren für ÜW darf es nicht geben, aber es gibt sowohl beim Start- als auch Zielkonto die Gebühren für Konvertierung
    GBP-Konto –> EURO-ÜW –> EURO-Konto in England = Gebühren beim Startkonto nur für Konvertierung, nicht für ÜW, auf Zielkonto Gutschrift ohne Abzug von Gebühren
    EUR-Konto in England –> EURO-ÜW –> EUR-Konto in England: komplett ohne Gebühren

    Würdest Du das auch so sehen?

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    • Christian Funke sagt:

      Viele Fragen, viele Antworten. Und ich habe etwas Neues zur Schweiz gelernt, vielen Dank!

      1.
      Eingehende Überweisungen sind ebenfalls vom Gesetz erfasst.

      http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:32009R0924
      VERORDNUNG (EG) Nr. 924/2009, Artikel 3, Absatz 1:
      Zahlungsdienstleister erheben von einem Zahlungsdienstnutzer für grenzüberschreitende Zahlungen (…) die gleichen Entgelte wie sie sie von Zahlungsdienstnutzern für entsprechende Inlandszahlungen in gleicher Höhe und in der gleichen Währung erheben.

      Artikel 2 (Begriffsbestimmungen) definiert „Zahlungsdienstnutzer“ als: eine natürliche (…) Person, die einen Zahlungsdienst als (…) ZAHLUNGSEMPFÄNGER (…) in Anspruch nimmt;

      Ich gehe explizit nicht davon aus, dass eingehende Überweisungen immer kostenlos sind. Während bei Geschäftskonten öfters etwas berechnet wird, gilt das bei einigen Banken sogar für Privatkunden! Genau deswegen schreibe ich im Artikel „Solche Überweisungen sind also nicht (..) per Definition kostenlos. Sie sind nur meistens kostenlos, weil die meisten Bankinstitute im SEPA-Raum Inlandsüberweisungen kostenlos anbieten.“. Genau das gilt (siehe erster Punkt) analog auch für eingehende Überweisungen.

      2.
      Die Preisverordnung (siehe erster Punkt) regelt die Gebühren für eingehende und ausgehende Zahlungen. Allerdings (ich werde das im Artikel korrigieren) gilt die Preisverordnung tatsächlich nicht für die Schweiz! Ich höre gerade zum ersten mal von einer EU-Bank die Gebühren für ankommende Überweisungen aus der Schweiz berechnet (Dein PSD-Beispiel). Das ist tatsächlich legal. Da würde ich umsomehr die Bank wechseln! Danke für diesen Hinweis!

      3.
      Beispiel UK: Es gilt immer nur der Euro und eine Euro-Überweisung als Vergleich/Grundlage (Ausnahme Schweden, aber das wäre ein ganz neues Thema). Damit eine Überweisung unter die Preisverordnung fällt, muss sie alle im Artikel genannten Kriterien erfüllen. Also:

      Wenn (UK-EUR-Konto —> EUR-Überweisung –> UK-EUR Konto) kostenlos wäre, nur dann müssten Überweisungen von derselben Bank auch ins SEPA-Ausland kostenlos sein. Betrachtungen mit GBP Konto oder GBP Überweisungen fallen raus, weil nicht von der Verordnung erfasst.

      Überweist man (DE-EUR-Konto –> EUR-Überweisung –> UK-GBP-Konto) oder (DE-EUR-Konto –> GBP-Überweisung –> UK-GBP-Konto), ist es mangels durchgehender Erfassung in EUR keine SEPA-Überweisung und darf beliebig tarifiert werden.

      Ich habe schon mehrere Überweisungen (DE-EUR-Konto –> EUR-Überweisung –> UK-EUR-Konto) durchgeführt, und diese waren kostenlos. Allerdings wollen UK-Anbieter wie Revolut es ihren Kunden natürlich auch einfach und günstig machen, sonst wäre der Vorteil des Dienstes nicht gegeben.

      Für Fremdwährungstransaktionen empfehle ich, siehe Artikel, Transferwise(oder ähnliche Dienste).

      Hoffe es ist halbwegs die Antwort die Du wolltest, und danke für die Info mit der Schweiz!

      VA:F [1.9.22_1171]
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  3. Emil sagt:

    Guten Abend.

    Ich habe solche Frage. Seit über ein Jahr bin ich dauerhaft in Deutschland. Hier arbeite ich, wohne (bin gemeldet), zahle Steuer. Ich überweise Geld nach Polen. Es ist ca. 1000 -1200 €/ monatlich. Muss ich etwas bei Bank oder Finanzamt melden wenn ich bestimmte Summe überschreite? Ich habe etwas gelesen, dass ich so machen muss nach 12500 €. Aber es geht um einmalige Überweisung, oder wenn ich zusammen rechne alles und zB. nach zehnte Überweisen im Jahr bin ich über 12500, dann soll ich das machen? Danke für Ihre Antwort.

    VA:F [1.9.22_1171]
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  4. Friedrich Wernicke sagt:

    Gibt es für Überweisungen mit Revolut einen jährlichen Höchstbetrag? Bezieht sich das 30.000 GBP Limit nur auf Einkäufe?

    Friedrich Wernicke

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • Christian Funke sagt:

      Soweit ist weiss ist das Ausgabelimit OHNE ÜBERWEISUNGEN = £30,000 pro Jahr (oder entsprechend Umrechnungskurs in anderer Währung) bzw. £5,000 über einen Zeitraum von 96 Stunden.

      Bargeldabhebungen = £2000/Tag

      Wie Überweisungen dann berücksichtigt werden, erschliesst sich mir jedoch im Detail auch nicht; im Zweifel am besten direkt beim Support anfragen.

      VA:F [1.9.22_1171]
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  5. Dieter sagt:

    Eine engl. Fluggsellschaft schuldet mir Geld. Die Forderung ist anerkannt. Es gibt Probleme im Geldtransfer. Großbritannien ist zwar noch EU-Mitglied jedoch nicht Mitglied im SEPA-Verfahren. Wie bekomme ich das Geld transferiert?

    VA:F [1.9.22_1171]
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  6. Sabrina sagt:

    Ich habe vor 5 Tagen Geld von Deutschland nach England ueberwiesen (DKB nach Barclays). Bis jetzt ist noch nichts angekommen. Soll ich schon einen Nachforschungsantrag stellen?

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  7. harry sagt:

    Internationale Überweisung mal umgekehrt:
    Habe mehrmals von meinem USD-Konto in Bolivien auf mein USD Konto in D bei der Direktbank D.. (die bald in die c……-Bank überführt wird) überwiesen, Gebühren immer „OUR“. Etwa die Hälfte davon kommt zu 100 % an, bei der anderen Hälfte wird eine „Entgelte Dritter“ abgezogen, die sich im Bereich von 30 USD bewegt. Meine Bank in D lehnt jede Auskunft ab und sagt mir, dass sei Sache der sendenden Bank in Bolivien mir Auskunft zu geben. Die wiederum weisen mir nach, dass die Korrespondenzbank den Betrag zu 100 % weitergeleitet hat und verweisen mich an die Bank in D.
    Nach dem Auszug der deutschen Bank tauchen die abgezogenen ca. 30 USD also als Entgelte Dritter auf. Wenn nunmehr bei der D-Bank von Haus aus weniger ankommt, ist es klar, dass die nicht wissen können, wer die zusätzliche Gebühr einbehalten hat. Wenn die aber wissen und ausweisen, dass hier Entgelte Dritter abgezogen wurden, dann müssen sie nach meiner Logik auch wissen, wer das einbehalten hat, nicht wahr? Meine Vermutung ist ja, dass die französische Mutterbank hier zugreift, obwohl die Überweisung direkt von der Korrespondenzbank (Commerzbank) auf mein deutsches Konto geht.
    Ich bin nicht bereit, diese willkürlichen Abzüge hinzunehmen und möchte nunmehr wissen, ob ich hier gegen die D-Bank in Deutschland vorgehen muss, um zumindest Auskunft zu bekommen, wer hier die Finger im Spiel hat, oder ob ich bei der bolivianischen Bank als Vertragspartner die Rückerstattung dieser Gebühr fordern müsste (was aber schwierig werden dürfte).
    Besten Dank!

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    • Christian Funke sagt:

      Soweit ich das verstehe, bestehen zwei Verträge:

      Mit der Absenderbank in Bolivien darüber, das Geld an den Empfänger zu senden. Das ist die individuelle Überweisung, zu welcher die bolivianische Bank dann auch Auskunft geben müsste.

      Mit der Empfängerbank (DKB bzw. dann demnächst Consors/BNP Paribas?) besteht „nur“ allgemeine eine Kontoverbindung, bei der eingehende Gutschriften gutgeschrieben werden müssen. Wie hoch Gutschriften warum sind, liegt vermutlich tatsächlich nicht in deren Verantwortungsbereich. Vielleicht könnte die Bank mehr Auskunft geben wenn sie denn wollten, aber sie muss es nicht. Und bevor man Arbeit und Mißverständnisse zu etwas anhäuft was man nicht muss, lässt man es halt lieber.

      Das ist nur (m)eine Vermutung – wirklich wissen tue ich es nicht.

      Wenn diese Überweisung regelmäßig stattfinden soll, würde ich es mit einer anderen Bankverbindung versuchen, oder Bitcoins, oder Currencyfair/Transferwise oder versuchen jemanden zu finden der „direkt“ tauschen will – also jemanden in Europa zu finden der Geld in Bolivien benötigt, und dafür EUR oder USD in Europa überweist.

      Viel Erfolg!

      VA:F [1.9.22_1171]
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  8. harry sagt:

    Zunaechst vielen Dank! Die Ueberweisungen sind nun mehr oder weniger abgeschlossen. Ich dachte mir die Sachlage ungefaehr so wie Sie es darstellen. Bei der deutschen Bank handelt es sich aber um die DAB Bank. Ich warte jetzt auf die endgueltige Stellungnahme der bolivianischen Bank, die wollen aber auch am liebsten keine Arbeit haben und speisen mich bis jetzt mit Allgemeinplaetzen ab.
    Nehmen wir an, die bolivianische Bank bestaetigt mir letztendlich, dass die Gebuehren von der franzoesischen Mutter abgezweigt wurden. Haette ich dann eine Chance diese Gebuehren ueber die DAB Bank zu reklamieren/wiederzubekommen oder muss dies notwendigerweise alles ueber die Absenderbank in Bolivien laufen?

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  9. Manfred Schneeberger sagt:

    Habe ein Bankkonto in England und möchte dieses jetzt in die Schweiz auf mein Bankkonto transferieren lassen.
    Nun sagt mir die Bank IN England das ich ein Insurance Code haben muss und dieser kostet Libra 3.900.
    Nun möchte ich von Ihnen wissen ob das stimmt.
    Besten Dank
    MFG

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    • Redaktion sagt:

      Hey, hey. Wir kennen nicht Ihre Bank in England und sind auch nicht Ihre Bank in England. Bitte fragen Sie Ihre Bank in England.

      Im Übrigen empfehlen wir für grenzüberschreitenden Zahlungen mit Währungswechsel TransferWise. Das ist einfach (ohne Insurance Code) und günstig (super fairer Wechselkurs, transparente und günstige Gebühren).

      VN:F [1.9.22_1171]
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