Kostenloses Urlaubskonto

Timo aus Vietnam

Gastbeitrag von Sebastian H.

Dieser Gastbeitrag beschäftigt sich mit der Timo Bank in Vietnam. Das Konto eignet sich hervorragend als Zusatzkonto, ich würde sagen, frühestens als Dritt- oder Viertkonto. Es eignet sich für alle, die:

  • gerne ein Auslandskonto haben,
  • lange oder oft Vietnam bereisen,
  • in Vietnam Geschäfte haben,
  • in Vietnam Rentner werden oder
  • sich den Traum eines Millionärs (oder Milliardärs) verwirklichen wollen.

Standort der Bank: Vietnam

Hat einen kommunistischen Ruf, der weitaus kommunistischer ist, als man denkt. Doch wie kommunistisch kann Geld eigentlich sein?

Am Ende ist es ja doch eine eher kapitalistische Errungenschaft. Im Vergleich zum Euro ist der Vietnamesische Dong über die letzten 10 Jahre sehr stabil.

Warum Vietnam?

Vietnam bietet so einiges für fast jeden: warmes Wetter in der kalten Jahreszeit, ausgezeichnetes Essen, wunderschöne Natur, tolle Strände.

Während Thailand schon fast Mainstream ist für Europäer, hat Vietnam doch einen noch etwas exotischeren Ruf. Während in China Fakes langsam aber sicher gejagt werden, gibt es in Vietnam Jahr ein Jahr aus Markenkleider von der echten Fabrik weit unter Zalando Lounge-Preisen. Während Uber in Europa überall unter Beschuss steht, funktioniert Grab in Vietnam wunderbar.

Vietnam: Freiheit im sozialistischen Staat

Als Tourist ist man mit seiner DKB-Visa-Karte und US-Dollars eigentlich gut gewappnet und sollte so ziemlich alles bekommen, was man bekommen möchte.

Doch seine Vietnamesische Dongs kann man bei der DKB kaum anlegen und es wird schwierig, Geld von der Lokalbevölkerung zu empfangen, sofern es sich nicht um Bargeld handelt.

Spätestens, wenn man in Vietnam Lohn empfangen möchte, wird man sich wohl oder übel ein lokales Konto eröffnen wollen. Nun beginnen in Vietnam die kommunistische Bürokratie und die kapitalistischen Bankgebühren einem das Leben schwerzumachen.

Vietnamkonto im Detail

Timo ist eine Abkürzung für „Time + Money“. Beides ist sehr wichtig für die Bank und für die Kunden. Alle, denen der Fortschritt beim Banking zu gering ist, wird bei Timo geholfen.

So ist Timos brennendes Verlangen, den Kunden Zeit beim Banking zu sparen, damit sie mehr Zeit zum Leben haben.

Timo ist ein Produkt der „Vietnam Prosperity Joint-Stock Commercial Bank“, kurz VPBank. Die VPBank ist eine klassische, traditionelle Vietnamesische Bank mit einem regulären Filialnetz, welches allen Timo-Kunden, meist sogar kostenlos, zur freien Verfügung steht.

Timo: Keine Kompromisse bei Zeit und Geld

Selbst für Reisenden, welche kein Konto in Vietnam möchten, lohnt sich die VPBank. Denn während man bei den meisten Banken Gebühren für Bargeldbezüge tragen muss (in der Regel 40.000 bis 60.000 VND) und oftmals nur 3 bis 6.000.000 VND abheben kann, gibt es bei der VPBank bis zu 10.000.000 VND kostenlos.

Leider hat der Flughafen von Saigon keinen VPBank ATM, MB Bank und Eximbank stellen aber kostenlose Alternativen dar und Agri Bank ist mit 22.000 VND immer noch halb so teuer wie die restlichen Finanzinstitute.

Timo Online-banking

Sämtliche Aktivitäten können in Vietnamesisch oder Englisch geführt werden. Dies betrifft die Website, die App, das Online-Banking, den ATM sowie die Angestellten vor Ort.

Überblick des Angebots

Timo bietet einen kostenlosen Spend Account (Girokonto/Privatkonto), Goal Save (Tagesgeldkonto/Sparkonto) und Term deposit (Termineinlage) an. Das Angebot beinhaltet kostenlose, nationale Überweisungen und kostenloses Aufladen von Handy-Guthaben.

Abgerundet wird das Angebot mit einer Debitkarte zur Nutzung in Vietnam mit Wunsch-PIN. Natürlich sind dabei die kostenlosen Bargeldbezüge und Bareinlagen am Automaten und Schalter nicht vergessen gegangen. Ebenso gibt es Rabatte bei Partner in Vietnam vor Ort.

Für die Eröffnung ist lediglich ein Besuch bei der Bank notwendig. Leider fehlt es bei der Bank etwas an Nostalgie. Während das Lokal eher den Anblick eines Hipster Cafés erweckt, sucht man dort den Schalter vergebens und statt einem gammligen Wasserspender in der Ecke, hat man sogar noch die Qual der Wahl aus einem Dutzend kostenloser Getränke.

In besagten Lokal erhält man gleich alles, was man braucht, es folgt keine Post und die Karte hat kein Ablaufdatum.

Sollte man seinen Wohnsitz in Vietnam haben, kommt eine kostenlose MasterCard ohne Auslandseinsatzentgelt, einen Kredit, Versicherungen und Fonds hinzu. Die Angebote klingen genauso vielversprechend wie die anderen Leistungen der Bank.

Kontoeröffnung

Um ein Konto zu eröffnen ist Folgendes notwendig:

  • Pass (den sollte man ja sowieso haben, da man mit Personalausweis nicht ins Land kommt)
  • Vietnamesische Telefonnummer (bekommt man am Flughafen)
  • Visum (Touristenvisum ist ausreichend)
  • eine Adresse in Vietnam (nehmt vorzugsweise einfach die eines internationalen 4- oder 5-Sterne-Hotels)

Vietnam bietet derzeit eine visumfreie Einreise für Deutsche (nicht aber für Schweizer und Österreicher) an.

Es ist nicht klar, ob das Certificate of Visa Exemption ausreichend ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich lieber ein Visum organisieren. Das Visum sollte man sich nicht bei der Botschaft holen, da das teuer und langsam ist.

Günstig geht es mit Gruppenreise-Bestätigungs-Anbieter wie Vietnam Visa Line. Dort bekommt man für 6 USD eine Bestätigung, dass man eine Reisegruppe ist. Mit besagter Bestätigung, einem ausgefüllten Visa-Formular und 2 Passfotos gibt es dann in Vietnam für 25 USD ein Visum am Flughafen.

Entgegen der Größenangabe für die beiden Passfotos auf dem Formular wird so gut wie jede Größe akzeptiert. Daher sollte es mit dem in Europa gebräuchlichen Format klappen.

Die Immigrationsbehörde gibt Wechselgeld und akzeptiert die 25 USD auch in VND. Eifrige Leser wissen, dass man in Deutschland problemlos gebührenfrei US-Dollar bekommt. Details dazu gibt es in einem Spezialartikel.

Wer ab Zürich fliegt, kann am Flughafen am Travelex-Automat ebenfalls USD abheben, falls Gebühren anfallen, wird dies angezeigt. Sollte jemand noch USD zurückerhalten, kann er diese problemlos in Vietnam ausgeben, die meisten Orte akzeptieren aus US-Dollar.

Die Kontoeröffnung beginnt dann mit der Anmeldung online. Die Anmeldung wird am besten vor Ort gemacht, da die Telefonnummer angegeben werden muss.

Timo Anmeldung

In Vietnam wird, wie in Ostasien üblich, der Nachname vor dem Vornamen geschrieben. Bei mir musste ein Angestellter in der Bank dies dann wieder umkehren. Also einfach zuerst den Vornamen und dann den Nachnamen eingeben, wie in Europa.

Bei der Anmeldung muss man einen Termin für die Identitätskontrolle vereinbaren. Auch wenn man sich ohne Terminangabe nicht registrieren kann, ist der Termin nicht so unglaublich verbindlich.

Man kann problemlos zu einem anderen Zeitpunkt die Bank aufsuchen. Wer jedoch knapp mit der Zeit ist, macht sich lieber einen Termin.

Wer ganz knapp mit der Zeit ist und wem nur wenige Stunden in Vietnam zur Verfügung stehen, kann sich mit einer falschen Telefonnummer registrieren im Vorfeld registrieren, einen Termin reservieren und dann die Telefonnummer in der Bank ändern lassen.

Für den Besuch sollte man eine Stunde einplanen, da die Angestellten einem vor Ort alles erklären und dies in einer Gruppe machen. Bei englischsprachigen Leuten kann es ein bisschen dauern, bis da zwei gefunden werden.

Es stehen folgende Lokale zur Verfügung:

  • HCMC Branch: 194D-E Pasteur, Ward 6, District 3
  • Hanoi Branch: 17 Ngo Quyen Street, Hoan Kiem District
  • Can Tho Branch: 209 30/4 Xuan Khanh, Ninh Kieu (office Sunlife, Vincom Xuan Khanh)
  • Da Nang Branch: 43-45 Nguyen Van Linh, Binh Hien, Hai Chau, Da Nang

Nach der Registrierung sucht man die Bank, genannt Hangout, auf. Wie schon erwähnt, sucht man bei der Bank die gammligen Schalter hinter Glas, die Neoleum-Böden und den schimmligen Wasserspender in der Ecke vergebens. Ebenso für die Wartebänke und die Warte-Nummern-Maschinen scheint zu wenig Platz vorhanden zu sein.

Von Außen gleicht der Laden eher einem sehr schicken Café mit Außensitzplatz unter Sonnenschirmen und Pflanzen. Innen wird man an der VIP-Theke begrüßt und nach seiner Passnummer gefragt.

Anschließend wird man zu einem gemütlichen Sessel geführt. Bald wird man von einem Barmitarbeiter begrüßt und bekommt eine Getränkekarte in die Hände gedrückt. Es sei denn, man begebe sich zur Bar, bekommt man bald drauf sein Getränk nach Wahl kostenlos am Tisch serviert.

Während man das kostenlose WiFi benutzt, kann man dann schon einmal die App herunterladen.

Timo App

Bald bekommt man dann noch Gesellschaft von weiteren zukünftigen ausländischen Kunden, sowie einem englischsprachigen Angestellten (für Deutsche: m/f/d wie man so schön sagt). Dann darf man zuerst auf einem Tablet seine persönlichen Daten eingeben.

Dabei gibt man als Adresse wie beschrieben die eines internationalen 4- oder 5-Sterne-Hotels ein. Sollte man doch einmal Post erhalten, gerät diese dann nicht in falsche Hände, sondern wird zurückgeschickt, entsorgt oder ggf. sogar nachgesandt.

Natürlich kann dort die korrekte Adresse oder die eines Bekannten angegeben werden. Sollte der Name länger sein, als auf der Debitkarte Platz ist, kann man wählen, ob man „P Daniel Schmidt“, „Peter D Schmidt“ oder etwas anderes möchte.

Anschließend geht die Karte in den Druck. Da mit den Wartebänken viel Platz gespart wurde, bietet das Hangout genügend Raum für einen Debitkarten-Druck-Maschine. Der Druck dauert etwa eine Viertelstunde. In dieser Zeit bekommt man die App und die Funktionen ausführlich erklärt.

Mit der Karte in der Hand kann man sich dann bei der App vollständig anmelden. Neben der Wahl eines (freien) Benutzernamens und Passwort wird in der App gleich eine vierstellige Wunsch-PIN für die Debitkarte festgelegt.

Die Initial-PIN findet nur bei der Registrierung Anwendung. Ebenfalls aktiviert man bei der Registrierung gleich noch die iOTP (iTAN). Die TAN wird in der gleichen App angezeigt und muss einmalig mittels mTAN (per SMS) bestätigt werden. Für das Online-Banking online steht nur die mTAN per SMS zur Verfügung.

Obwohl man mit Timo seine Vietnamesische Prepaid-SIM-Karte aufladen kann, wird sie kaum im Roaming gehen. Daher sollte man ein Mobiltelefon nehmen, auf das man später noch Zugriff hat, da man sonst keine Überweisungen über 1.000.000 VND mehr freigeben kann.

Nachdem der Drink bis dann warm oder ausgetrunken sein sollte, verlässt man anschließend das Hangout. Sollte man nicht VIP-Kunde bei einer anderen Bank sein, wird einem dies sicherlich noch lange als gemütlichste Bank in Erinnerung bleiben.

Vor dem Hangout kann man dann gleich die Karte testen. Am besten hebt man mit der DKB-Visa-Karte einmal 10.000.000 VND ab. Das kostet weniger als 400 EUR. Zahlt man das Geld anschließend auf das Timo-Konto ein, hat mal wohl zum ersten Mal im Leben ein achtstelliges Vermögen am Konto. Definitiv ein gutes Gefühl. Und vermutlich mit Abstand zu den geringstmöglichen Kosten.

Timo EasyPay

Leistungen im Detail

Nach dem kostenlosen Drink im Hangout bietet Timo noch einiges.

1. Debitkarte mit Wunsch-Pin

Die Debit-Karte benutzt das Nationale Napas-Netzwerk. Diese Karte bietet folgende Funktionen:

Im Inland fallen dabei keinerlei Gebühren an. Man kann das ganze Smartlink-Banknet-Netzwerk mit über 16.000 ATMs benutzen. Bei den Timo Hangouts und VPBanken kann man bei den ATMS kostenlos Geld beziehen oder einzahlen.

Es ist zu beachten, dass auch Vietnamesen smarte Bankkunden sind. Es kommt daher nicht selten vor, dass am Abend einige Straßenverkäufer ihre Einnahmen am ATM abladen. Um Wartezeiten zu verringern, sucht man den ATM beim Hangout besser tagsüber auf.

Samstagnachts kann es beim Hangout gut sein, dass der Geldspeicher voll ist und keine Transaktionen mehr möglich sind, dann besser gleich auf eine VPBank ausweichen.

Die Limite bei Abhebungen ist 20.000.000 VND pro Transaktion, bei Einzahlungen 100.000.000 VND pro Transaktion am ATM. Im Hangout drinnen und an den Schalter der VPBank gibt es keine Limiten. Da kann man seine Bankgeschäfte in Milliardenhöhe abwickeln.

Sollte einmal etwas schiefgehen, sind Umsatzanfragen (Disputes) und Investigationen über Debitkartenaktivitäten kostenlos. Eine Kartensperre ist über die App möglich, jedoch mit Bestätigung per TAN.

Auf der Website steht, dass bei Einzahlungen und Abhebungen an VPBank ATMs außerhalb von Ho Chi Minh City eine Gebühr von 0.02% (mind. 10.000 VND) fällig wird. An einer anderen Stelle steht jedoch, dass es kostenlos sei.

Im Zweifelsfall sollte man lieber bei der Registrierung nachfragen.

Timo Debit Card

2. Das Konto und die App

Dank der Napas-Karte bietet das Konto noch ein paar Vorteile. Folgendes ist über die App und online möglich:

Obwohl man seinen Kollegen die Debit-Kartennummer geben soll für Überweisungen auf sein Konto, warnt Napas ausdrücklich davor, ein Bild seiner Karte in Netzwerken (Facebook, etc.) zu posten.

Kostenlose Überweisungen in Vietnam sind einfach über die App oder im Online-Banking. Dafür wird entweder einen Konto- oder Napas-Karten-Nummer benötigt. Hat der Empfänger auch Timo, kann man die Kontodaten mittels QR-Code in der App übernehmen.

Timo Einzahlungen

Eingehende Überweisungen sind ebenfalls kostenlos. Je nach Wechselkurs lohnt es sich eine Fremdwährung zu überweisen oder einen Transferdienstleister wie TransferWise, WorldRemit oder OrbitRemit zu benutzen.

Bei Online-Einkäufen steht selbstverständlich VNPay-QR zur Verfügung. Dazu wird einfach ein QR-Code mittels App gescannt. So bezahlt man schnell und einfach seine Einkäufe. Ebenfalls gibt es Timo EasyPay, welches zum Beispiel für Reisebuchungen auf der Partnerplattform Gotadi zum Einsatz kommt.

Das Geld auf dem Spend Account wird mit ca. 0.1% verzinst. Weitaus besser fährt man jedoch mit den Term Deposits. Diese können über folgende Zeiträume gezeichnet werden:

  • 1 Monat (5.1%)
  • 3 Monate (5.2%)
  • 6 Monate (7%)
  • 12 Monate (7.05%)
  • 18 Monate (7.6%)

Die Zinssätze sind variabel und können jederzeit in der App oder Online abgerufen werden. Einlagen sind nur in ganzen Millionen möglich.

Bei einer Einlage wird die Möglichkeit geboten, statt einer Einzahlung gleich vier zu machen, mit je einem Viertel des Werts. Diesen Vorschlag sollte man annehmen, denn dann kann man bei Bedarf einen Term Deposit stornieren und behält noch die drei anderen mit viel Zins. Bei einer Stornierung gibt es nämlich nur die 0.1 % Zins vom Spend Account.

Hat man dann nach der Abreise noch etwas übrig, so kann der Betrag auf ein Goal Save gelegt werden. Dort sind Einzahlungen ab 1000 VND möglich. Das Geld wird dann mit 1 % verzinst und ist jederzeit verfügbar. Der Zins wird immer am Monatsanfang gutschrieben.

Die Zinsen werden auf einer jährlichen Basis mit einer 365-Tage-Methode berechnet. Dies entspricht der Englischen Methode, in Deutschland und der Schweiz wird die 360-Tage-Methode verwendet.

Timo Sicherheitseinstellungen

Auf Wunsch bekommt man bei jeder Transaktion eine Benachrichtigung per E-Mail. Dies ist bei Eröffnung voreingestellt und kann in den Einstellungen deaktiviert werden.

Die App unterstützt das Login per Fingerabdruck. So kann man sich schnell und einfach um seine Bankgeschäfte kümmern oder das Guthaben prüfen.

Loggt man sich in der App oder im Online-Banking ein, wird man an allen anderen Orten ausgeloggt. Kommt das Telefon abhanden, kann man sich so aus der App ausloggen.

3. Privileges

Das Konto bietet noch ein paar Privilegien für Kontoinhaber. Diese wechseln sporadisch. Derzeit gibt es Rabatte auf Fitness Center, Restaurants und Bars.

4. Weitere Funktionen für Einwohner

Wer in Vietnam wohnt, kann noch mehr profitieren. So bietet Timo eine kostenlose MasterCard ohne Auslandseinsatzentgelt. Um in den Genuss der Karte zu kommen, wird jedoch eines der folgenden Dokumente benötigt:

  • Work permit (Arbeitserlaubnis)
  • Original confirmation of employment letter (Original einer Anstellungsbestätigung)
  • Residence card in Vietnam (Niederlassungsausweis)

Das gewählte Dokument muss noch mindestens 12 Monate Gültigkeit haben.

Damit die Beantragung klappt, braucht man noch etwas Kleingeld. Es gibt zwei Wege:

  1. Durchschnittsguthaben während 90 Tagen von mindestens 2.000.000 VND
  2. Mindestens 20.000.000 VND in einem Term Deposit von mindestens 6 Monaten

Die Kreditkarte ist eine der wenigen Möglichkeiten, das Geld wieder außer Landes zu bringen.

Ebenfalls interessant ist eine Reiseversicherung in Zusammenarbeit mit Liberty Insurance, Fonds von VinaCapital Investments, den Fast Cash Kredit, sowie die Möglichkeit die Ausgaben der Timo MasterCard in Raten zu bezahlen.

Einschränkungen

Das Konto unterstützt nur die lokalen Dongs. Fremdwährungen können jedoch eingezahlt werden oder auf das Konto überwiesen werden. Ebenfalls kann man mit der MasterCard im Ausland ohne Auslandseinsatzentgelt fremde Währungen ausgeben.

Ausgehende Überweisungen ins Ausland sind in Vietnam aufgrund von Regularien nur sehr beschränkt möglich. Es ist ein Besuch bei der Bank und ein Nachweis über die Herkunft des Geldes notwendig (Arbeitserlaubnis, Lohnausweis, etc.). Alternativ kann man das Geld mit PayPal im Ausland ausgeben (entsprechende Wechselgebühren fallen an).

Überweisungen sind standardmäßig nur mit iOTP (iTAN) möglich. In den Einstellungen kann dies deaktivieren. Dann sind Überweisungen bis 1.000.000 VND und maximal 10.000.000 VND pro Tag ohne iOTP (iTAN) möglich.

Da man im Ausland kein Roaming hat, kann man Überweisungen über 1.000.000 VND bzw. über mehr als 10.000.000 VND total pro Tag nur mit der App machen und dort mit der iOTP (iTAN) bestätigen. Fällt das Telefon ins Wasser, geht die nächste Reise wohl wieder nach Vietnam an den Strand.

Über den Autor

Schon als Kind hatte Sebastian H. eine Vorliebe für Banken. Während
seine Eltern der ungebremsten Eröffnung von Konten noch Einhalt gebieten
konnten, legte er sich eine beachtliche Sammlung an Sparschweinen zu.
Als Volljähriger entdeckte er dann bald die Macht der Bankkonten und
seit dann sprießen diese wie Pilze aus dem Boden.

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16 Kommentare zu “Timo aus Vietnam”

  1. Werner sagt:

    Respekt, dass jemand das Kommunistische Vietnam bereist, da hätte ich viel zu viel Angst davor.
    Du schreibst:

    „Obwohl man mit Timo seine Vietnamesische Prepaid-SIM-Karte aufladen kann, wird sie kaum im Roaming gehen.“
    Kaum im Rooaming gehen, was meinst Du damit?

    „Daher sollte man ein Mobiltelefon nehmen, auf das man später noch Zugriff hat, da man sonst keine Überweisungen über 1.000.000 VND mehr freigeben kann.“ Was meinst Du damit sollte man ein Mobiltelefon nehmen, auf das man später noch Zugriff hat?

    Über Erläuterung oder Ergänzung dazu wäre sicherlich nicht nur ich dankbar, ich bin wahrscheinlich nicht der einzige der nicht weiß was Du damit meinst. Vielen Dank für Deine Erläuterungen im Voraus dafür und danke für Deinen Artikel.

    Wie sieht es denn mit der Mobilfunkversorgung in dem Land aus, und mit WLAN WiFi? Ist dies ausreichend vorhanden um Online Banking und Smartphone Banking zu betreiben?

    Über Antwort würde ich mich freuen. Danke im Voraus.

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    • Sebastian H. sagt:

      Hallo Werner

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Zu deinen Fragen.

      1. Das Roaming muss in Vietnam aktiviert werden auf der SIM-Karte. Bist du einmal aus dem Land, kannst du nicht mehr viel machen.
      https://www.tripadvisor.com/ShowTopic-g293921-i8432-k11182921-Viettel_sim_card_help-Vietnam.html

      Des Weiteren musst du beachten, dass die am Flughafen gekauften SIM-Karten gut sind für ein bis zwei Wochen. Jedoch sind diese oftmals von ländlichen Provinzen (in meinem Fall gekauft in Ho Chi Minh City: Nghệ An Province), da dort wohl eher noch krumme Sales möglich sind ohne die korrekte Registrierung. Das Problem ist aber, dass dann die Nummer (wie zum Beispiel online berichtet nach ein paar Tagen bis Wochen) nicht mehr geht und man bei Viettel im Laden sich regulär registrieren muss.

      Aus diesem Grund rate ich Touristen, sich nicht auf die langfristige Funktionsfähigkeit der Handynummer zu verlassen.

      2. Bei dem iOTPüber die App rate ich die an, ggf. es auf einem Handy zu installieren, das du nicht zu Testzwecken regelmässig resettest oder es schon für einen Verkauf auf eBay Kleinanzeigen vorgesehen hast. Denn bei einer Neuinstallation der App, hast du kein iOTP mehr, da du diese nicht mehr aktivieren kannst (da du dazu SMS empfangen können musst).

      Also das Handynetz ist sehr gut in Vietnam. Man kann in den Ballungszentren sich sehr gut bewegen. Auch in der Halongbay war es bei mir sehr gut (obwohl es Stellen geben soll, wo der Empfang schlecht sei laut Cruise-Crew). Auf dem Land wird es wohl eher schlechter sein, ob es schlechter sein kann als in Deutschland auf dem Land mit O2 bezweifle ich hingegen 😛

      WiFi ist eigentlich auch überall gut vorhanden, aber wenn einen SIM-Karte mit 2 GB pro Tag für 30 Tage gerade mal 6 EUR kostet, dann brauchst du kaum noch WiFi ausserhalb vom Hotel und dort ist es immer schnell.

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    • Nico sagt:

      Im „Nicht-EU-„Ausland kann man nur über Roaming telefonieren und ins Internet gehen. Das ist meist sehr teuer. Bei bestimmten SIM-Karten / Tarifen geht Roaming nicht, du kannst es nicht einstellen.

      Wenn man ins Ausland reist macht es immer Sinn sich eine Prepaid-SIM des jeweiligen Landes zuzulegen, ist deutlich günstiger und es gibt keine bösen Überraschungen!

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      • Sebastian H. sagt:

        Hallo Nico

        Ja, das ist klar. Bei Timo brauchst du aber eine Nummer aus Vietnam. Daher kommt sowieso nur eine SIM-Karte aus Vietnam in Frage. (Ansonsten würde ich dir empfehlen einmal einen 3 Karte aus UK zuzulegen, diese haben Roam-like-Home in unzähligen Ländern, inkl. Vietnam.)

        Das Problem hier ist jedoch, dass der Aufwand, eine Viettel-SIM-Karte in Deutschland einsatzfähig zu machen nicht unerheblich ist. Denn Roaming ist grundsätzlich deaktiviert und Karten sollten korrekt registriert sein für den längerfristigen Einsatz.

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        • Nico sagt:

          Ja, das stimmt. Bei GB muss man abwarten was nach dem Brexit passiert. Den einige Firmen verlagern bzw. planen die Verlagerung z.B. von EU-Niederlassung nach EU-Festland. Zusätzlich sieht es bei Banken dort derzeit schlecht aus, u.a. die Deutsche Bank baut massiv Stellen ab. Das alles kann sich auch noch auf SIM-Karten bzw. Telefontarife auswirken;)

          Es gibt natürlich auch bestimmte Anbieter die günstiges möglich weitverbreitetes Roaming anbieten.
          Wie z.B. „Travel Sim“

          Oder aber auch technische Hilfsmittel, die es erlauben mehrere SIM-Karten zu verwalten oder aber sich automatisch weltweit in Partnernetze einwählen.
          Das sind z.B.:
          – GlocalMe Mobile WLAN Router
          – Goodspeed von Uros

          Generell ist aber ein Kauf von lokalen Sim-Karten, für Kurzreisen von max. 2 Wochen halt als Prepaidversionen günstiger.

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  2. Tim sagt:

    Sehr interessant. Vielen Dank!

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  3. Werner sagt:

    Vielen Dank Sebastian H.
    für Deiner Erläuterungen zu meinen Fragen. Meines Wissen kannst Du um Telefonate aus Deutschland zu empfangen eine Sipgate Festnetznummer auf einer App wie CSimple Zoiper usw. installieren, dann kann Dich der Anrufer zu Festnetzpreisen bzw. mit Flat kostenfrei aus Deutschland erreichen. Günstig Telefonieren nach Deutschland kannst Du mit der MobileVoip App in Verbindung mit einem der dort angegebenen BetaMix Voip Anbieter. Jemand der jedes Jahr der zeitweise sich in Thailand aufhält macht das jedenfalls in der Art und Weise. Unter Teltarif kannst Du in den dortigen Foren davon lesen, wenn es für Dich interessant sein sollte. Ich wollte Dich lediglich darauf aufmerksam machen, wenn es Dir noch nicht bekannt sein sollte. Nochmals Danke für Deine Antwort und Deinen Bericht.

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    • Nico sagt:

      Das ist telefonieren über Internet. Kann man auch sehr gut über WhatsApp 😉

      Internet ist über „richtige Auslandsgrenzen“ hinweg immer billiger. Vor allem wenn beide fürs Internet eine jeweils im Aufenthaltsland vergebene SIM-Karte verfügen.

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      • Sebastian H. sagt:

        Falls du nach China gehst, solltest du WeChat installieren, da die anderen Messenger weitgehend blockiert sind. Da auch der Google Store blockiert ist, solltest du es vor der Abreise installieren. Wenn du schon in China bist, dann kannst du das .apk manuell installieren, musst aber zuerst in den Einstellungen die Umgehung des Play Stores aktivieren.

        In Vietnam funktionieren aber alle Apps problemlos.

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    • Sebastian H. sagt:

      Ja, grundsätzlich kannst du jeden SIP-Anbieter verwenden und dann einen SIP-Client auf deinem Phone installieren. Deutsche Festnetznummern sind für Anbieter relativ einfach zugänglich (der Anbieter muss nur beim Kunden einen Adressnachweis im entsprechenden Vorwahlgebiet anfragen). Die Kostenersparnis ist relativ hoch.

      Was aber noch viel besser ist: du nimmst das Internet und Telefonie in Deutschland bei zwei verschiedenen Anbietern (z.B. nfon, die haben einen guten Service und stellen auch einen grossen Teil der VoIP-Infrastruktur der Telekom). Da es zwei verschiedene Anbieter sind, kann der Telefonieanbieter den Zugange nicht mehr auf die IP-Adresse von deinem DSL beschränken. Dann kannst du einfach einen VoIP-Client auf deinem Handy installieren und los geht es. Es gibt genügend kostengünstige Anbieter im Internet, kannst einfach mal suchen.

      Wer eine eigene Telefonanlage betreibt kann alternativ auch über diese sich verbinden von extern, sofern die Anlage über einen SIP-Zugange verfügt. Das ist sicherlich eine der attraktivsten Lösungen, da dann Call-by-Call auch geht (oftmals mit den billigsten Tarifen) und oftmals noch Flatrates vom Anbieten zur Verfügung stehen.

      Das echte Problem beim Banking ist aber ein anderes. Viele Finanzinstitute benötigen eine lokale Nummer für SMS. Das ist bei vielen so (DKB für Verified by Visa, Timo, etc.). Nun habe ich bei mir einen Stapel an SIM-Karten nur um lokale E-Bankings zu bedienen. Ist halt etwas mühsam aber es geht schon.

      Für viele Länder gibt es auch virtuelle Handynummern, diese kosten aber leider oftmals einiges. Virtuelle Festnetznummern sind oft noch relativ kostengünstig zu erhalten (ca. 1 USD pro Monat), ausser in Exoten wie Vietnam wo man auch ca. 35 USD hinblättern muss bei globalen Anbietern. Ebenfalls gibt es Länder wie Vietnam, wo derzeit gar keine (oder kaum) virtuelle Handynummern angeboten werden.

      Naja, evtl. mache ich einmal noch einen Gastbeitrag über SIM-Karten. Davon habe ich nämlich ähnlich viele wie Bankkarten aus aller Welt.

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  4. CS sagt:

    Sehr informativ und gut aufbereitet! Offen bleibt aber die Frage der Einlagensicherung.

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  5. Markus sagt:

    Vielen Dank auch von mir für den Artikel. Doch für meine relativ kurzen Reisen ust mir die Eröffnung eines Kontos im jeweiligen Land zu zeitraubend. Da greife ich lieber auf DKB zurück.

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