Haben Sie das gewusst?

3 fatale Irrtümer über Auslandskonten (und deren Aufklärung)

Achtung

Vorurteile und gefährliches Halbwissen abzubauen, war die Motivation für diesen wichtigen Artikel!

1. Auslandskonten sind illegal – sie dienen der Steuerhinterziehung

Es stecken sogar zwei falsche Aussagen in dieser Überschrift, denn

  • jeder Deutsche hat die Freiheit, überall auf der Welt Bankkonten zu eröffnen,
  • Steuerhinterziehung entsteht erst, wenn man auf dem Auslandskonto gebuchte Gewinne bei der Steuererklärung verschweigt.

1a. Aufklärung im Detail

Natürlich gibt es ein paar Staaten und noch mehr Banken in anderen Ländern, die uns Deutschen kein Konto eröffnen wollen – oder erst nach Auflagen wie Sozial­versicherungs­nummer, Steuer­nummer oder Wohnsitz­bescheinigung. Das läuft nach den Gesetzen und Spielregeln.

Es gibt kein deutsches Gesetz, das die Eröffnung von Konten im Ausland verbietet.

Im Gegenteil, es gibt sogar ein Gesetz, das Einschränkungen verbietet!

Im Artikel 63 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) heißt es: … sind alle Beschränkungen des Kapitalverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten sowie zwischen den Mitgliedstaaten und dritten Ländern verboten.

Im Absatz zwei steht das Gleiche für den Zahlungsverkehr.

Die Freiheit des Kapitalverkehrs ist einer der vier Grundpfosten der Europäischen Union … und EU-Recht steht über dem nationalen deutschen Recht.

1b. Das Problem, das zum Irrtum führte:

Steuerhinterziehung. Es gibt tatsächlich hunderttausende Deutsche, die Einkünfte auf ihren Auslandskonten nicht oder nicht vollständig beim Finanzamt deklariert haben.

Das bekannteste Beispiel ist vermutlich der ehemalige Fußballmanager Uli Höneß. Er kam wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ins Gefängnis.

Naja, eigentlich kam er ins Gefängnis, weil er und seine Rechtsanwälte die Selbstanzeige vermasselt haben. Steuerhinterziehung ist die einzige Straftat in Deutschland, bei der man grundsätzlich straffrei bleibt, wenn man sich selbst stellt.

Wichtige Voraussetzungen für eine strafbefreiende Selbstanzeige

  • Die deutsche Finanzbehörde darf noch keine Kenntnis von der Steuerhinterziehung haben,
  • man muss in vollem Umfang geständig sein (alle Karten auf den Tisch legen) und
  • sofort die hinterzogenen Steuern nachzahlen zuzüglich Zuschläge.

Im Zuge der medialen Aufbereitung der Höneß-Affäre haben abertausende Deutsche sich selbst beim Finanzamt angezeigt und sind bei richtigem Verhalten in den Genuss der Strafbefreiung nach Paragraf 371 Abgabenordnung gekommen.

Eine Selbstanzeige sollte immer gemeinsam mit einem darauf spezialisieren Rechtsanwalt/Steuerberater gemacht werden.

1c. Wie macht man es richtig?

Auslandseinkünfte sind in der jährlichen Einkommen­steuer­erklärung anzugeben.

Zinsen auf Kontoguthaben oder Dividenden­ausschüttungen bei Aktien sind Kapitalerträge. Diese werden in der Anlage KAP in Zeile 15 (Ausländische Kapitalerträge) in Summe angegeben.

Anlage KAP für Auslandskonten

Zinsen und Dividenden von Auslandskonten werden zusammengerechnet in dieser Zeile angegeben.

Sinnvoll ist es, wenn der Einkommen­steuer­erklärung Bescheinigungen oder Kontoauszüge als Beleg beigelegt werden.

Am besten beauftragen Sie einen sehr guten Steuerberater mit der Erstellung der Steuer­erklärungen. Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass viele Steuerberater zahme Zuarbeiter des Finanzamts sind. Sie müssen gegebenenfalls suchen oder nach Empfehlungen fragen, um an Ihren passenden Steuerexperten zu kommen!

Ein sehr guter Steuerberater ist eine Investition, die sich rechnet!

Ein sehr guter Steuerberater holt sein Honorar durch seine Arbeit immer raus und Sie haben größere Rechts­sicherheit. Aber geben Sie ihm auch wirklich alle Unterlagen – insbesondere von Auslandskonten!

Automatischer Bankkundendatenaustausch

Mit der EU-Zinsrichtlinie und dem OECD-Abkommen zum Austauschen von Bankkunden­informationen haben viele Staaten Regelungen zur „Förderung der Steuer­ehrlichkeit“ beschlossen.

Bitte denken Sie daran.

Aus vielen Staaten bekommt heute schon das Finanzamt jährliche Mitteilungen über angefallene Kapital­erträge. Ab 2017 aus noch mehr Staaten und dann werden sogar die Kontostände übermittelt!

Ob das für die Besteuerung wirklich notwendig ist – schließlich haben wir in Deutschland keine Vermögenssteuer, die Steuer bezieht sich immer auf den Zugewinne – steht auf einem anderen Blatt.

Länder und Bankkonten, die nicht bei diesem Informationsaustausch mitmachen, werden in einem weiteren Artikel behandelt.

Zu Irrtum 1 lässt sich zusammenfassend sagen: Auslandskonten sind legal. Bitte denken Sie an die Angabe der Erträge.

Zinslose Konten – beispielsweise Girokonten oder Goldkonten – müssen nicht angegeben werden, weil sie keine Erträge generieren bzw. bei Gold nach einem Jahr Haltedauer der Gewinn aus dem Verkauf steuerfrei ist.

Zinslose Konten und Gold müssen nicht angegeben werden!

Auslandskonten sind legal

2. Auslandskonten bieten einen besseren Service

Das stellt sich in den meisten Fällen als Irrtum heraus. Vielleicht stimmt es gerade noch in Liechtenstein oder mit Abstrichen in der Schweiz. Dafür lassen sich die Alpenbanken ihren Service fürstlich über Gebühren bezahlen.

Überhaupt sind Bankkonten in fast allen Ländern um einiges teurer als in Deutschland und bieten oft noch weniger Service an.

Deutschland ist ein Paradies für Bankkunden

Mit diesem Spezial-Portal wollen wir die Vorteile deutscher Banken in die Welt tragen, um

  1. Ausländer zu ermutigen in Deutschland ein Bankkonto bzw. Wertpapierdepot zu eröffnen,
  2. mit unseren Informationen Banken in anderen Ländern zu bewegen ihre Konditionen zu verbessern.

Hinzu kommt oft eine andere Mentalität. Wir Deutschen werden weltweit für unsere Qualität, Effizienz und Pünktlichkeit geschätzt. Da können nicht alle Auslandsbanken mithalten. Manchmal trifft man auf Lais­ser-faire-Einstellungen, die einen nur noch den Kopf schütteln lassen.

Ebenso hinderlich kann die Sprachbarriere sein.

Auch die genaue Ausweisung der jährlichen Gewinne ist bei einigen Banken und Ländern schwierig, weil diese andere Steuergrundlagen haben.

Ein Auslandskonto kann zu einem Abenteuer werden.

Aber wir lieben Abenteuer. 🙂

3. Nur zwielichtige Gestalten haben Auslandskonten

Bei Irrtum 1 haben wir bereits gelernt, dass es nicht kriminell ist, ein Auslandskonto zu haben. Man befindet sich mit solchem auch nicht in der Grauzone!

Je nach persönlicher Situation gibt es einige Vorzüge, die ein Auslandskonto sinnvoll bzw. sogar notwendig machen. Hier ein paar Beispiele:

  • Ferienwohnung, Haus
    Sie haben sich so in ein Land verliebt, dass Sie dort eine Immobilie gekauft oder langfristig gemietet haben – dann benötigen Sie ein lokales Konto im Ausland, um Zahlungen zu tätigen und Abbuchungen gestatten zulassen.
  • Arbeit im Ausland
    Sie wurden von Ihrem Unternehmen oder Ihrer Behörde ins Ausland zum Arbeiten entsandt oder sind freiwillig gegangen (Au-pair / Auslandssemester) – dann benötigen Sie oft ebenfalls ein Konto und eine Karte vor Ort, um Ihre Ausgaben kostengünstig machen zu können.
  • Business mit dem Ausland
    Sie handeln mit dem Ausland oder stehen in einer anderen geschäftlichen Beziehung mit ausländischen Geschäftspartnern. Auch hier ist oft eine Kontoverbindung im Ausland sinnvoll, um schnell und günstig Zahlungen entgegen­zu­nehmen oder Zahlungen zu tätigen.
  • Schufafreies Konto
    Es gibt in Deutschland hunderttausende Menschen, die kein normales Girokonto bei DKB, Comdirect und Co. bekommen, weil ihr Schufa-Ranking so miserabel ist bzw. eine Eidesstattliche Versicherung (EV) abgegeben werden musste. Banken im Ausland sind üblicherweise nicht Vertragspartner der Schufa. Das heißt, sie machen dort keine Eintragung und fragen ebenso nicht den Datenbestand ab. Sie interessieren sich nicht für die deutsche Schufa. Ein Auslandskonto kann somit ein finanzieller Neustart sein!
  • Vermögensdiversifikation
    Sie verfügen über Vermögen und möchten – so wie von vielen Finanzexperten empfohlen – eine Streuung vornehmen und zwar nicht nur über Anlageklassen, sondern auch über Rechtsräume hinweg. Da kommen natürlich eine oder mehrere Auslandsanlagen ins Spiel.
  • Auswanderung
    Sie planen oder spielen zumindest mit dem Gedanken auszuwandern? Da ist es doch selbstverständlich, dass man bei einem der Besuche in der neuen Wahlheimat bereits Vorbereitungen für die Auswanderung trifft. Da gehört selbstverständlich auch die Eröffnung eines Girokontos im Ausland dazu!

Welche Irrglauben gibt es noch über Auslandskonten?

Helfen Sie uns mehr Sachlichkeit und Aufklärung beim Thema Auslandskonto zu schaffen und zu verbreiten. Die Skepsis, die gelegentlich zu sehen ist, beruht häufig auf Unkenntnis und teils vereinfachten Darstellungen in anderen Publikationen.

Das Kommentarfeld ist für Sie freigeschaltet, um sinnvolle Ergänzungen dieses Artikels vorzunehmen. Das können weitere Irrglauben, aber auch Tipps zu Auslandskonten sein.

Erfahrungsaustausch und das Stellen von Fragen ist ausdrücklich erwünscht, denn je mehr Menschen sich sachlich und wissbegierig mit dem Thema auseinander setzen, umso besser!

Häufig gelesene Artikel über Auslandskonten:

Fast vergessen:

Bildmaterial: Achtungschild: Helmut Niklas, Paragraf: jro-grafik (beide fotolia.com)

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Wer schreibt hier?

Jemand, die in den vergangenen 7 Jahren über 100.000 Menschen zu einem neuen Bankkonto verholfen hat. Mein Name ist Tanja und wenn Sie weiter klicken, erfahren Sie, warum es mich und diese Seite gibt ⇒ weiter.

30-Tage-Programm: Vermögen aufbauen

17 Kommentare zu “3 fatale Irrtümer über Auslandskonten (und deren Aufklärung)”

  1. Dirk Neumann sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage.
    Wird ein Auslandskonto z.B aus England im Bundeszentralregister
    für Steuern eingetragen?
    Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dirk Neumann

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    • Redaktion sagt:

      Es gibt kein „Bundeszentralregister für Steuern“. Etwas ähnlich klingend gibt es ein „Bundeszentralamt für Steuern“ (BZSt). Hier laufen tatsächlich die Daten über Auslandskonten zusammen. Alle deutschen Finanzinstitute melden umfangreiche Informationen über Finanzkonten ausländischer Staatsbürger ein Mal jährlich diesem Amt. Dieses leitet diese Informationen an die bestimmte Stelle ins Ausland weiter.

      Umgekehrt ist es genauso. Das BZSt empfängt Finanzinformationen über in Deutschland Steuerpflichtige aus dem Ausland und leitet diese dann dann an das Wohnsitzfinanzamt weiter. England gehört zu den Staaten, mit denen Informationen über Bankkonten ausgetauscht werden.

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      • Riggie1000 sagt:

        Das ist nur die halbe Wahrheit:
        Konten in nicht EU-Mitgliedsstaaten werden nicht ans BZSt übermittelt.

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  2. Dieter sagt:

    Meine Frau hat vor ca. 8 Jahren ein Bankkonto in Österreich eingerichtet. Über dieses Konto werden ausschließlich Erträge aus Dividenden erzielt. Die Steuern hieraus werden automatisch von der Bank einbehalten. Nach unserem Kenntnisstand ist prozentual dieses Steuer höher als der Einkommensteuersatz in Deutschland. Ist da irgendetwas einzuwenden? Ab und zu werden dort Beträge nach Deutschland umgeschichtet. Und von der deutschen Bank werden wir informiert, dass wir dieses ehemals exportierte Geld als Import der Bundesbank melden sollen. Dieses haben wir unterlassen. Kann irgend etwas nachteiliges dadurch entstehen?

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  3. Stefan sagt:

    Im Artikel steht:
    „Zinslose Konten – beispielsweise Girokonten oder Goldkonten – müssen nicht angegeben werden, weil sie keine Erträge generieren …“

    Meines Wissens nach werden die Kontendaten aber an den Teilnehmerstaat uebermittelt, in dem der Kontoinhaber seinen Wohnsitz hat, und das unabhaengig davon, ob es sich um ein Girokonto oder ein anderes Konto handelt.

    Die Finanzbehoerden koennten sich doch auch fuer Einkuenfte auf Auslands-Girokonten interessieren.

    Sollte man sollte also nicht vorsichtig sein, zu glauben, dass Girokonten im Ausland nicht gemeldet werden muessen?

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    • Redaktion sagt:

      Richtig ist, dass seit dem Erscheinen des Artikels die Regelungen vom OECD-Bankkundendatenaustausch in Kraft getreten sind.

      Es werden nun auch eine Vielzahlung von Informationen übermittelt, die nicht für Besteuerungszwecke erforderlich sind.

      Das betrifft vor allem Privatkunden bei Banken und teilweise auch Versicherungsgesellschaften in einer Vielzahl von Ländern.

      Viele Edelmetalllager sind jedoch nicht von den neuen OECD-Regeln erfasst.

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  4. Benedetta sagt:

    Guten Morgen,

    Nach fünf Jahren in der Schweiz werde ich bald nach Deutschland umziehen. Wenn ich mein schweizerisches Bankkonto in eine deutsche Bank überweise, muss ich Gebühren zahlen? Würden Sie mir lieber empfehlen, mein schweizerisches Konto beizubehalten? Herzlichen Dank im Voraus

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  5. Lalitha sagt:

    Ich habe eine große Summe Geld in England. Bis jetzt hat das Geld keine Zinserträge erzielt weil dies auf ein Depotkonto liegt. Die Bank in England hat mir jetzt ein NRO (non resident ordinary) Konto angeboten damit das Geld Zinserträge generiert. Wann muss ich dies das Finanzamt melden? Erst in der ESt-Erklärung oder vorher? Danke.

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  6. Susanne sagt:

    Ich habe ein Konto in China, auf das Honorare für einen Nebenjob von 200 bis 300 Euro monatlich eingehen, der auch in China versteuert wird. Haben deutsche Behörden Zugriff auf diese Kontodaten? Vielen Dank.

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    • Claudia sagt:

      Haben Sie schon eine Antwort auf Ihre Frage erhalten?
      Bei mir ist es ähnlich.

      Mein mit mir in Deutschland lebender Mann, südafrikanischer Abstammung, hat ein Konto in Südafrika auf das wenige hundert Euro pro Monat eingehen. Steuern werden in Südafrika abgeführt.
      Wird dem deutschen Finanzamt automatisch mitgeteilt, dass dieses Konto existiert?

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  7. Zugvogel sagt:

    Beteiligt sich die Dominikanische Republik am OECD-Abkommen zum Austauschen von Bankkunden­informationen ab 2017?

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  8. Inge sagt:

    Hallo.
    beteiligt sich die Ferratum Bank in Malta am OECD-Bankkundendatenaustausch, bzw. wird die Eröffnung eines Online-Girokontos von Malta bzw der Ferratum Bank den deutschen Behörden wie z. B. der Bafin gemeldet?
    Beste Grüße

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  9. Helga C sagt:

    Ich habe aus Erbschaftsgründen ein Konto in Deutschland eröffnen müssen. Wird das BZSt diese monatlichen Beträge dem belgischen Finanzamt melden oder kann ich meinen Lebensabend in Ruhe geniessen, bin 70 Jahre alt.

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  10. Lewi sagt:

    Ich habe aus meiner ehemaligen Selbständigkeit noch Konten in: Dänemark, Schweden. England, Frankreich und Polen und habe in den vergangenen Jahren meine Kapitalerträge beim FA angegeben. Jetzt habe ich festgestellt, das mein FA mir die Kapitalerträge besteuert, aber die ausländischen Steuerbescheinigungen nicht anerkennt, so dass ich die Kapitalerträge im Ausland auch hier im Inland zum zweiten mal versteuern muss.
    Ist das normal? Gibt es ein Gesetz oder Erlass das die Jahressteuerbescheinigungen der ausländischen Banken in Deutscher Sprache sein müssen?
    Wenn man auf der einen Seite die Kapitalerträge veranlagt, sollte man auf der anderen Seite auch die bereits gezahlte Kapitalertragssteuer berücksichtigen. Oder liege ich da falsch?

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  11. Manuela sagt:

    Hallo ich habe ein Konto in Luxemburg wo nur 200-300 Euro drauf sind und ab und zu mal Geburtstagsgeld drauf kommt. Jetzt möchte die Bank meine Steuernummer haben. Warum möchten die das nach Jahren auf einmal wissen und was kommt da auf mich zu?

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  12. Didi2000 sagt:

    Steuerausländer: Habe ich etwas zu befürchten?

    Ich bin im September 2001 nach Finnland ausgewandert. Habe mein altes Girokonto bei der Sparkasse behalten, da ich ein Gmx-pro account habe und auch internet-banking (nur als Käufer) betreibe. Hatte von 2001 bis 2008 eine zu versteuernde Arbeit in Finnland. Ähnlich wie in Deutschland, gibt es auch hier einen Steuerjahresausgleich. Hatte aber mein Konto aus Deutschland nie angegeben, weil es keinerlei Gewinne abwirft und nie mehr als ca. 700 Euro drauf waren. Ich musste also ab und zu (vielleicht 1 bis 2 mal im Jahr) Geld entweder direkt vor Ort einzahlen oder tat es von hier (Finnland) aus von meiner Bank. Von 2008 – 2014 lebte ich von dem Geld meiner Frau. Von 2014 bis jetzt beziehe ich Arbeitslosenhilfe von 620 Euro monatlich, was auch versteuert wird. Hatte also auch bei dem Jahresausgleich der letzten Jahre das Konto von Deutschland unerwähnt gelassen (weil ich daran nicht verdient hatte und habe und ich auch keine passende Frage fand, wo ich das hätte angeben sollen ). Einmal überwies mir mein Freund aus Österreich ca. 670 Euro auf mein Konto, weil ich einen Flug für ihn hier in Finnland bezahlte. Da mein deutsches Konto wieder fast leer war, kam mir das gelegen. Anfang dieses Jahres habe ich einen italienischen Freund für Umzugskosten geholfen und ihn 520 Euro überwiesen. Nun erhielt ich ein Schreiben von der Sparkasse zwecks Finanzinformationsaustausch (Tin muss ich angeben) zwischen diesen beiden Ländern (Deutschland/Finnland). Habe ich nun etwas zu befürchten?

    Vielen Dank im Voraus

    Mit freundlichen Grüßen

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    • Gregor sagt:

      Ein steuerehrlicher Bürger hat nichts zu befürchten. Die staatlichen Überwachungsmaßnahmen dienen zur Förderung der Steuerehrlichkeit und zum Aufdecken von Steuerunehrlichkeit.

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