Antwort auf das, was läuft:

Megatrend Gold!?

Selbst wenn Sie nur über ein kleines Budget verfügen, ist dieser Artikel wichtig für Sie – denken Sie prozentual!

Als ich im Flugzeug nach Amerika saß, las ich für Sie aufmerksam den Artikel „Megatrend Gold“ in Focus-Money.

Megatrend Gold

Wenn etwas im Mainstream hochgelobt wird, bin ich – wie vermutlich auch Sie als smarter Bankkunde – besonders wachsam.

Noch hat das Gold-Thema nicht die Titelseiten erreicht und mit einem entscheidenden Punkt haben die Focus-Autoren definitiv recht: Wenn die Notenbanken wieder anfangen Gold zu kaufen, dann ist das ein sehr gutes Zeichen für die Preisentwicklung.

In den vergangenen 20 Jahren haben Notenbanken vor allem Gold verkauft bzw. über die Goldleihe indirekt Gold auf der Verkäuferseite in den Markt gegeben, um den Goldpreis künstlich niedrig zu halten.

Der Goldpreis galt bis zu den großen Manipulationen als Thermometer der Finanzmärkte.

Gold zugekauft haben vor allem die Notenbanken im Osten von Polen über Ungarn und Russland bis hin zu China.

Unsere Bundesbank stand dieses und letztes Jahr auf der goldabgebenden Seite (hauptsächlich über Sammlermünzen).

Als Deutsche sind wir es seit dem 30. November 1989 gewohnt, dass die Geldpolitik nicht in erster Linie zum Wohle des Volkes gemacht wird. :-O

Lassen wir das Geschichtliche außen vor und erinnern uns an die alte Börsenweisheit:

Es ist nichts leichter, als schon gestiegene Werte dem Publikum zu verkaufen.

Als langjähriger Abonnent wissen Sie, dass wir unsere Leser über gute Einstiegs­möglichkeiten in Gold und Silber informiert haben, als es noch nicht so sexy aussah.

… ich freue mich auf Feedback von den Lesern, die bereits bei diesem Artikel mit super­konkreten Empfehlungen umgesetzt haben und rückblickend sagen können:

Ja, das war gut und richtig so.

Sind diese Empfehlungen heute noch gültig?

Ja, aber ich würde nicht so weit wie die Focus-Autoren gehen und den verpassten Einstieg in Gold mit den Kursentwicklungen von „Amazon, Apple & Co.“ vergleichen.

Ein Rohstoff (mit gleichzeitiger Geldfunktion) ist etwas anderes als wachstumsorientierte Unternehmen in einer wirklichen Trendbranche. Insbesondere, wenn es sich jeweils um die führenden Unternehmen mit einem gigantischen „Burggraben“ handelt.

Diese Unternehmen sind darauf aus, Werte zu schaffen und zu wachsen.

Das ist bei Gold nicht der Fall.

1 Unze Gold (spezifische Maßeinheit bei Gold, entspricht 31,1 Gramm) ist immer 1 Unze Gold und das meiste Gold auf Erden hat die Hauptfunktion, Vermögen zu speichern.

Ja, ein bisschen wird in der Industrie verbraucht und manches auch in der „Liebe“. 😉

Der Wert von Gold ändert sich gar nicht so stark mit der Zeit, wie man allgemein denkt. Denn wie eben festgestellt bleibt 1 Unze = 1 Unze.

Aber der Preis von Gold unterliegt ständig Änderungen – oder wenn Sie den Perspektivwechsel mitmachen wollen:

Der Preis von Euro verändert sich ständig gegenüber dem Gold.

Die weltweit verfügbare Goldmenge ändert sich nicht so stark. Der größte Teil des aktuell nachgefragten Goldes stammt aus Altgold. Es wurde aus dem Recycling gewonnen und damit hat sich die Goldmenge insgesamt überhaupt nicht verändert.

Ganz im Gegenteil zum Euro: Jeden Monat schöpft die EZB ein paar Milliarden durch das Quantitative Easing und Nachfolgeprogramme und unsere Banken durch die Vergabe von Krediten (Geldschöpfung im Bankensystem).

Das sind vereinfacht ein paar Blicke auf die Hintergründe, weswegen heute eine Unze Gold keine 35 US-Dollar (entspräche knapp 32 Euro) mehr kostet, wie es von 1944 bis 1971 der Fall war …

… und ein Eigenheim in Vorstadtlage für eine halbe Million Euro statt für 100.000 Mark (entspräche rund 51.000 Euro) den Besitzer wechselt.

Natürlich kann man Gold zum „Spielen“ kaufen oder in der Erwartung auf einen höheren Wiederverkaufspreis.

Ich kaufe Gold (und Silber!) zur langfristigen Vermögenssicherung

Das tue ich regelmäßig und unabhängig vom aktuellen Preis mit überschaubaren Beträgen (Erinnerung: Denken Sie prozentual!).

Natürlich habe ich ebenso in Aktien und in Grundbesitz investiert – und genau das würde ich auch den meisten Lesern raten, wenn Sie mich fragen würden.

Wie ich das im Detail mache, finden Sie als Inspiration in diesem Artikel.

Auf einen Austausch mit Ihnen über die Kommentarfunktion freue ich mich.

Vielleicht möchten Sie anderen Lesern und mir berichten, wie Sie denken, welche Erfahrungen Sie gemacht haben und wie Sie umsetzen.
Herzlichen Dank!
Ihr
Richard Banks

Ergänzende Artikel:

Ergänzendes Video von Richard Banks:

Wie erste Gold-Position kaufen? » 2 Ideen
[Gesamt:10    Durchschnitt: 4.6/5]

Wer schreibt hier?

Richard hilft Menschen mit diesem Spezial-Portal passende Bank­produkte im In- und Ausland zu finden und zeigt, wie man sie optimal nutzt. Sie können sich als „Fan“ anmelden und so noch mehr Anleitungen und Videos sehen.

Empfehlung

Schau' dir mal N26 genau an!

14 Kommentare zu “Megatrend Gold!?”

  1. Martin Freimuth sagt:

    Hallo Richard,

    also Gold in Form von Münzen und 100g Barren ist ja sinnvoll als „eiserne Reserve“, aber zum Vermögensaufbau sind Aktien von Goldschürfern doch besser geeignet. Die machen zwar auch (wie Gold) in der Regel jede Inflation mit, aber könne bei denn steigenden Goldpreisen auch noch mit einer Dividende glänzen. Jedoch ist das Risiko beim Aktienbesitz etwas größer als bei einem „Familienschatz“ zu Hause. 🙂

    Beste Grüße aus Oberbayern

    Martin

    • Richard Banks sagt:

      Hallo Martin,

      klasse! Herzlichen Dank für die erste Ergänzung und gleichzeitig Erweiterung des Themas!

    • Seb sagt:

      Dividendenrenditen sind bei Goldminenunternehmen traditionell gering oder nicht existent. Gewinne werden meist direkt reinvestiert.

      Aber diese Unternehmen bieten einen Hebel auf den Goldpreis (natürlich in beide Richtungen).

      Es gibt dafür auch einen Index: NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) bzw. den passenden Performanceindex dazu (HUITR). Und wer in ihn investieren will, findet dafür auch einige wenige ETF, z. B. den ComStage NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (ETF091), der auf den Performanceindex basiert.

  2. Schnikkers80 sagt:

    Ein wenig Eiserne Reserve in Münzen werde ich mir auch noch zulegen. Das wird aber nach Plan erst 2020 der Fall sein.

    MFG

  3. Thomas sagt:

    Hallo Gregor,

    vielen Dank für den Artikel.
    Ich mische meinem Vermögen ebenfalls Gold und Silber bei.
    Was ich nach wie vor für sinnvoll erachte.

    Die Zeitschrift „Focus Money“ läuft bei mir unter „Finanzpornografie“ (Gerd Kommer läßt grüßen).
    Jede Woche wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben, damit die Seiten / das Heft gefüllt wird.
    Habe mir schon vor etlichen Jahren die Kosten für diese Publikation gespart.

  4. Sven sagt:

    Ich bin ein Freund von Goldmünzen und kaufe mir u.a. jedes Jahr die deutsche 100 Euro Goldmünze, die seit 2002 erscheint. Die Münze enthält ½ Unze Gold, der Ausgabepreis besteht aus dem Goldwert zu einem Stichtag sowie einen Ausgabeaufschlag. Die günstigste Münze ist 2003 zum Preis von 190€, die teuerste 2012 zum Preis von 738€ ausgegeben worden. Im Durchschnitt haben die Münzen ca. 450€ das Stück gekostet, also deutlich weniger als der aktuelle Goldwert (zu dem ggf. noch der Sammlerwert hinzukommt). Um das Risiko des zu hohen Einstiegs zu minimieren würde ich regelmäßige und kleine Investitionen gegenüber großen Einmalanlagen bevorzugen. Schön ist natürlich, wenn man das Gold auch physisch in den Händen halten kann. Das Problem der Münzen ist jedoch der Aufschlag, der besonders kleine Münzen viel zu teuer macht.

    • Richard Banks sagt:

      Klasse! Sven, dass gefällt mir fabelhaft 🙂 Danke!

    • Seb sagt:

      Goldmünzen haben einen recht hohen Aufschlag (es gibt Ausnahmen), weil es Sammlerobjekte sind. Günstiger sind da meist Goldbarren. Diese gibt es herunter bis zu einer 0,5 Gramm Staffelung. Je kleiner der Barren, desto höher der Aufschlag. Kleinere Staffelungen sind dagegen in einem Krisenfall deutlich vorteilhafter als größere Staffelungen.

      Wer in physisches Gold investieren will, dass er selbst verwahrt, dem sei ein Kauf noch bis Ende des Jahres empfohlen. Tafelgeschäfte sind noch bis Ende des Jahres bis €10.000 anonym (Geld gegen Gold) möglich. Ab Januar soll die Grenze auf €2.000 gesenkt werden, was nicht mal mehr für 50 Gramm ausreicht.

      • A.S. sagt:

        Ich bin immer wieder erstaunt über das Bestreben vieler, Tafelgeschäfte in Gold anonym zu tätigen.
        Das ergibt ja nur Sinn, wenn man davon ausgeht, das Gold in Krisenzeiten als Tauschmittel zu benötigen, und man Angst hat, daß man es vom Staat abgenommen bekommt.

        Wenn man für knapp TEUR 10 Gold kauft, und das vielleicht sogar mehrfach, wie es in einschlägigen Foren empfohlen wird, was macht mann dann damit?

        Erste Möglichkeit: irgendwann Kasse machen, nach einem Jahr ggf. mit steuerfreiem Gewinn.
        Da dürfte das Erstaunen dann groß sein, wenn man sein Gold eben nicht mehr anonym an einen Händler verkaufen kann, da dieser wegen der Abgabenordnung den Verkäufer erfassen muß.

        Im Finanzbereich ist es üblich, daß vor Kontoeröffnung die Mittelherkunft nachgewiesen werden muß. Wenn dies auch beim Goldhandel verschärft wird (Goldhändler müssen sich auch an das Geldwäschegesetz halten), wird vielleicht ein Ankauf von mehreren Tausend Euro abgelehnt, wenn man die Quelle nicht offenlegen kann.

        Mir ist es daher eher wichtig, eine Rechnung auf meinen Namen zu haben, der auch später noch als Nachweis dient.

        Zweites Szenario: Krisenfall.
        Wenn ich beim Bäcker mit Papiergeld und Kreditkarten nichts mehr bekomme, ich aber jedesmal denselben Schlauberger sehe, der mit kleinen Goldmünzen bezahlt, weiß ich, wo ich des Nachts hinzugehen habe.

        So einfach, wie man es sich oft ausmalt, ist es nicht. Und es stellt auch überhaupt kein Problem dar, Gold nicht anonym zu kaufen und per Überweisung zu bezahlen.

        Zum Post: Die Aussage, Münzen seien immer mit höherem Aufschlag versehen, als Barren, ist eine unzulässige Pauschalisierung.

        Auf relevanten Webportalen gibt es Übersichten, welche Produkte derzeit nahe am Spot zu kaufen sind.

        Daher sind Münze oder Barren letztlich eher Geschmacksfrage, als etwas, zu dem man eine klare Empfehlung geben könnte.

        • Seb sagt:

          Also 1.: Den Staat geht es nichts an, was ich wann wo mit meinem Geld kaufe.

          2. Ja, Goldverbote gab und gibt es immer wieder. Sogar in der USA gab es – zumindest offiziell – jahrzehntelang Goldverbote. Und genau wie mit Waffenregistern schaut dann der Staat zuerst bei denen vorbei, von denen er weiß, dass sie Gold (oder halt Waffen) besitzen. Wer damit kein Problem hat, braucht keine anonymen Tafelgeschäfte zu tätigen. Ich habe damit aber sehr wohl ein Problem.

          3. In Krisenzeiten wird es immer Menschen geben, die mehr haben als andere – egal ob Gold oder was auch immer. Diese Menschen sind dann natürlich immer der Gefahr ausgesetzt, Opfer von Verbrechern zu werden. Dieses grundsätzliche Problem ist wohl kaum zu vermeiden.

          Generell gilt für mich: Wann immer ich etwas tun kann, was der Staat nicht mitbekommt, tue ich das auch so. Deshalb bezahle ich wo immer möglich bspw. auch bar. Ein anderes Verhalten halte ich bestenfalls für liebenswürdig naiv … aber im Zweifel leider dumm.

          • A. S. sagt:

            In welchem Register waren denn die Goldbesitzer registriert, als in den USA das Goldverbot umgesetzt wurde? Hatten die auch ihr Gold online gekauft und per Paypal bezahlt, oder doch eher bar?

            Bei wem tauscht man denn in einer Krise sein Gold ein, wenn Gold verboten ist?
            Wie monetarisiert man denn nach Aufhebung eines Verbotes sein Gold, wenn man keinen Herkunftsnachweis hat?

            Diese ganzen Strategien, sich mir Bargeld Gold zu kaufen und es zu horten, und möglichst nichts mit Karte zu zahlen, und dann zu glauben, man selber wäre von den selber prophezeiten Schreckensszenarien nicht betroffen, DAS ist bestenfalls „liebenswert naiv“ – oder eben einfach dumm.

            • Redaktion sagt:

              Hey, hey, insbesondere wenn Ansichten auseinander gehen, möchten wir alle an unsere Smartheit in der Community erinnern.

            • Seb sagt:

              Wir unterhalten uns doch absolut gesittet. Also keine Sorge 🙂

            • Seb sagt:

              In den USA wurde damals Gold meist direkt gekauft. Deshalb war eine Durchsetzung des Goldverbotes auch nie wirklich möglich.

              Aber um deine Frage zu beantworten: In einer Krise wird Gold immer akzeptiert – unabhängig von irgendwelchen staatlichen Vorgaben. Schwarzmärkte gibt es immer – selbst in Nordkorea oder Venezuela.

              Und auf diese Weise kann man Gold notfalls auch immer zu Papiergeld machen (warum auch immer). Natürlich kostet der Schwarzmarkt immer einen entsprechenden Aufpreis. Auch logisch.

              Aber all das würde mich niemals dazu bringen, freiwillig dem Staat mitzuteilen, wo ich wann wie viel Gold gekauft habe. Das geht niemanden absolut nichts an.

              Wie gesagt, wenn du das anders siehst, ist dir diese Ansicht natürlich absolut unbenommen.

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