Idee, die schon Erfolg gebracht hat

Mit dem Rahmenkredit Aktien kaufen?

So wie ich den Großteil unserer smarten Bankkunden-Community kenne und schätze, werden einige bei der Überschrift schon rufen wollen: Spekulation, Gefahr und auf gar keinen Fall! Diese Meinung behalten Sie bitte schön auch bei und warten auf die nächste Sonntagsausgabe.

1. Idee aus dem Aufsteiger-Training

Ausgangspunkt zu diesem Artikel war das Webinar zum Thema:

„Möglicherweise heißer Herbst – welche Absicherungsstrategien gibt es für hohe buchmäßige Börsengewinne?“

Wenn Sie mögen, können Sie in den Zusammenschnitt des Webinars probeweise reinschauen.

15 Minuten Kurzfassung

73 Minuten Vollversion

Unsere Coachingteilnehmer erhalten das Kennwort zur Freischaltung der kompletten Aufzeichnung in einer separaten E-Mail:

Auf das Thema Absicherungsstrategien wollen wir in diesem Blogbeitrag nicht eingehen, sondern auf die Idee aus unserem Aufsteiger-Training, zusätzliche Quellen an Fremdkapital zu nutzen.

Obwohl diese Seite weder eine Beratung noch eine Anleitung darstellt, füge ich als Risikohinweis dazu: Ein Totalverlust ist jederzeit möglich und man sitzt zusätzlich noch auf einem Berg von Schulden. Jeder handelt eigenverantwortlich, so wie es in einer Welt von erwachsenen und geschäftsfähigen Menschen normal ist.

2. Theorie, wie es laufen kann

Aktienkurse unterliegen ständigen Schwankungen. Allein das macht einige Leute schon nervös. Aber wer aufgeschlossen ist, kann sich daran gewöhnen und bekommt keine nennenswerten Gefühlsausbrüche. Schließlich unterliegt fasst alles im Leben Schwankungen.

Angefangen beim Wetter bis zu den Benzinpreisen an der Tankstelle: Änderungen mehrmals täglich, wie bei Aktien.

Bei Aktien ist es so, dass sie fast immer „falsch“ bewertet sind

Entweder sind sie:

  • zu günstig,
  • genau richtig (sehr selten) oder
  • zu teuer.

Hinzu kommen zwei weitere Herausforderungen:

  • man kann sie auf üblichem Weg nur kaufen, wie sie aktuell am Markt gehandelt werden (unabhängig davon, ob sie zu günstig, genau richtig oder zu teuer sind) und
  • die Feststellung zu treffen, ob sie zu günstig, genau richtig oder zu teuer sind.

Selbst wenn es einem gelungen ist, zu der Überzeugung zu kommen, dass eine Aktie zu günstig ist und man sie deswegen „zu günstig“ gekauft hat, hilft es nichts, wenn sie weiterhin zu günstig am Markt gehandelt wird.

Man kann sie nicht zum genau richtigen oder einem teuren Preis wiederverkaufen. Unter- oder Überbewertungen können manchmal Jahre anhalten und haben oft Ursachen außerhalb des Unternehmens der Aktie.

Beispielsweise kann es ein weltpolitisches Ereignis geben, welches Unsicherheit schafft, und deswegen Aktionäre – die größten Aktionäre sind die professionellen Spieler von Hedgefonds und ähnlichen Adressen der Hochfinanz – lieber Geld statt Anteilsscheine auf der Bank haben.

DAX seit 1988

Kursentwicklung des DAX (= die 30 wichtigsten deutschen Aktien) seit 1988. Nach jedem Einbruch ging es wieder nach oben.

Da bisher für die Menschheit die Welt nicht untergegangen ist, ging es immer wieder irgendwie weiter. Das gilt ebenso für viele Firmen und die Aktien erholten sich.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.
Carl Mayer von Rothschild

Zuletzt konnte man das im weltweiten Maßstab bei der Einführung der „Corona-Pandemie“ im März 2020 sehen. Aktienkurse von vielen Unternehmen rauschten 20 bis 50 Prozent nach unten, um im Juni wieder den alten Stand zu erreichen.

Jemand, der in diesen drei Monaten nicht in sein Depot geschaut hat, hat überhaupt nichts davon bemerkt. Jedenfalls vermögenstechnisch.

Einzelbetrachtung Deutsche Telekom, WKN 555750

Rahmenkredit für Telekom-Aktie

Kursentwicklung der Aktie „Deutsche Telekom“ über die letzten 5 Jahre.

Hätte man die Telekom-Aktie (Stand 9.9.2021) genau 5 Jahre lang gehalten, hätte man sich über einen Wertzuwachs von 22,8 % freuen dürfen. Aus 1.914,15 wären 2.350,58 Euro geworden. Dividenden unberücksichtigt.

Weswegen so krumme Zahlen?

Klärt sich auf, wenn wir in des Beispiel einsteigen.

3. Beispiel, welches real stattgefunden hat

Am 18.3.2020 kaufte ich 175 Stück der Aktie zu einem Kurs von 10,938 Euro:

Aktienkauf Deutsche Telekom

Wertpapierabrechnung in meinem Comdirect-Depot.

Der Tiefstkurs des 5-Jahres-Zeitraums war am 16.3.2020 bei einem Kurs von 10,43 Euro. Daran sieht man, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, genau den Tiefstkurs zu erwischen … und man kann trotzdem sehr gute Geschäfte machen, wie wir im Fortlauf der Dokumentation sehen werden.

Den absoluten Tiefpunkt wird man nicht treffen, aber man kann trotzdem hervorragende Ergebnisse erzielen!

Natürlich gibt es Nicht-Aktionäre, die seit Jahren reden: „Wenn die Kurse ganz unten sind, dann kaufe ich auch Aktien“ – nicht bei uns im Aufsteiger-Training dabei. Aber auch ein Aufsteiger sagte im Meeting: „Da muss man auch die Eier für haben, in solchen Phasen zu kaufen.“

Ich sage: Es ist lediglich eine gute technische Vorbereitung …

… erforderlich sowie ein bisschen weltpolitischer Blick, Kenntnis von Geschichte und Statistiken sowie ein stabiles Mindset.

Alles Dinge, die man im Rahmen des Aufsteiger-Trainings kennen lernt. Umsetzung steht einem frei.

Im Übrigen bin ich kein großer Fan der Deutschen Telekom: ich nahm diese Aktie nur weil sie eine sichere Partie für die Produktion des Beispiels war. Im Rahmen des Aufsteiger-Trainings hört man auch von anderen Aktiendeals und anderen Wertpapierdepots. Das ist wirklich etwas für Fortgeschrittene.

Hier in unserer smarten Bankkunden-Community zeige ich gerne Beispiele, die ohne Spezialisierung leicht nachvollziehbar und gegebenenfalls sogar ohne zusätzliche Kontoeröffnungen nachbaubar sind, weil viele unserer Abonnenten bereits das Comdirect-Depot und den ING-Rahmenkredit haben.

Am 25.9.2020 habe ich mich entschlossen, die Aktie wieder zu verkaufen:

Aktienverkauf Deutsche Telekom

Der Kurs von 14,16 liegt 29,46 % höher als der Einstiegskurs im März. Zwischen Kauf und Verkauf liegen 129 Tage.

Wer trifft schon die besten Zeitpunkte?

Verkauf der Telekom-Aktie

Meine Kauf- und Verkaufstage.

Die besten Kauf- und Verkaufstage weiß man stets im Nachhinein und diese werden dann in Erfolgsbeispielen eingebaut – ganz nach dem Motto: Hätte man …

Anders ist es bei mir: Ich liebe es, das Tatsächliche zu zeigen.

Es ist nicht der optimal mögliche Gewinn, aber es ist ein tatsächlich realisierter Gewinn!

Gewinn- und Verlustrechnung dieses Deals:

1.914,15 € Einkauf Telekom-Aktien (175 Stück zu 10,938)
     13,35 € Transaktionsgebühren (Kauf)
     41,37 € Zinsen vom Rahmenkredit (129 Tage)
     11,10 € Transaktionsgebühren (Verkauf)
 2.466,90 € Verkauf Telekom-Aktien (175 Stück zu 14,16)
———————————————————————
486,93 € Gewinn

486,93 € Gewinn ohne einen Cent Eigenkapital eingesetzt zu haben

Es handelt sich um einen dokumentierten realen Vorgang. In dieser Zeit habe ich auch andere sehr erfolgreiche Deals getätigt. Ein Teil davon ist als Dokumentation ins Aufsteiger-Training eingeflossen.

Mal angenommen, jemand hätte nicht den schmalen Betrag von 1.914,15 Euro eingesetzt, sondern den Rahmenkredit in Höhe von 25.000 Euro vollständig genutzt. Mit denselben echten und suboptimalen Parametern läge der Gewinn bei 6.359,31 Euro. Interessant?

Wie würde Ihr Setup für eine unerwartet günstige Gelegenheit aussehen?

Gerne können wir uns über die Kommentarfunktion austauschen, wie man sich technisch auf solche Gelegenheiten vorbereiten kann.

Einige in unserem Trainingsprogramm haben beispielsweise den Wertpapierkredit unserer Depotbank, so dass sie neben dem klassischen Vermögensaufbau lang laufende Limitorders zu Tiefstkursen einstellen können. In der Regel verfallen diese unausgeführt.

Doch kommt es zu einem Kursrutscher – aus welchem Grund auch immer – ist das, was der eine Aufsteiger gesagt hat („man muss Eier dafür haben, in solcher Situation zu kaufen“) ausgeschaltet.

Der Kauf wird durchgeführt, weil programmiert.

Hier nochmal die wichtigsten Links zum Thema:

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Wer schreibt hier?

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25 Kommentare zu “Mit dem Rahmenkredit Aktien kaufen?”

  1. Jehudi Schlom sagt:

    Theorie, wie es laufen kann. Ja klar…
    Praxis, wie es läuft: fremdes geliehenes Kapital verbraten und aus Schulden noch mehr Schulden machen.
    Wenn der gemeine Mob es nötig hat, an einem dubiosen „Aufsteigertraining“ teilzunehmen, hat er vieles nicht verstanden. Ansonsten wäre er finanziell schon besser gestellt als Hartzer. Ist er aber nicht, weil er nicht dazu in der Lage ist, sei es wegen mangelnder Bildung oder mangelnder Fähigkeit zur Bildung.
    Aber Einbildung ist auch eine Bildung. Jeder kann sich einbilden, das grosse Geld mit Schulden machen zu können. Geht lieber Lotto spielen. Da ist der Gewinn wahrscheinlicher…

    • Theo sagt:

      Uns als Mob zu beschimpfen finde ich nicht in Ordnung. Der Vergleich mit Lotto zeigt doch, dass Sie selbst eine mangelnde Bildung haben.

      Die Chancen auf 3 Richtige aus 49, dass ist die höchste Möglichkeit überhaupt einen Gewinn zu bekommen, der dann leider oftmals nur zweistellig ist, beträgt 1,765 %.

      Schaut man sich die Möglichkeiten eines Aktienkurses an, kann er nach oben oder unten gehen. 50 % Gewinnwahrscheinlichkeit.

      Nimmt man eine Finanzierung hinzu, fallen Zinsen an. Um einen Gewinn zu machen und rechnet man noch die Transaktionskosten dazu, liegt die Wahrscheinlichkeit bei vielleicht 48 %.

      Richard ging es aber nicht um Wetten sondern um Chancen erkennen und nutzen. Das Beispiel mit der Telekom finde ich gut gewählt. Was hat sich am Telefonnetz, den Telekomm-Immobilien, den Telekom-Kunden und Telekom-Mitarbeitern geändert, weil allgemein die Börse wegen eines Schockzustandes bergab ging?

      Die Aktie war einfach im Sonderangebot. Bei Sonderangeboten greift man doch sonst auch gerne zu? Beispielsweise eine temporäre Preisreduzierung für Waschmittel. Würde da eine Hausfrau nicht auch gleich eine Packung mehr mitnehmen?

      • Michael V sagt:

        Anders ausgedrückt: Du würdest also mit 52% Verlustwahrscheinlichkeit (nach Deiner Rechnung) mit geliehenen Geld auf eine Aktie setzen?
        Das klingt für mich nach Zockerei und da kannst Du auch ins Kasino gehen und auf Rot oder Schwarz setzen.

        • Theo sagt:

          Die prozentuale Darstellung nutzte ich, um zu zeigen, das die Wahrscheinlichkeit beim Aktienkauf einen Gewinn zu bekommen größer ist als im Lotto zu gewinnen. Das hatte der Vorredner behauptet.

      • Mario sagt:

        Ich bin nicht ein Freund von Aktien auf Kredit zu kaufen, aber der Kredit ist halt ein Hebel! Besser ist es allgemein ohne Kredite aus zu kommen, aber ist es besser für seine Firma über einen Kredit Investitionen zu machen wenn später der Auftrag platzt, eine Immobilie zu kaufen, weil die Preise und mieten steigen? Oder ein Auto? Jede Geldanlage sollte gut überlegt sein! Für einen reinen Privatanleger, der mit Aktien für seine Rente spart, ist es nicht das richtige, für Menschen sie sich intensiv mit Aktien und Geldanlage beschädigen ist es normal.
        P.S. ich bin nicht im Programm, habe aber letztes Jahr Telekom für 13,10 gekauft obwohl ich keine de/ eu Aktien möchte.

        • Michael V sagt:

          Hallo Mario,

          ich sehe das mit Aktien auf Kredit kaufen ähnlich wie Du.

          Du schreibst „ich … habe aber letztes Jahr Telekom für 13,10 gekauft obwohl ich keine de/ eu Aktien möchte.“

          Wenn ich einen allgemeinen Kursrückgang wie z.B. letztes Jahr durch Corona ausgelöst als Chance betrachte:

          -> Wie/aus welchen Gründen bist Du dann ausgerechnet auf Telekom gekommen?

          Besten Dank und Gruß
          Michael V

  2. R. Schmid sagt:

    Im Grunde geht es doch um die Finanzierung eines Sachwertes.

    Die meisten Leute werden die Finanzierung eines Sachwertes für eine gute Sache halten, wenn man statt Sachwert Haus, Auto, Möbel etc. sagt.

    Sagt man allerdings Aktien, Unternehmensbeteiligung, Kapitalanlage wird das negativ bewertet, weil die gesellschaftliche Prägung in Deutschland seit Jahrzehnten so gesteuert wurde, dass diese Wörter negativ assoziiert werden.

  3. mbee sagt:

    Ich handle seit 20 Jahren mit Aktien. Fuer einen Kandidaten, dem man erst Risiken der gewaehlten Art erklaeren muss ist es entschieden zu frueh, sich ueber Finanzierungen ueber Kredit Gedanken zu machen. Sei es nun der ‚Rahmenkredit‘ oder gar Dinge wie Lombard.
    Davon sollte er mal schoen die Finger lassen, solange er keine Erfahrung hat. Vor allen Dingen die Schmerzen bei Einbruechen ohne Absicherung mit wirklich eigenem Geld.

    Die Aussage die richtig bleibt: Deutsche sind Analphabeten der Geldanlage.

    • Richard Banks sagt:

      … aber für denjenigen, der lernen möchte, sind wir doch eine Quelle der Inspiration. 😉

      • Michael V sagt:

        Hallo Richard,

        ok, dann betrachte ich einen allgemeinen Kursrückgang wie z.B. letztes Jahr durch Corona ausgelöst mal als eine Chance für Neu-Investments.
        Du schreibst oben:

        „Im Übrigen bin ich kein großer Fan der Deutschen Telekom: ich nahm diese Aktie nur weil sie eine sichere Partie für die Produktion des Beispiels war.“

        -> Aus welchen Gründen/nach welchen Kriterien hast Du dann die Telekom-Aktie ausgewählt, was war daran eine „sichere Partie“?

        Vielen Dank und beste Grüße
        Michael V

        • Richard Banks sagt:

          Ja, richtig Michael: Allgemeine große Kursrückgänge sind interessante Chancen. Die Erste, die ich bewusst wahrgenommen und genutzt habe, war der Beginn des Irak-Krieges 2003. Die Börsen waren bereits nach der New Economy Blase zwei Jahre auf dem absteigenden Ast und dann der zusätzliche Einbruch mit dem Einfall in den Irak. Lauter Schnäppchen an der Börse oder um Worte in Anlehnung an Warren Buffett zu benutzten: Man konnte Aktien im Wert für 10.000 Dollar für nur 6.900 Dollar kaufen.

          Welche Kriterien ich bei meinen Engagements anlege, würde tatsächlich den Rahmen dieses Artikels sprengen. Solche Dinge teile ich gelegentlich bei unseren Aufsteiger-Events.

    • Ariel sagt:

      Seit 20 Jahren mit Aktien handeln? Und dann auf dieser Seite landen? Dann scheint der Handel ja nicht gerade erfolgreich verlaufen zu sein bzw. zu verlaufen. Wer seit 20 Jahren erfolgreich mit Aktien handelt, hat es schon längst geschafft, genießt sein Leben und läßt arbeiten.

      • Richard Banks sagt:

        Wieso darf man als Vermögender keine Finanzblogs mehr lesen? Das ist gelegentlich die Vorstellung von Leuten, die Vermögen für ihr Leben ausgeschlossen haben. Einer meiner Freunde, ein Aktienmillionär liest morgens vor dem Aufstehen die neusten Nachrichten aus der Börsenwelt. Täglich. Das ist sein Interesse. Das hat sich in den – ebenfalls 20 Jahren – nicht geändert. Er liest auch gelegentlich hier mit und ja, er arbeitet ebenfalls. Arbeit kann Spaß machen. 🙂 Und er ist Arbeitgeber von vier weiteren Menschen.

      • mbee sagt:

        Aktienhandel ist nicht mein Hauptberuf. Trotzdem darf ich natuerlich dahingehend Erfahrung gesammelt haben.

        Von erfolgreich schrieb ich auch ueberhaupt nicht, obwohl das in meinem Fall bis jetzt in Summe sogar zutrifft. Allerdings gibt es nicht nur die Zustaende „obszoen reich“ oder Bankrotteur, weil nun einmal nicht jedermann sein gesamtes Vermoegen in solche Dinge steckt.

        Im Ganzen: Voellig unqualifizierter Anwurf.

  4. Reinhard sagt:

    Ist ein schöner Gedanke, den ich selbst oft überlegt hab. Das Problem is aber, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Aktien steigen mit der Zeit die man veranlagt steigt. Sprich: Je länger investiert, desto größere Wahrscheinlichkeit der positiven Rendite. Damit stiegen dann aber auch die Zinsen, wenn über Kredit gekauft wird. Gibt es einen Kredit, den man dauerhaft halten kann ohne ihn zurückzuzahlen?
    Man muss einfach damit rechnen, dass die Aktie nach Kauf einfach fällt und für ein paar Jahre im Minus bleibt… wie stehts außerdem mit EFTs für sowas?

    • Richard Banks sagt:

      Ja, der Rahmenkredit und der Wertpapierkredit erfüllen die gefragten Voraussetzungen. Deswegen sind diese im Beispiel aufgeführt. Bei einer meiner Banken liegt der Kreditzins bei 1,5 Prozent. Die Telekom-Aktie hat aktuell eine Dividendenrendite von 3,38 Prozent wie man aus der Grafik oben sehen kann.

      • mbee sagt:

        Fuer einen Wertpapier (Lombard)- kredit gilt das definitiv nicht. Bei Kursverlusten hat der Kreditgeber gleich mehrere unangenehme Moeglichkeiten:

        – Zwangsverkauf von Wertpapieren
        – Zinserhoehungen (auch starke)
        – Aenderung der Kreditlinie bis hin zur Kuendigung des Kredits

        Alles ist innerhalb sehr kurzer Frist moeglich. Dann ist mit eigenem Geld auszugleichen.

        Deswegen wird ein Wertpapierkredit auch explizit als Kredit fuer kurz- und mittelfristige Anlagen angesehen. Fuer Zeitraeume wie sie Trends abbilden sind sie absolut nicht geeignet. Fuer einen Trader sieht das ganz anders aus, fuer den ist das ein Instrument. Der weiss aber – hoffentlich – was er macht.

        • Richard Banks sagt:

          Man nutzt ja eine Wertpapierkreditlinie nicht zu 100% aus, dass die von Ihnen beschriebenen Konsequenzen eintreten. Seit vielen Jahren arbeite ich mit der Wertpapierkreditlinie und sie hat mir bisher stets gute Dienste geleistet ohne jemals etwas Negatives zu bescheren.

          Je nach Vermögen kann man sie strategisch für andere Zwecke als für Wertpapierkäufe einsetzen. Man bedenke: Auf Grund der Wertpapiere im Depot bekommt man unsichtbar (ohne Hinweis in der Schufa) Geld zu beispielsweise 1,5 Prozent nachweisfrei geliehen. Man zahlt lediglich die Zinsen. Das wären bei 10.000 Euro Kredit im Monat lediglich 12,50 Euro. Comdirect nimmt aktuell 3,98 % – das wären dann 33,17 Euro monatliche Zinslast. Ist damit immer noch wesentlich günstiger als ein Dispo.

          • mbee sagt:

            > Seit vielen Jahren arbeite ich mit der Wertpapierkreditlinie und sie hat mir bisher stets gute Dienste geleistet ohne jemals etwas Negatives zu bescheren.

            Wir haben aber auch schon ueber zehn Jahre einen – bis auf die kleine Coronazacke – ungebrochenen Trend.

            > Je nach Vermögen kann man sie strategisch für andere Zwecke als für Wertpapierkäufe einsetzen.

            Kommt auf die Bank an. Nicht jede erlaubt Verwendungen ausserhalb von Wertpapieren.

            Zu meinem Ausgangspunkt zurueck. Voellige Anfaenger wuerde ich persoenlich – keine professionelle Beratung meinerseits natuerlich – erst einmal Schnuppern lassen. So mache ich das mit meiner Familie, die ebenfalls zu groesseren Teilen ihre Ersparnisse noch einfach herumliegen haben: Ein, zwei Breitband-ETF kaufen und sehen, wie man dessen Schwankungen ueberhaupt aushaelt. Das ueberfordert schon viele Leute. Wer dann uebrigbleibt, kann dann weitersehen. Und selbst mit dieser einfachen Strategie hat man schon viel erreicht, wenn man auch noch den Mut zur Wiederholung wie in einem Sparplan besitzt:

            https://www.personalfinanceclub.com/how-to-perfectly-time-the-market/

  5. Stefan sagt:

    ich finde die Möglichkeit super mit dem Wertpapierkredit von comdirect zusätzliche Aktien über Sparplan zu kaufen.
    Dabei schön vom Cost Average profitieren und Dividenden kassieren.
    der Rahmenkredit der ING ist eine tolle weitere Möglichkeit, werde ich in Angriff nehmen.
    Richard wo hast du deinen Wertpapierkredit zu 1,5% ?

    • Richard Banks sagt:

      Vorhin habe ich ebenfalls darüber nachgedacht, dass zum langfristigen, bequemen und automatisieren Vermögensaufbau ein regelmäßiger Sparplan eine der besten Lösungen ist. Den angefragten WPK habe ich hier.

    • Michael V sagt:

      Das Ganze stellt sich mit dem ING-Rahmenkredit schon etwas anders dar: Der effektive Jahreszins dafür liegt bei 5,99%.

      Um den Wertpapierkredit mit 1,5% bei einem Konto in Liechtenstein zu bekommen, ist eine Mindestanlage von 100.000 Euro bzw. 100.000 Schweizer Franken Voraussetzung.

      Ist halt nicht für jeden…

      • Richard Banks sagt:

        Ja, korrekt. Vielen Dank für die Ergänzung. ING-Rahmenkredit ist ein Retail-Produkt. Zwar auch nicht für jeden möglich, aber mit einheitlichen Konditionen. Die absoluten Top-Konditionen beim Kreditzins sind im Individual-Banking. Allerdings muss man fairer Weise hinzufügen, dass die Transaktionsgebühren und Depotführungsgebühren ein Vielfaches von der ING sind. Lohnt sich wirklich nur bei Anlagesummen ab 100K.

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