Deutscher Auswanderer mit viel Herz und ebenso viel Verstand

… anderen Expats aus der Klemme helfen

Frank, deutscher Auswanderer

Frank, deutscher Auswanderer

Frank ist zu DeutschesKonto.ORG gestoßen, als er nach einem neuen Girokonto in Deutschland suchte, weil ihm seine bisherige Bank auf Grund des Auslandswohnsitzes zunehmend Probleme bereitete.

Um es vorweg zu nehmen: Er hat mit der DKB ein neues hervorragendes Konto gefunden und konnte es sogar mittels Video-Chat eröffnen. Bankkarten und Zugangsdaten wurden ihm kostenfrei ins Ausland gesendet …

Seit dem stellt Frank anderen Lesern von DeutschesKonto.ORG sein Wissen und seine Erfahrungen:

  • mit der Kontoeröffnung aus dem Ausland in Deutschland
  • mit Kontoeröffnungen bei Banken in Thailand
  • sowie Leben und Business in Thailand und Malaysia

in Form von Artikeln und Antworten auf Leserfragen zur Verfügung.

für dieses besondere Engagement sind wir ihm sehr dankbar!

Aber nun haben Sie Gelegenheit Frank und seinen Lebensweg kennen zulernen. Dazu zitiere ich aus einer seiner ersten E-Mails an unsere Redaktion:

Wie kam ich nun nach Malaysia / Thailand und warum?

Das ist eine ziemlich lange Geschichte … ich bin Seemann, habe viele Jahre, mit meiner damaligen Frau Großyachten und sonstige Schiffe gefahren, teils als Crew, oft als Skipper (Kapitän einer Segel- oder Motoryacht).

Wir überführten dutzende Yachten in aller Herren Länder und verdienten damit gutes Geld. Wir lebten aber in Berlin, wenn wir mal keine Überführungstouren hatten.

So um das Jahr 1999 waren wir völlig abgefressen von Deutschland. Saukalt, damals tendenziell eine miese Stimmung im Volk, nicht die beste Politik und so weiter. Ich hatte damals einen alten Seefahrtskreuzer aus Stahl und wir legten ab, mit dem Ziel Südostasien. Einfach nur weg von der Kälte und dem Stress.

per Schiff ausgewandert

Nach vielen Seemeilen und eineinhalb Jahren auf See, landeten wir auf der kleinen Insel Langkawi, im Norden Malaysias. Hier fanden wir unser Paradies und wurden mit der Zeit zu Landratten, ich mietete ein schönes Haus und wir begannen, uns den Tieren zu widmen.

Es gab damals keinen Tierarzt auf Langkawi und vielen Tieren mangelte es an medizinischer Hilfe. In jungen Jahren, vor meiner Zeit zur See, half ich als Assistent in einigen Tierkliniken und Praxen, wodurch ich allerhand Wissen ansammelte, was den Tieren hier nun zu Gute kam.

Charity-Tierklinik gegründet

In den Jahren auf Langkawi, lebten wir uns leider auseinander und meine Frau ging zurück nach Deutschland. Ich verblieb hier, bei den Tieren und machte weiter. Nach acht Jahren wurde nun die Tierklinik im Dezember 2014 von Staatsseiten geschlossen, da Malaysia es nicht duldet, dass Ausländer arbeiten, auch wenn dies völlig unentgeltlich und freiwillig geschieht.

So war niemand da, der irgendwelche Kosten trug. Alles fußte auf Spenden von Tierfreunden, auf der ganzen Welt und wir mussten uns oft sehr einschränken, was die Anschaffung von Medikamenten und Material anging.

Inzwischen habe ich eine neue Lebenspartnerin gefunden und da ich quasi alles hier erledigt habe, was zu erledigen war, entschieden wir uns nach Thailand zu ziehen, da meine neue Frau eine Thailänderin ist.

neue Lebenspartnerin

Inzwischen habe ich eine neue Lebenspartnerin gefunden und da ich quasi alles hier erledigt habe, was zu erledigen war, entschieden wir uns, nun nach drei Jahren auf Langkawi, Malaysia zu verlassen und nach Thailand zu ziehen, da sie selbst Thailänderin ist.

Zwecks dieses Umzugs nach Thailand, habe ich meine Bank, die ING-DiBa bezüglich der zu erwartenden Kosten und deren Begleichung, besonders zum Thema Auslandsüberweisung befragt. Da erlebte ich mein blaues Wunder: Eine Auslandsüberweisung ist für mich aus dem Ausland nicht via Onlinebanking möglich, ohne eine Deutsche Mobilfunknummer; man benutzt das m-TAN Verfahren und ich müsste also eine Auslandsüberweisung schriftlich und auf postalischem Wege beantragen. (siehe Probleme mit der Bank in Deutschland)

Probleme mit der Bank in Deutschland

Ich fiel aus allen Wolken, war stinksauer, was sich diese Bank da erlaubt, da ich wirklich genug Geld auf dem Konto habe. Die Bank erklärt dies mit Geldwäschegesetzen und Bankinterna. Man ist ergo nicht in der Lage, eine schlichte Auslandsüberweisung zu ermöglichen, ohne mir dazu den totalen Stress zu bereiten.

Ich habe den Eindruck, dass ich konkret bei der DKB anrufe und einen kompetenten Mitarbeiter an der Strippe habe. Kann also kein externes Callcenter sein, sondern hausintern, was mir wesentlich lieber ist.

DKB-Rückrufservice nach Malayisa

Mitarbeiter der DKB rufen locker bei mir an, sofern irgendwelche Fragen zu klären sind. Man scheut da keine Kosten, denn es ist ja ein Ferngespräch nach Malaysia.

Ein aktuelles Beispiel: Ich fragte vor zwei Tagen per Email an und bat um Erläuterung des QR-Code und Generator für das Online-Banking. Gestern, wir waren gerade in einer Shopping Mall, klingelte mein Telefon und eine Mitarbeiterin der DKB bot sich an, mir zu helfen.

Wir konnten uns kaum verständigen, da es relativ laut um uns herum war und ich suchte nach einer ruhigeren Ecke. Dennoch blieb sie geduldig und besprach mit mir, wie ich das Onlinebanking der DKB, mit diesem TAN-Verfahren bedienen muss.

Ebenso beantwortete sie mir einige Fragen zu der geplanten Überweisung, da ich ja quasi an mich selbst überweise auf mein Thailand. Bankkonto, was ich noch eröffnen muss. Superfreundliche Beratung, was mir die DKB nur umso näher bringt.

Alles kann online und telefonisch geregelt werden. Dass ich dauerhaft im fernen Ausland lebe, ist eher normal für die Bank.

deutsche Expats sind für die DKB normal

Das normale Leben lässt sich hier auch mit der DiBa machen. Aber wenn es mal darum geht, eine große Summe zu buchen, ist das nur unter enormem Zeitaufwand und Stress machbar.

Wenn ich eine teurere Anschaffung vor habe, stehe ich bei der DiBa im Regen. Was, wenn ich ein Haus, ein Auto oder Motorrad kaufen will?

Zumal wenn man wie ich, ein vernünftiges monatliches Einkommen hat und nirgendwo in der Kreide steht. Die DKB dagegen, kann meine Situation verstehen und problemlos nachvollziehen.

Dass ich beispielsweise seit 15 Jahren auf Langkawi lebe, nun nach Thailand umsiedle, dort ein Haus mieten und ein Fahrzeug (Auto oder/und Motorrad) anschaffen muss. Vielleicht später ein Haus in Thailand kaufen oder bauen würde, regt die Mitarbeiter eher zu interessierten Fragen zum Leben in Asien an … ganz abseits des Themas Bankwesen.

Man bedenke, was solche Ferngespräche die DKB kosten, dennoch wird auch der Kunde im fernen Ausland angerufen und bestens bedient. Das gibt mir das positive Gefühl einer gewissen Nähe zur Bank und den Willen dieser, mit mir vernünftig zusammen arbeiten zu wollen.

geschäftlich auf ein Konto in Deutschland angewiesen

Als Teilhaber einer Firma in Berlin, bin ich auf eine deutsche Bank angewiesen, gerade auch da ich im Ausland lebe. Ich muss mit meiner Bank konkret zusammen arbeiten und auch mein unspektakuläres Leben hier finanzieren können.

Unflexibilität und sinnbefreite Sturheit, seitens der Banken, kann Ex Pats daher leicht in Teufels Küche geraten lassen. Es gibt bestimmt eine Menge Gangster, auch unter den Bankkunden; die Banken müssen sich zum Besten aller entsprechend absichern und schützen können. Das sehe ich vollkommen ein. Aber man darf dabei nicht die Verhältnismäßigkeiten aus den Augen verlieren und alle Kunden über einen Kamm scheren.

Das ganze Hankypanky wegen einer Kontoeröffnung oder Kontoverlegung ist für uns nur nervtötend. Arbeit, Stress und finanzieller Überlebenskampf ist für viele Ex Pats normal und man kann nicht mal eben nach Deutschland reisen, um einen Postident zu machen. Ganz abgesehen davon, was das alles kostet: Flugkosten, Hotel, Verpflegung, etc. Früher konnte ein Postident via Deutsche Botschaften gemacht werden, aber das wurde inzwischen, aufgrund des Geldwäschegesetzes den Botschaften entzogen und ein Postident ist nur noch in Deutschland möglich.

nur wenige Banken kommen für Expats infrage

Sofern ich heraus fand, lassen sich nur die DKB und die Comdirect auf das Web-ID ein, alle anderen Banken bestehen darauf, dass der Kunde nach Deutschland kommt, zwecks Postident.

Da diese Art der Identifizierung via Internet noch brandneu ist, hat’s da natürlich noch „Kinderkrankheiten“. Oft gibt es Probleme mit der Übertragungsrate einiger PCs. Man benötigt eine verdammt gute Kamera und eine relativ schnelle Internetverbindung. Aber das wird mit der Zeit besser.

Manche User kommen mit ihren Rechenknechten nicht zurande, sind mit der Videotelefonie nicht vertraut oder stellen sich schlicht zu dusselig an. Was das größere Problem dar stellt. Die beste Hardware nutzt nix, wenn man damit nicht umgehen kann oder will. Dazu kommen erwartungsgemäß diverse Betrugsversuche mit Hacking oder Schadsoftware von Kriminellen.

Sofern Web-ID all dies durchstanden hat und sich als tauglich erweist, wird es auch von den anderen Banken eingeführt, denn die warten und gucken zu, wie sich die Firma Websolutions und Web-ID entwickeln.

Abschießend danke ich recht herzlich für deine nette Mail und werde weiterhin auf deiner Seite vorbei schauen; es gibt immer mal irgendwelche Updates und Neuigkeiten. Ich kann von DiBa und DKB berichten und somit eventuell mit Tipps und Erfahrungen anderen Expats aus der Klemme helfen.

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Wer schreibt hier?

Frank, der Kapitän einer alten Segelyacht, seit 1999 deutscher Auswanderer in Asien. Zuerst lebte er in Malaysia, inzwischen ist Thailand sein neues Domizil geworden. Mit seinen Berichten und Leserantworten hilft er gerne anderen Expats beim Thema Bank und Ausland. Erfahre mehr ⇒ über Frank.

13 Kommentare zu “… anderen Expats aus der Klemme helfen”

  1. PAul sagt:

    Hallo Frank,
    ich möchte ein Konto bei der Kasikhornbank auf meinen Namen für meine thailändische Freundin eröffnen.
    Dann kann ich ihr wenn es brennt oder monatlich ein bisschen überweisen. Von Deutschland aus ist das zu teuer, wenn man manchmal nur 3000Baht zur „Überbrückung“ senden möchte. Teilweise zahlt Sie mir sogar Geld zurück 🙂
    Ich bin aber nur 2 bis 3 Monate, nicht zusammenhängend, in Thailand. Kannst DU mir ein Tipp geben, welche Filale in Bangkok am umkompliziertesten ist und wo man einen „pseudo-Mietvertrag“ bekommt.

    Verstehst bestimmt was ich meine, ich möchte auf dem Konto ein bißchen Geld parken und nicht bei Ihr, sonst gibt Sie alles auf einmal aus 🙂 Sie hat zwar eine Näherei und ist fleißig aber ich möchte Sie nicht in Versuchung führen.

    Gruß
    Paul

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    • Frank sagt:

      Hallo Paul,
      so mal eben ein Bankkonto zu eröffnen, ist für uns Farangs etwas kompliziert, wie Du ja sicher schon weißt; mit „Pseudo“ würde ich da schon mal gar nicht anfangen, wenn was schief geht, nehmen die auch ggf. Deine Süße ran!

      Keine Bank wird ein Konto gewähren, wenn Du nicht eine konkrete Wohnanschrift in Thailand hast und Du unter dieser Adresse auch beim Immigration registriert bist. Schummeln geht also nicht, da die Immigration nicht mitmacht, wenn Du zwar wo wohnst, aber ein Touristenvisa in der Hand hast.

      Alles läuft über die Immigration; sogar wenn Du ein Fahrzeug (egal ob neu, oder gebraucht) kaufst und unter Deinem Namen anmelden willst, muss die Immigration dazu ihr OK geben.

      Du brauchst eine Adresse, wo Du auch im sog. Tabien Bahn, dem Hausbuch, eingetragen und bei der Immigration registriert bist; sofern ich informiert bin kann die Bank auch nach dem Visa fragen, was dann ein Jahresvisa sein sollte, auf keinen Fall wird ein Tourist-Visa akzeptiert.

      So wird eben verhindert, daß Hinz & Kunz einfach mal Geld parken kann, da genau auf diese Weise hier schon ne Menge Unsinn passiert ist. Frag doch einfach mal bei Deiner Bank in Deutschland an, welche Kriterien ein Ausländer erfüllen muss, um ein Deutsches Bankkonto zu bekommen; der muss auch konkret in D. wohnen / leben, also entspr. Aufenthaltserlaubnis haben; mit einem Touristenvisa wird da auch keine Bank mitspielen, vermute ich.

      Ich würde das eher so machen: Deine Süße macht ein Konto auf, sofern sie kein eigenes hat und Du schickst ihr die Nötigen Beträge, die sie selbst verwalten kann. Wenn Du nach Thailand kommst, schickst Du dann für Euch notwendiges Geld, kurz vor Ankunft. Parken geht nicht, was natürlich blöd ist, da der Wechselkurs recht unbeständig ist.

      Kennst Du vielleicht einen Expat hier in Thailand, dem Du vertrauen kannst? Der könnte dann nämlich die Geldparkerei für Dich übernehmen.

      Daß Deine Süße ggf. die Kohle ausgibt, ist einfach zu erklären, denn sie hat ja nur einen entspr. Betrag auf ihrem Konto, was sie, wie jeder, auch auszugeben gewohnt ist. Man eiert auch in Thailand nicht für jeden Furz zur Bankfiliale, sondern holt sich sein Geld aus dem Bankautomat, der eben so lange Kohle spuckt, bis das Konto alle ist.

      Bitte verstehe meine folgenden Worte nicht falsch. Deine Süße ist eine einfache Frau, eine Arbeiterin; sie hat schlicht keine Ahnung / Erfahrung im Umgang mit Geld in solche Dimensionen, in denen wir zu handeln pflegen. Das heiß nicht, sie ist dumm, sie kann es nur nicht recht verwalten, da sie so etwas nie tun musste, oder sonst wie gelernt hat. Dazu kommt, daß recht viele Thais nicht an die Zukunft in finanzieller Weise denken, oder es gewohnt sind zu sparen, genau zu überlegen, was man mit dem Geld tut. Auch mein Frauchen ist dahingehend völlig unbewandert und verbraucht ihr Geld jeden Monat. Würde ich also auf ihrem Konto Geld parken, wärs auch im Handumdrehen verballert.

      Es gibt z.B. die Möglichkeit ein Unterkonto zu eröffnen; das liefe zwar auch auf ihren Namen, aber es ist so zu sagen optisch vom Hauptkonto getrennt und kann auch so gestaltet sein, daß sie da nicht via ATM heran kommt. Wenn sie nun einsieht, daß dieses Geld nicht angetastet wird, bis Du da bist, kannst Du ergo Geld auf dem Unterkonto quasi parken. Einzig, das bedeutet konkretes Vertrauen auf beiden Seiten; ich weiß nicht, wie eng Ihr Beide dahingehend zusammen seid.

      Ich sprach kürzlich mit dem Filialleiter der Kasikhorn Thai über eben dieses Thema. Es gibt allerhand Leute, die gerne Geld im Vorab nach Thailand schicken wollen, aber nicht wollen, daß ihre Lieben damit in die Kacke rudern. Der Knackpunkt ist da generell die Vorschrift, daß eine reale Wohnanschrift in Thailand vorhanden ist.

      Ich rate da auch von Pseudo-Mietverträgen ab, das geht ganz schnell in die Hose, da die Banken das abchecken müssen (Immigration). Der Filialleiter versteht das Problem, nur wie kann die Bank im Vornherein wissen, ob der Farang, der ein Konto haben möchte, damit keine kriminellen Dinge anstellt? Geld parken wäre ja okay, aber wenns dann geklautes Geld, oder Geld aus Drogenhandel etc. ist, steckt die Bank in dicken Schwierigkeiten.

      Sofern Du die Sache genauer diskutieren möchtest, oder sonstige Infos zu Thailand und hier leben suchst, kannst Du gerne mit mir in Kontakt treten; erwähne das einfach in einer Antwort hier, ich melde mich dann bei Dir via Email.

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  2. Paul sagt:

    vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ja dann muss ich wohl nach einer Möglichkeit Ausschau halten. Der Punkt, in dem DU erklärst, dass Sie einfach keine Erfahrung im Umgang mit Geld haben, der ist mir vollstens bewußt und der stimmt auch. Genau darum geht es eben auch und es geht auch noch um etwas anderes. Sie zahlt mir monatlich etwas zurück, weil ich Ihr Geld geliehen habe. Es war quasi ein Test von mir. SIehe da, nun zahlt Sie tatsächlich zurück (wer hätte das gedacht)aber von den 10000 Baht bleiben jedesmal 1300 Baht bei der Bank als Auslandsüberweisung. Die sollte Sie lieber behalten und für Ihre Kinder nehmen. Aber die Problematik ist genau die gleiche. Wenn Sie die monatlichen Raten behält und z.B. nach 3 Monaten auf die Summe zugreifen könnte, ist die Versuchung groß…Ich schau mal, ob es eine Treuhänderkanzlei oder sowas gibt statt einem Expat…
    Aber der Hinweis, keinen Schmuh zu betreiben, mit irgendwelchen Pseudomietverträgen, der ist wohl doch zu beherzigen. Sie können ja auch gnadenlos sein, die Thais.

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    • Frank sagt:

      Hallo Paul,
      Die Überlegung in Sachen Treuhänder ist gut, dürfte aber noch umständlicher sein, evtl. sogar teurer. Wie wäre es, wenn Du Deiner Süßen die Schulden erlässt? Ich meine sie zeigt sich ja als ne ehrliche Haut und es geht ja eher darum, zu schauen, ob sie denn das Geld zurück zahlt, wenn ich Dich richtig verstanden habe.

      Zehntausend Baht sind ne Menge Kohle für eine alleinerziehende Mutter und sind hier in Thailand schon ein Betrag, der arg drückt. Auch sind unerwartete Zahlungen, wie Krankenhaus, Medikamente, Kosten für die Schule, und so weiter, zu bedenken; da ist es schon gut, wenn Deine Süße da nicht mit 10K, quasi zusätzlichen Unkosten da steht. Ist nur ein Gedanke von mir.

      Diese Überweiserei ist nämlich recht lästig für sie (Wege und Zeit) und wie Du ja siehst, frisst die Bank davon schon reichlich.

      Du wirst lachen, aber ich bemerkte, daß die allg. Unkosten in Sachen Überweisung sogar etwas weniger / günstiger sind, als in Deutschland, wohlgemerkt überweise ich da etwas dickere Beträge und die Kosten bzgl. Wechsel € zu ThB sind dann geringer bei der Kasikhorn.

      Ich nehme an, Du wirst Deine Süße doch sicher allgemein finanziell unterstützen und schickst ggf. monatlich Geld. Hier kannst Du mal ausprobieren, um wie viel die Unkosten sich unterscheiden; da ich mir selbst Geld überweise, also mein Name zu mein Name, habe ich diesen Unterschied bei den Überweisungskosten bemerkt.

      Das geht einfach, indem Du die Bank anweist, daß die Kosten vom Empfänger getragen werden sollen. Die Frage wird ja bei jeder Überweisung gestellt und Du kannst daher mal ausprobieren, ohne Risiko, oder umständliche Verfügungen.

      Übrigens falls es Dich interessiert und btr. monatlicher Stütze: 15 – 20 tausend Baht sind hier in etwa ein Einkommen, womit man gut zurecht kommt. Wie Du schreibst, bist Du ja ohnehin nur einige Monate nicht hier, also wären nur die Zeiten außerhalb Thailands dahingehend zu rechnen.

      Was „Schmuh“ angeht, besser sein lassen, wie ich schon schrieb. Mietverträge kannst Du auch hier abschließen, ohne zu schummeln.

      Die Wohnung Deiner Süßen zum Beispiel:
      Diese wird sicherlich angemietet sein, oder? Da könnte man den Vermieter ansprechen, ob Du als Mieter mit rein könntest.

      Hier in Thailand ist es nämlich so, daß man als Hausbesitzer ein Hausbuch hat, was einen eben als Besitzer des Hauses ausweist. In diesem Hausbuch müssen alle Mieter eingetragen sein und genau das ist so zu sagen der Mietvertrag, was Du zur Kontoeröffnung bei einer hiesigen Bank benötigst.

      Biete dem Besitzer meinetwegen mtl. 1000 Baht an; das ist für ihn ein Zugewinn und vermutlich wird er den sich nicht entgehen lassen wollen. Kann auch sein, daß er gleich so einwilligt, ohne Geld haben zu wollen.

      Du musst dann einmal zur Immigration und die Adresse melden, die somit auch Deine konkrete Adresse in Thailand ist. Benötigt wird Fotokopie des Eintrags im Hausbuch, Fotokopie des Ausweises des Hausbesitzers, mit OK desselben. Von Dir wird Pass mit Langzeitvisa gebraucht, nebst ein bis zwei extra Passfotos.

      Dann bekommst Du eine Bestätigung von der Immigration. Zur Kontoeröffnung werden nebst Passport und evtl. Jahresvisa (v. Bank zu Bank unterschiedlich), die gleichen Unterlagen, plus der Bestätigung der Immigration, benötigt.

      Kleiner Tipp: Einfach vorher bei der Immi nachfragen, was gebraucht wird; oft haben die nämlich eigene Kameras, wo dann die nötigen Fotos gemacht werden. Spart den Gang zum Fotografen. 😉

      Thailand ist nicht wie Deutschland; hier gehen Menschen noch mit Menschen um und auch als Farang kann man ganz normal mit Beamten und Bankangestellten reden und sich schildern.

      Wie bei uns gilt auch hier: „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus“. Ruhig und höflich sein und bleiben, sind Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen.

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  3. Peter Gain sagt:

    Hallo Frank,
    Zunächst bin ich mal total begeistert von Deinen ausführlichen Informationen.
    Zum zweiten hätte ich folgende Frage, im August 2018 will ich für immer (sehr lange Zeit) nach Thailand gehen. Jetzt bin ich dabei ein Haus zu kaufen bzw. das kann ja nur meine Thai-Frau. Gibt es eine Möglichkeit wo bei „eventuellen Schwierigkeiten“ nicht ohne alles dastehe? PS. Das Haus ist bereits angezahlt und wird im September voll bezahlt. Da wir ja zur Zeit noch in Deutschland wohnen machen das Vertrauenspersonen für uns. Frei nach dem Motto „wer nichts wagt, der nicht gewinnt“.
    Besten Dank Peter und Jitima Gain.

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  4. Peter Gain sagt:

    Ich meint gibt es eine Möglichkeit wo „bei eventuellen Schwierigkeiten “ ICH nicht ohne alles dastehe.

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  5. Frank sagt:

    Hallo Peter,
    Du liegst ein wenig falsch; natürlich kannst auch Du ein Haus kaufen, nur das Grundstück nicht. 😉 Land darf nur ein Thailänder erwerben, aber was da drauf gebaut wird, ist nicht auf Thailänder beschränkt.

    Sofern Du entspr. Aufenthaltserlaubnis in Thailand hast, kannst Du das Haus kaufen, allerdings musst Du natürlich den Kaufvertrag haben. Damit Du den auch lesen kannst, muss der natürlich erstmal übersetzt werden, ebenso müssen Deine Einwände / Wünsche, so vorhanden, wiederum in Thai übersetzt werden, damit der Verkäufer nicht gelinkt werden kann; dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

    Da also nur ein Thai Land erwerben darf, muss der Kaufvertrag bzgl. Grundstück natürlich auf den Namen Deiner Süßen gemacht werden. Ich gehe davon aus, daß Ihr nicht nur das Haus kaufen wollt, sondern logischerweise auch das Grundstück worauf es gebaut wurde. Das ist hier nämlich nicht wie in Deutschland; Grundstück und Immobilie werden allg. in einem verkauft, wobei der monetär deutlich höhere Anteil dem Grundstück zugerechnet wird. Häuser haben hier relativ wenig Wert, auch wenn sie teuer gebaut wurden.

    Sofern Dein Frauchen und Du einander vertrauen, geht das etwas einfacher:
    Nach Kauf wird einfach ein Vertrag zwischen Dir und Deinem Frauchen gemacht, wo sie als Grundbesitzer, Dir Nutzungsrecht (eben das Haus) gibt. Dann ein weiterer Vertrag, in dem sie Dir das Haus überschreibt, bzw. Dich als Besitzer einträgt. Ein Anwalt ist da zu empfehlen, Der Vertrag muss korrekt aufgesetzt sein und der Anwalt muss dies beglaubigen, was wichtig ist!

    Anschließend muss alles beim Bezirksamt vor Ort eingereicht werden, zwecks Bestätigung, sowie Ausstellung des Hausbuches auf Deinen Namen. Thais haben gelbe Hausbücher, Farangs haben blaue, was aber insofern keinen Unterschied macht.

    Die Angst, plötzlich im Regen zu stehen und „alles zu verlieren“ haben Viele, nicht nur in Thailand, nur hier hats halt auch schon genug Geschichten, die diese Angst durchaus bestätigt haben. Allerdings muss man da auch so manche Vorgeschichte erfahren, um daraus kein Stigma zu machen.

    Folgendes, Peter, ist nicht auf Dich bezogen, Du wirst das evtl. selbst schon gehört, oder gar mitbekommen haben. Es ist aber leider hier vielerorts die Ursache des Dramas.

    So mancher Zeitgenosse versucht sein Deutsches Leben und leider auch sein Deutsches Verhalten (z.B. Meckern auf hohem Niveau, Vorurteile u.Ä.) in Thailand weiter zu führen und das auf Biegen und Brechen.

    Die Sprache des Landes zu erlernen wird verweigert, sowie auch jeder gute Ratschlag, was das Benehmen untereinander angeht; „er“ versteht ergo kein Wort, was um ihn herum gesprochen wird und reagiert mit totalem Misstrauen gegen jeden und ganz besonders gegen die eigene Frau, was auch oftmals am sog. Steintisch, von den lieben Landsleuten geschürt wird und jeder noch so geduldigen Partnerschaft auf die Dauer das Genick bricht.

    Da er aber kein Wort Thai kann, muss die Frau überall mitgenommen werden, zwecks Verständigung mit dem Umfeld (außer am Steintisch). Man schaut auf alle Thais herab, lässt kein gutes Haar an ihnen und benimmt sich völlig daneben, egal was sie tun. Zank und Streit mit Familie und Nachbarschaft, Gesichtsverlust für die Frau plus ihrer Familie sind die Folge; Thais sind sehr erzogen und es ist äußerst wichtig, höflich und ruhig zu sein, ganz besonders aber, das Gesicht zu wahren, was bei uns ja längst ausgestorben ist.

    Ich entschied mich in Thailand zu leben; für mich ganz selbstverständlich lernte ich Thai und somit auch zu verstehen, nach welchen Gepflogenheiten ich mich zu richten und zu handeln habe. Steintische und die dazugehörigen „Experten“ meide ich wie die Pest; lieber hocke ich mit den Leuten hier zusammen, da kann ich nämlich noch was lernen. 😉 Mein Frauchen muss darum nicht ständig mit, um zu übersetzen und ich kann mich vollkommen frei bewegen, was mir sehr wichtig ist.

    Peter, bitte verstehe mich nicht so, als würde ich glauben, nur wer Thai kann, hat hier Chancen; was ich meine ist, daß es einfach enorm hilfreich ist, Thai zu sprechen und zu verstehen, sich also auch unterhalten zu können.

    Das sagt sich leichter und vor allem weit schneller, als es sich tut, weiß ich ja selbst; das dauert – ich bin nun schon sechs Jahre am Lernen und jeden Tag kommt Neues dazu.:)

    Was aber definitiv nach hinten los geht, ist das oben beschriebene; man kann m.E. nicht stur Deutsch in Thailand leben, ohne ständigen Stress zu haben und letztendlich, irgendwann zu verzagen.

    Vernünftige Anpassung, nicht ein Thai werden, meine ich. Offenen Herzens und (ganz besonders) offenen Ohres, ohne Voreingenommenheit und Argwohn, den Menschen hier gegenüber treten und schon klappt es, ein wunderbares Leben hier zu führen.

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  6. Marcel Such sagt:

    Hallo Frank,
    Auch ich habe auf Langkawi gelebt (1994-2001).
    Damals hatte ich ein Konto auf der Bumiputra Bank konnte ich ohne Probleme eröffnen! Konto auf der Thaifarmer in Satun hat nicht mal 20 min gedauert. Erst später habe ich mein Workpermit erhalten. Ich war Koch im Backofen Restaurant. Nun meine Frage: Ich Reise alle 2 Jahre nach Malaysia, um Freunde und Verwandte zu besuchen, leider habe ich damals bei der Rückkehr in die Schweiz alle Konten aufgelöst😩 Habe jetzt schon zig Banken angefragt zwecks Konto. Gibt es denn gar keine Banken mehr wo es ohne workpermit geht?

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  7. Andreas Dudde sagt:

    Hallo Frank!Meine Frau und ich überwintern regelmäßig von Dezember bis Mai in Pak Bara. Wir haben dort ein Haus gemietet. Trotz vieler Versuche bekommen wir ohne Arbeitserlaubnis kein Bankkonto. Angeblich neue Gesetze. Nun ist es bald wieder Dezember und wir werden unser Geld wieder mit uns rum Schleppen müssen. Von den lästigen Wegen zum bezahlen fälliger Rechnungen ganz zu schweigen. Vielleicht kannst Du uns weiter Helfen! Vielen Dank im Voraus!

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  8. Klaus Bierwagen sagt:

    Ich Habe ein Haus gekauft in Kanburi bin zur Zeit ueber Weihnachten bei meiner Tochter in USA.
    Ich muss nun Geld an einen Rechtsanwalt ueberweisen der die Eintragung in der Registry fuer mich erledigt.
    Gibt es da Unterschiede was die Bezahlung angeht und vor allem, wie kann ich moeglichst schnell das Geld ueberweisen. Ich habe zwar ein Konto bei der Kasikorn und eine „Visa“ card aber das nuetzt mir nichts. Dank im vraus.

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  9. Klaus Bierwagen sagt:

    Also moeglichst flott das Geld ueberweisen ist die Hauptsache.

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    • Gregor sagt:

      Ich bin ein großer Fan von TransferWise. Funktioniert auch zwischen USA und Thailand. In diesem Monat bringe ich noch einen Artikel für größere Zahlungen via TransferWise (Immobilienkauf) raus. Ist auf jeden Fall super schnell und wie es bisher im Test aussieht auch die günstigste Option bei größeren Summen.

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  10. stephan sagt:

    Hallo Ihr!
    Ich gehe in ca. 8 Jahren in Rente und werde dann höchstwahrscheinlich nach Thailand auswandern. Jetzt möchte ich schon mal die Miete einer vermieteten Wohnung in Berlin nach Thailand überweisen lassen. Dazu brauche ich wohl kein Girokonto, ein normales Sparkonto würde ausreichen??
    Kasikorn wäre auch meine Wahl. Ist quasi wie Raiffeisen in Deutschland oder Agricultulral Bank of China.
    Wäre das schon möglich? Eigentlich nehmen Banken alles Geld, egal, wo es herkommt.
    Ich bin dankbar für ein paar Ratschläge.
    Stephan

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