Nachdenkliches

Curve: Wie lange wird das „Parasiten-Geschäftsmodell“ Bestand haben?

Geständnis: In der Anfangszeit meiner Curve-Nutzung war ich sehr euphorisch und in der Zeit sind meine Artikel über Curve entstanden.

Leider, und das ist keine Ausnahme bei mit Risiko-Kapital finanzierten Fintechs, gibt es die Phase nach der Euphorie: Prozesse klappen nicht, der Kundenservice ist nicht so smart, wie man es sich wünscht, und hat man mit „Supervisors“ zu tun, schlägt einem eine Arroganz entgegen nach dem Motto: „Wir sind sowieso die besten und wer bist du schon?“

Dafür bin ich mit unserem Blog nicht angetreten.

Gerne stelle ich Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, neue Start-ups über unsere Kanäle vor, aber wenn man dann die weniger schöne Seite hinter der hippen und modernen Kulisse kennenlernt, darf man auch das Rückgrat haben zu sagen:

Puh, das ist kein Anbieter, mit dem ich mich länger verbinden möchte.

Vor allem nicht, wenn es so schöne Alternativen wie DKB, TransferWise (immer noch ein Geheimtipp ► das kostenlose Borderless-Konto mit Mastercard) oder Revolut gibt.

Da das Geschäftsmodell von Curve auf einer „Parasiten-Strategie“ beruht, gehe ich persönlich immer mehr davon aus, dass es nicht auf Dauer Bestand haben wird.

Zur Erinnerung: Die EU hat per Gesetz im Jahr 2015 die Einsatzgebühren für Privatkunden-Kreditkarten gesenkt auf maximal 0,3 Prozent vom Umsatz. Das ist der Hintergrund, warum Aldi, McDonalds und viele andere Akzeptanzstellen hinzugekommen sind.

Curve gilt als Business-Kreditkarte und unterliegt nicht dieser Regelung. Das heißt, dass vom Umsatz 3 bis 4 Prozent an Curve gehen. Wenn Sie monatlich 1.000 Euro mit der Curve Card umsetzen …

… verdient Curve im Jahr daran durchschnittlich 420 Euro!

Ist das fair?

Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung dazu.

Ich kann Ihnen aber sagen, dass einige Shop-Betreiber und Restaurant-Besitzer alles andere als begeistert von dieser – aus Ihrer Sicht: Abzocke – sind und nach Möglichkeiten suchen, diese Karte auszusperren.

Teilweise funktioniert das schon, denn diesen Monat wurde meine Curve-Karte bereits zwei Mal nicht akzeptiert. Ich werde sie jetzt auch nicht mehr einsetzen, da bin ich selbst konsequent.

Ich glaube, mit Curve haben wir auf das falsche Pferd gesetzt:

Parasiten-Business

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16 Kommentare zu “Curve: Wie lange wird das „Parasiten-Geschäftsmodell“ Bestand haben?”

  1. Ausbilder S. sagt:

    Hallo Gregor,
    von welchem Datum ist denn der Artikel.
    Alle anderen kann man zeitlich einordnen durch Datumsstempel.

    Curve gibt beides aus:commercial (ist dann aufgedruckt) und consumer.

    Viel fragwürdiger ist aber m. E. das neue Gebührenmodell.
    Gekniffen sind alle, die 50gbp für die schwarze Karte bezahlt haben, und alle Reisetopia-Kunden, die sich die Black vermeintlich lebenslang kostenlos geholt haben.
    Nach 6monatiger Schonfrist werden Gebühren fällig.
    Das Geschäftsgebahren von curve ist sehr fragwürdig.

    Wenn man die DKB nutzt, dann noch revolut auf dem Handy und Barclays in der Hinterhand hat, braucht man kein Curve.
    Revolut unterstützt schon gpay, die DKB tut dies bald. Und Curve selber rät ja dazu, eine backup-Karte mitzuführen.

    Schau am besten mal in die online Community von curve, da geht schon die Post ab.
    Viele Grüße

    • Gregor sagt:

      Danke für diese wertvollen Hinweise. Es könnten sich tatsächlich um die ersten Dominosteine handeln, die im Curve-Gebilde anfangen zu wackeln. Die Seite habe ich in Texas am 18.12.2018 geschrieben und stehe nach wie vor zu diesen Ansichten.

  2. Nico sagt:

    Hallo,

    Wie sieht das eigentlich aus wenn mit
    der Curve Card Geld abgehoben wird und
    z. B. die DKB Visa Card hinterlegt ist?

    Zahlt die DKB dann mehr Gebühren als sonst
    Oder weniger?

    • Blackwater.live sagt:

      Deutlich weniger, da es für die DKB eine Kartentransaktion ist, für Curve ist es die Barabhebung und wird im Rahmen derer Kondition abgerechnet (Freibetrag Cash p. Monat)

    • v_muc sagt:

      Du kannst damit sogar den Mindestabhebebetrag der DKB-VISA (50€) umgehen…

      Via Curve geht es theoretisch ab 5/10€.

  3. Ivanwmc sagt:

    Als ich die Curve Black-Karte erhielt, stellte sich heraus, dass es sich um eine kommerzielle Karte handelte. Ich bat um eine persönliche Karte, der Kundenservice sagte, dass es keinen Unterschied gibt. Ich bestand darauf und erhielt die andere Karte einige Tage später.

  4. Berliner Kunde sagt:

    Hallo Gregor,

    ich wollte mal eine kleine Warnung für die Nutzer der Curve card aussprechen, das hier ist mir gestern passiert:

    Ich habe gestern als Berliner in Berlin an einem Geldautomaten 200 Euro mit meine Curve Karte abgehoben. Bis 200 Euro pro Monat ist der Einsatz am Automaten ja kostenlos.
    Der Automat verwirrte mich etwas, da er mir Fragen zur Umrechnung stellte und ich habe versucht das immer wegzuklicken und mir nichts weiter dabei gedacht. Der Automat spuckte die 200 Euro aus und der Fall war für mich erledigt. Daraufhin bekam ich jedoch eine SMS von meiner (deutschen) Barclaybank VISA, dass ich gerade 224,68 EUR bezahlt hätte. Ein Anruf bei den Automatenbetreibern, erbrachte dann folgende Info: Die Karte wäre eine ausländische Karte und in GBP geführt und der erhöhte Betrag wäre der Wechselkurs plus Gebühr. So hat mich das Abheben von 200 Euro von meinem EURO Konto 24,68 EUR gekostet. Curv kann man telefonisch nicht erreichen, so hoffe ich nun auf eine Antwort via Email.
    Ich bin da wohl in eine Gebührenfalle getappt. Warum signalisiert CURVE englische Pfund? Die Karte ist für mich gestorben, auch da man im Notfall keinen Menschen erreichen kann. Der Brexit steht ja auch vor der Tür und keine Ahnung was dann passiert, wenn man angeblich ein GBP Konto hat.

    PS: Am Donnerstag kontaktierte ich Curve dazu und habe bis heute keine Reaktion vom Support vernommen.

    Das Abenteuer Curve ist für mich auch beendet

    • Gregor sagt:

      Vielen Dank für dieses Posting. Welcher Geldautomat war es? Das könnte unseren Lesern helfen 🙂 Könnte ein Euronet-Automat gewesen sein?

      Bei mir hat das Geld abheben überhaupt nicht funktioniert (Postbank, VR-Bank).

    • Marco sagt:

      Vielleicht solltest Du mal die Einstellungen der hinterlegten Karte prüfen. Ist diese auf Euro eingestellt? Ich musste mit Curve (BarclayCard hinterlegt) noch nie Gebühren bezahlen.

  5. v_muc sagt:

    Ich kann den Artikel nicht nachvollziehen, er ist einfach nur emotionsgeladen und nicht sachlich. Parasiten-Geschäft also…

    Bei Curve gibt es seit längerer Zeit personal Accounts mit debit-MasterCard, ohne den früheren Commercial-Status. Curve richtete sich in seiner Anfangszeit eben an Selbständige und/oder Geschäftskunden, die überwiegend ihre geschäftlichen (teureren) Ausgaben damit abwickeln sollten.

    Bargeld gibt es derzeit täglich bis 200€ kostenfrei über eine hinterlegte debit-Karte (bspw. Revolut)

    Mit einer Credit sind es nochmal max. 200€/Monat, das sind bei der aktuellen Blue Card + fair use (10x ATM gratis) max. 2200€ Bargeld p.M. für neue Kunden. Kostenfrei…

    Echtzeit-Push funzt derzeit nur zeitverzögert.

    AmEx-Top-Ups sind voraussichtlich dieses Jahr für deutsche Kunden möglich. Später sollen Umsätze direkt über AmEx „geschleift“ werden, wie man es jetzt mit hinterlegten VISA/MC gewohnt ist.

    Die kostenlose Karte ist bis 500€/Monat AEE-frei. Wie dem Vorredner eine so horrende ATM-Gebühr berechnet werden konnte, ist mir ein Rätsel. Vermutlich liegt es an seinem BC-Vertrag. Curve reicht den korrekten Verwendungszweck bei Karteneinsatz durch, evtl. fallen bei ihm daher Gebühren für die ATM-Nutzung (trotz Curve) an. Man sollte daher immer das Gebührenmodell der Hausbank bzw. der hinterlegten Kreditkarte im Hinterkopf behalten.

    Curve spielt umsatzmäßig vermutlich viele Ligen unter Revolut und Co. Dennoch ist es dir derzeit einzig vernünftig funktionierende Meta-Kreditkarte.

    Man kann damit sogar doppelt bei MasterCard Priceless Specials abstauben.

    Ich sehe in der aktuellen Blue Card den Vorteil, dass es eine debit ist, die Akzeptanz im Ausland damit tendenziell etwas höher (USA). Revolut bietet nur Prepaid.

    Die schlichte Kartenfront lässt zudem auch in unseriösen Gefilden nicht gleich die Identität des Karteninhabers durchblicken.

  6. Stefan sagt:

    Ich finde auf der Curve Webseite nichts mit Personal Accounts und schon gar nicht irgendwo einen Hinweis wie man 2000 Euro for free abheben könnte.

  7. Marco sagt:

    Ich nutze Curve jetzt schon eine ganze Weile und hatte bisher noch nie Probleme. Alles klappt einwandfrei und auch Rückerstattungen erfolgen zeitnah. Ebenso kann ich die Kritik am Support nicht nachvollziehen, ich hatte bisher innerhalb von 6 – 8 Stunden eine Antwort.

    Für mich ist Curve ein sehr gutes / innovatives Produkt was keinesfalls einem Parasiten-Geschäftsmodell gleicht! Vielleicht hätte der Autor etwas besser recherchiert – dann wäre ihm auch aufgefallen, dass Curve auch Consumer-Karten ausgibt. Und dort werden sicherlich keine 3 bis 4 Prozent Gebühren berechnet. Und das war auch schon im Dezember 2018 so …

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